Daten per Mausklick: Firmen-Informationen.at

Der Linzer Dachdeckermeister Heiner W. hat eine Anfrage für einen Großauftrag bekommen. Ob die potenziellen Kunden seriös sind? „Hey Chef, lass uns doch schnell bei Firmen-Information.at nachschauen“, schaltet sich die Auszubildende ein. Gesagt, getan. Nur wenige Augenblicke später weiß der Handwerker, mit wem er es zu tun hat.

Das Online-Portal firmen-informationen.at richtet sich speziell an Kleinunternehmer und Privatpersonen, welche Informationen zu Geschäftspartnern oder Lieferanten benötigen. Dieser Service wird in den drei Sprachen Deutsch, Englisch und Spanisch angeboten – wählbar über einen Button in Form der jeweiligen Landesfahne. Auf einer Übersichtsseite erhalten Besucher Informationen über die Wirtschaftsstruktur in Österreich – von den Firmengrößen über die geografische Verteilung bis hin zum finanziellen Hintergrund. Auch eine Hitliste der zehn größten Unternehmen findet sich dort. Wer Genaueres wissen möchte, kann einen Firmennamen eingeben. Im Handumdrehen erhält er kostenlos eine Übersicht mit folgenden Daten: Unternehmensbezeichnung und Rechtsform, Adresse, Branche, Firmenbuchnummer, Größe, Eigenkapital und Eigentümer. Alle Daten auf Firmen-Information.at werden von iCrif zur Verfügung gestellt, eine Online-Plattform für Unternehmensauskünfte. Gegen eine Anmeldung und Bezahlung sind dort detaillierte Informationen über Firmen erhältlich. Auch für Letztgenannte ist es von Vorteil, wenn sie auf firmen-informationen.at präsent sind. Sie werden gefunden und tun etwas für ihre Reputation. Für die Aufnahme oder eine Berichtigung der Firmendaten wird um eine E-Mail an info@icrif.at gebeten.

Das Portal icrif wiederum wird betrieben von der Wirtschaftsauskunftei Crif, die seit 16 Jahren in Österreich aktiv ist. Der Dienstleister bietet Kreditgebern, Unternehmen und Verbrauchern eine breite Palette von Informations-Services und Lösungen. Dazu gehören die zuverlässige Identifikation von Personen und Unternehmen ebenso wie die Bereitstellung von kreditrelevanten Informationen. Die Experten von Crif führen regelmäßig wissenschaftlich basierte Marktstudien durch. So wurden aktuell heimische Bankenexperten zur Entwicklung des Kreditrisikos in Österreich befragt. Ihnen zufolge ist das allgemeine Kreditrisiko im Jahr 2015 gegenüber 2014 gleichgeblieben und liegt auf einem niedrigen Niveau. Für 2016 wird hingegen wieder mit einem Anstieg gerechnet. Crif-Österreich-Geschäftsführer Boris Recsey: „Fachleute gehen für das heurige Jahr von einem höheren Risiko bei der Kreditvergabe aus – korreliert mit einem wieder wachsenden Kreditvolumen bedeutet dies, dass sie mehr risikoreiche Kundengruppen am Markt erwarten als 2015.“ Und genau deshalb sind Informationsportale wie firmen-informationen.at so wichtig. (Birgit Lutzer)

Auch Webseiten brauchen eine Marketing-Strategie

Auf die Frage„Wozu dient Ihre Website?“ antworten erstaunlich viele Betreiber: „Weil der Wettbewerb auch eine hat.“ Wegen fehlender Marketing-Strategien dümpeln viele Internetseiten ziellos vor sich hin und bringen keinen (zusätzlichen) Umsatz.

Gastautor Harald Hinnerwisch ist Online-Marketingspezialist. In seinem Beitrag stellt er ein dreistufiges Marketing-Konzept für Internetseiten vor. Es basiert auf den drei Leitfragen: Welche Zielgruppe will ich ansprechen? Was möchte ich mit meiner Homepage erreichen?Welchen Nutzen haben Besucher von meiner Webseite? Im Einzelnen:

Welche Zielgruppe will ich ansprechen?

Die Bestimmung der Zielgruppe ermöglicht es, Werbung an Leute zu richten, bei denen besonderes Interesse an einem Produkt vorausgesetzt werden kann – zum Beispiel wegen eines bestimmten Hobbys. So erhöht sich spürbar die Wahrscheinlichkeit, dass das Angebot gekauft wird. Welche Zielgruppe würde wasserdichte Armbanduhren kaufen? Zum Beispiel Leute mit dem Hobby Wassersport (Surfen, Segeln, Schwimmen u. a.).

Angesprochen wird eine Zielgruppe dadurch, dass Werbemaßnahmen an deren Lebensart angepasst werden. Dies kann mit einfachen Methoden auf Webseiten umgesetzt werden. Bleiben wir dazu bei den Wassersportlern. Im Design kann die Farbe blau als Symbol für Wasser eine zentrale Rolle spielen, oder man verwendet Fotos von Wassersportlern in Action. Es können auch Fachbegriffe aus diesem Hobby in Werbetexte eingebaut werden.

Was möchte ich mit meiner Homepage erreichen?

Es gibt unterschiedliche Wege, per Webseite (mehr) Umsatz zu erzeugen. Sie haben nicht immer direkt mit dem Verkaufen zu tun. Vier wesentliche Ziele können mit einer Homepage verfolgt werden

Ziel 1: Image-Werbung

Bei einer Webseite mit Image-Werbung geht es darum, eine Firma vorzustellen und über die Präsentation von Referenzen und Fachkenntnissen das Vertrauen potenzieller Kunden zu gewinnen. Verkauft wird auf dieser Art einer Homepage nichts.

Ziel 2: Verkauf von Waren durch einen Online-Shop

Ein Online-Shop hat natürlich das Ziel, Produkte direkt zu verkaufen. Viele Händler im Internet haben sich innerhalb ihrer Branche spezialisiert. Ein Beispiele dafür ist das Anbieten ausschließlich chinesischer Möbel. Verkauft wird oft nur über das Internet.

Ziel 3: Blog zu einem bestimmten Thema

Mit einem Blog wird das Ziel verfolgt, ein bestimmtes Thema interessierten Besuchern näher zu bringen. Produkte, die zum gewählten Thema passen, können zum Kauf angeboten werden. Beispiel: Ein Blog zum Thema „Gesundheit“ dient dem Vertrieb von Nahrungsergänzungsmitteln.

Ziel 4: Landing-Page

Die Landing-Page stellt eine besondere Form der Webseite dar, weil sie viele unterschiedliche Ziele haben kann. Gerne wird sie zum Sammeln von E-Mail Adressen potentieller Kunden genutzt, um dann per Newsletter Produkte bewerben zu können. Dazu enthält eine solche Landing-Page ein Eingabeformular als zentrales Element. Der eigentliche Verkauf erfolgt über andere Webseiten – z. B. einem Online-Shop.

Welchen Nutzen haben Besucher von meiner Webseite?

Marketing-Experten sind sicher, dass Besucher eine Homepage sehr schnell wieder verlassen, wenn kein (eindeutiger) Nutzen erkennbar ist. Dieser muss deshalb genau bestimmt werden. Auf einem Blog hat man die Möglichkeit, sich über ein Thema ausführlich zu informieren. In einem Online-Shop können Besucher ohne lange Anfahrtswege und Warteschlangen bequem von zu Hause Einkaufen. Es ist durchaus sinnvoll, wenn eine Webseite auf diese Formen des Nutzens hinweist. Die Bestimmung des Nutzens ist damit aber nicht erledigt. Es gibt schließlich viele Blogs, die das gleiche Thema behandeln und viele Shops, welche gleiche oder ähnliche Produkte verkaufen. Die Konkurrenz schläft nicht.

Gibt es vielleicht ein Alleinstellungsmerkmal, auf das als Nutzen hingewiesen werden kann? „Wir sind der einzige Anbieter in Deutschland für das Produkt X“ wäre ein Beispiel dafür. Machen wir uns aber nichts vor: Für die große Mehrzahl aller Produkte gibt es viele verschiedene Anbieter. Schon deshalb haben Firmen oft kein echtes Alleinstellungsmerkmal. Um trotzdem den Nutzen einer Webseite herauszustellen, sollten gezielt Probleme von interessierten Kunden angesprochen werden. Ein Blog über Nahrungsergänzungsmittel hat mit Sicherheit Besucher, die unter körperlichen Mangelerscheinungen leiden. Diese suchen eine Antwort auf die Frage, welcher Nährstoff ihnen fehlt und welche Symptome darauf hindeuten.

Kleine Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft, sondern auch die Kundschaft. Käufer und Verkäufer haben also einen Nutzen davon. Es ist aber zu beachten, dass sich von klassischen Werbegeschenken wie Kugelschreibern immer weniger Leute beeindrucken lassen. Ein USB-Stick wirkt da schon besser. Auf Webseiten ist es allerdings einfacher und werbewirksamer, digitale Produkte als Geschenk anzubieten, die sofort heruntergeladen und genutzt werden können. Ein weit verbreitetes Beispiel sind E-Loks. (Harald Hinnerwisch)

Autorenprofil

hinnerwisch-profilfotoHarald Hinnerwisch ist von Beruf Fachinformatiker und seit März 2010 selbständig. Durch das häufige Arbeiten im Internet entdeckte er seine Begeisterung für das Online-Marketing. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit verlagerte sich dadurch von EDV-Dienstleistungen zum internetgestützten Marketing. Inzwischen berät er Firmen in Sachen Online-Marketing. Auf seinem Blog und auf Webseiten anderer Unternehmen gibt er Tipps, wie man sich im Internet erfolgreich präsentiert.

Kontakt:

Web-Marketing Hinnerwisch
Harald Hinnerwisch
26789 Leer / Deutschland

Festnetz-Rufnummer: 0491-3025

Mehr Website-Traffic für wenig Geld

Ist nichts los auf der Website? Kein Wunder, im Internet tummeln sich Milliarden Seiten. Um in diesem Dschungel gefunden zu werden und Online-Traffic zu generieren, gibt es eine Reihe wirkungsvoller Maßnahmen. Gastautor Josef Altmann verrät, welche.

Große Unternehmen haben oft ein extrem hohes Marketingbudget und können viele Euros in unterschiedliche Aktivitäten stecken. Kleinen Organisationen stehen häufig weniger üppige Mittel zur Verfügung. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Kapitalressourcen zielgerichtet eingesetzt werden. Das wiederum funktioniert nur dann gut, wenn man die Zielgruppe der Website oder des eigenen Online-Shops kennt.

Informationen über diese Gruppe bekommt man durch verschiede Herangehensweisen. Ein wichtiges Instrument besteht im Befragen bestehender und potentieller Kunden. Wer bei dieser zuweilen umständlichen Fleißtätigkeit gute Arbeit leistet, hat schon viel gewonnen.

Weitere Möglichkeiten sind z. B.:

  • Umfragen bei der Zielgruppe
  • Gewinnspiel mit dem Ziel, Kundengruppen zu selektieren
  • Hinweise durch Besucher und Kunden der Konkurrenz

Neben der direkten Analyse von (potenziellen) Besuchern und Kunden können auch Statistikinstitute sehr hilfreiche Informationen zur Selektion der Zielgruppe liefern. Dazu gehören beispielsweise Industrie- und Handelskammern, Stadtverwaltungen. Sogar die Bundesagentur für Arbeit bietet einen Statistikservice an.

Suchmaschinenoptimierung leicht gemacht

Insbesondere bei überschaubarem Budget gilt es, sich auf die effektivsten Werbe- und Kommunikations-Kanäle zu beschränken. Mit der Eingrenzung der Zielgruppe ist dafür schon ein großer Schritt in die richtige Richtung getan. Ein weiterer Baustein des Erfolgs ist die Suchmaschinenoptimierung. Es geht darum, die Website zu verbessern und so häufig wie möglich sichtbar zu machen.

Wer es versteht, seine Inhalte entsprechend zu gestalten und eine sauber programmierte Seite mit gutem Design sowie geringer Ladezeit zu betreiben, tut schon viel für die Suchmaschinenoptimierung. Wichtig ist, dass die Seite auch an mobile Endgeräte angepasst wird. Heute kommen viele Menschen über Smartphones. Außerdem stellt diese Erweiterung einen Rankingfaktor bei Google und Co. dar.

Darüber hinaus muss erreicht werden, dass die eigene Seite auf anderen Websites, in sozialen Netzwerken und auf anderen themenrelevanten Seiten erwähnt wird. Dieses Ziel lässt sich durch interessante Inhalte auf der eigenen Seite und die Erstellung ebensolcher auch für die Partner-Seiten verwirklichen. Diese Vorgehensweise bezeichnet man „Content-Promotion“. Je mehr Menschen diese Inhalte sehen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie diese durch Verweise auf die Quelle bzw. Ausgangsseite weiterempfehlen. Dieser Vorgang wird auch als „natürlicher Linkaufbau“ bezeichnet.

Betreiber kleiner Websites benötigen in aller Regel keinen teuren SEO-Dienstleister. Mit ein bisschen Zeit und gutem Willen lassen sich die wichtigen Grundlagen durch Lektüre oder Onlinekurse erschließen. Auch ein Online-Marketing-Berater kann hier gute Dienste leisten und ist in der Regel kostengünstiger als eine große Agentur. Er steht den Website-Betreibern zu Seite und arbeitet nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Nutzen die sie die Macht der sozialen Netzwerke!

Wer mehr Besucher bzw. Reichweite mit der eigenen Website erzielen will, sollte unbedingt ein Profil bei den wichtigsten sozialen Netzwerken einrichten. Ob XING, Linkedin, Facebook oder andere: Das Portal muss professionell sein, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten der Eigendarstellung bieten und natürlich auch die anvisierte/n Zielgruppe/n ansprechen.

Ist das Profil in den passenden Netzwerken erstellt, geht es weiter. Wer mit Hilfe von Online-Portalen Kontakte knüpfen und mehr Besucher auf die eigene Website ziehen will, muss dort aktiv werden. Positive Aufmerksamkeit kann zum Beispiel durch die Veröffentlichung hilfreicher Gruppenbeiträge erweckt werden. Ebenso wichtig ist es, regelmäßig neue Inhalte über das Profil zu präsentieren. Auch die Vernetzung mit Kunden, Partnern etc. kann sehr sinnvoll sein. Durch gezielte Kooperationen lassen sich mehr Besucher für die Website gewinnen (dabei oft auch zahlende Kunden) oder enorme Kosteneinsparungen erreichen.

Je intensiver soziale Netzwerke genutzt werden, desto mehr steigt erfahrungsgemäß der Traffic der dazu gehörigen Website. Durch das Zusammenspiel von gutem Content und gezielten Werbemaßnahmen kann eine Internetseite in großer Reichweite wirken und viele neue Besucher anziehen.

Ein wichtiger Hinweis: Außer dem Online-Marketing sollten immer auch weitere Kommunikationskanäle genutzt werden. Die guten alten Flyer beispielsweise können viel zum Bekanntheitsgrad beitragen und neue Kunden aufmerksam machen. Und auf jeden Flyer gehört unbedingt die Adresse der Website. Dasselbe gilt für alle anderen Werbematerialien. Vor allem Firmen , die hauptsächlich im Internet agieren, vergessen diese Verzahnung oft. Dadurch liegt natürlich viel Potential brach.

Controlling – ein entscheidender Erfolgsfaktor

Ob es um SEO, Adwords oder Facebook-Ads zur Besuchergewinnung geht: Ein günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis lässt sich nur mit Hilfe von Controlling erreichen. Auch dafür bieten Facebook und Google tolle Lösungen wie die Webaster Tools, Analytics usw. an. Je nach Tätigkeit und Ausrichtung des eigenen Unternehmens kann der Einsatz weiterer Kostenkontroll-Tools sinnvoll sein.

Der schlimmste Fehler besteht darin, überhaupt kein Controlling zu betreiben. Damit steigt die Gefahr, viel Geld für wenig Leistung auszugeben. Clever erwirtschaftete Einsparungen hingegen lassen sich für noch mehr Besucher auf der Website einsetzen.

Fazit: Wer nicht die Zeit oder Lust hat, sich in das Thema einzuarbeiten oder sich allgemein nicht darum kümmern möchte, kann auch einen Online Marketing Berater wie beispielsweise Josef Altmann von Online-Marketing Altmann mit ins Boot holen! (Josef Altmann)

Autorenprofil

UnbenanntGuten Tag, mein Name ist Josef Altmann. Ich lebe und arbeite in Furth im Wald und bin als Online Marketing Berater, Blogger und Autor tätig. Zu meinen bekanntesten Seiten gehört karriere-und-bildung.de mit unzähligen Fachartikeln und vielen tausend Besuchern pro Monat. Mein langjähriges Wissen möchte ich gerne verwenden, um Ihnen bei Fragen rund um Ihre Website und deren Vermarktung zu helfen.

Reich und berühmt durch’s eigene Buch??!

Ein eigenes Buch bringt Publicity, sichert den Expertenstatus und bringt vielleicht sogar neue Kunden. Sich einen Verlag zu suchen, ist nur eine von mehreren Varianten. Zunächst lautet die etwas überspitzte Frage, ob der Autor mit dem Projekt reich oder berühmt werden möchte.

Dr. Thorsten Bosch führt unter seinem Namen ein Beratungs- und Traininingsunternehmen, das sich an Entscheidungsträger in Unternehmen richtet. Er hat gerade ein hochwertiges Buch unter dem Titel „Führung made in Germany“ beim Gabal-Verlag veröffentlicht.

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Schon das Querformat ist auffällig. Die Titelgestaltung passt zum Erscheinungsbild des Unternehmens. Auch das Innenleben des Werks lässt ahnen, dass hier ein Gestaltungsprofi am Werk war. Bei vielen Verlagen ist es so, das sie über den Titel und die Aufmachung neuer Bücher entscheiden, insbesondere dann, wenn diese Teil einer Reihe sind. Bosch hat auf eigene Kosten eine Grafikerin und weitere redaktionelle Unterstützung engagiert. „Der Titel des Buchs muss ansprechend sein und Aufmerksamkeit wecken. Dasselbe gilt für die Inhaltsseiten.“ Deshalb habe er dem Verlag ein entsprechenden Geschäftsmodell vorgeschlagen. Bosch: „Die Verkaufszahlen und die Nachfrage bei unseren Veranstaltungen zeigen, dass dies die richtige Entscheidung war.“ Außerdem investiert Bosch in ein professionelles Marketing und hat eine Extra-Internetseite für sein Buch eingerichtet, die regelmäßig mit neuen Informationen versorgt wird. Hinzu kommen Aktivitäten seines Pressesprechers Achim Berlitz, der sich unter anderem um eine persönliche Kontaktpflege zu Medienvertretern kümmert. Berlitz: „Auch die Amazon-Rezensionen sind wichtig, wobei wir die natürlich nicht direkt beeinflussen können. Es ist erfreulich, dass aktuell 24 Leser die volle Punktzahl gegeben haben.“

Buchprojekte machen viel Arbeit, doch sie gehorchen oft einem Schneeballeffekt: Hat jemand schon eins veröffentlicht, ist es in der Regel leichter, mit einem neuen Verlag ins Geschäft zu kommen. Zentral für das Finden eines Verlags ist eine zündende Buchidee, die dann in Zusammenwirken mit dem Lektorat verwirklicht wird. Da die Margen bei diesem Modell mit vier bis acht Prozent vom Nettoverkaufspreis sehr niedrig sind, lohnt es sich, über den Weg von Amazon und anderen Anbietern nachzudenken. Autoren können ihr Buch selbst gestalten, als PDF hochladen und entscheiden, in welchen Formaten sie es anbieten. Wählen sie ein als eine von mehreren Optionen die Print-on-Demand-Variante, wird das Exemplar bei Bestellungseingang gedruckt. Der Verdienst ist höher. Die Entscheidung dafür kann sich lohnen, wenn der Autor über ein gutes eigenes Vertriebsnetz verfügt. Denn für einen Verlag ist ein Buch eines unter vielen und die Vermarktungsbemühungen in der Regel entsprechend eingeschränkt.

Wie Verlagsmitarbeiter „ticken“

Wer dennoch eine Verlagsveröffenbtlichung anstrebt, sollte verschiedene Gesichtspunkte in die Planung des Projekts einbeziehen. Fertige Manuskript weichen vielleicht von den Vorstellungen der Verlagsmitarbeiter ab. Deshalb ist es oft geschickter, einem Verlag zunächst eine Idee zu verkaufen und die Texterstellung in Zusammenarbeit mit dem Lektorat vorzunehmen. Am besten ist natürlich eine völlig neue Buchidee, die zum Expertenstatus des Verfassers passt. Für den Fall, dass das Thema schon bekannt und weitreichend in der Literatur ausgewalzt ist: Wichtig ist ein Neuigkeitswert. Beispiele: ein Ratgeber für eine spezielle Zielgruppe, Einschränkung der Buchausrichtung auf einen bisher wenig behandelten Teilbereich oder die einzigartige Kombination mit einem anderen Aspekt …

Wichtig ist ein knackiges Thema

In Zusammenhang mit der Themenfindung erfolgt die Verlagssuche. Auswahlkriterien sind z. B.:

  • Themenspektrum des vorhandenen Angebots à passt Buchprojekt dazu?
  • Vorhandene Publikationen zu ähnlichen Themen à Vermarktung des Buchs ist einfacher und Verfasser profitiert ggf. vom Bekanntheitsgrad anderer Autoren dieser Reihe
  • Autorenbetreuung/Lektorat à Sichtung von Büchern, die bereits dort erschienen sind. Ein holpriger Schreibstil, viele Rechtschreibefehler, lieblose Aufmachung sind Ausschlusskriterien
  • Vermarktung der vorhandenen Bücher à Verlagswebsite, Amazon

Die meisten Verlage haben Autorenrichtlinen, in denen sie die Kontaktaufnahme regeln. Standard, um eine Buchidee anzubieten, ist ein Exposé, eine Zusammenfassung der wichtigsten Elemente. Es ist mit einem Bewerbungsschreiben vergleichbar und enthält folgende Informationen:

  • Anschreiben an den Verlag: Idee, deren Neuigkeitsaspekt, Nutzen des Buchprojekts für den Verlag
  • Gliederung bzw. ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis hmit stichpunktartigen Erläuterungen zu den einzelnen Abschnitten.
  • Textauszug von drei bis vier Seiten, der in einem Kapitel des Buchs vorkommen könnte (Der Verlag möchte sich ein Bild vom Schreibstil machen und abschätzen, wie viel Arbeit das Lektorat möglicherweise in die Autorenbetreuung stecken muss
  • Liste mit vorhandenen Publikationen zu ähnlichen Themen und die Abgrenzung der Idee davon

Unabhängig davon, ob der gewählte Weg die Eigenveröffentlichung über entsprechende Anbieter oder über einen Verlag ist: Hat jemand keine Zeit zum Schreiben oder liegen seine Kompetenzen auf anderem Gebiet, ist es sinnvoll, sich einen „guten Geist“ zur Hilfe zu holen. Ein professioneller Ghostwriter versteht sein Handwerk. Meist bieten diese Dienstleister gestaffelte Pakete – begonnen vom Lektorat und „Glattschreiben“ über das Verfassen nach Stichworten bis hin zur kompletten Manuskripterstellung auf Basis einer Idee. (Birgit Lutzer)

Herzensdame per Handy-App

Erst der Beruf, dann die Liebe – mit dieser verkopften Einstellung ging der heute 21-jährige Bleron Bytyqi durchs Leben. Doch der 1. August des vergangenen Jahres änderte alles. Schuld daran war die LoFi-App des Schweizer Erfinders Lars Rominger.

Diesen lernte Bytyqi bei seiner Ausbildung zum Kunststofftechnologen kennen, die er im Sommer 2015 abschloss. Der ehemalige Azubi erinnert sich: „Zahlen, Daten, Fakten und Formeln haben mich schon immer begeistert. Das Lernen fiel mir leichter als die Liebe. Ich war ein typischer Nerd.“ Mit einem hervorragenden Zeugnis und einer Goldmedaille des Berufsbildungsamtes Schwyz in der Tasche wollte der junge Mann aus einem Ort im Kanton Aargau nun das nächste Projekt angehen – eine Partnerin zu finden. Doch erste Versuche gingen ins Leere.

Bytyqi: „Lars Rominger hatte mir schon öfter von einer App erzählt, die er für den Apple-Store entwickelte – den Love Finder. Damit sollte es möglich sein, die grosse Liebe zu finden.“ Komme es zu einer Begegnung zwischen zwei Flirtinteressierten, die die App installiert hätten, erklinge auf beiden Geräten der Dauerbrenner-Song „Love is in the air.“ Der Weg für die Kontaktaufnahme sei frei. Rominger: „Die Trefferquote bei der Kontaktaufnahme erhöht sich damit auf 100 Prozent, da der LoFi nur von Personen eingesetzt wird, die wirklich auf der Suche sind.“

Dazu gehörte Bytyqi. Der junge Kunststofftechnologe schaute sich zunächst die App-Bewertungen im Internet an. Er sei trotz vieler positiver Kommentare unsicher gewesen: „Ich wusste ja nicht, wie viele Schweizerinnen sich den LoFi heruntergeladen haben. Trotzdem wagte ich es.“ Ihm war dabei bewusst, dass weitere Faktoren seine Chancen beim anderen Geschlecht beeinflussten: „Der erste Eindruck ist wichtig. Anfang August vergangenen Jahres fuhr ich nach Luzern, um meine Outfit auf neuesten Stand zu bringen.“ Mitgenommen hatte er natürlich sein i-Phone. „In der Altstadt direkt vor Mac Donalds sah ich ein attraktives junges Mädchen. Fast zeitgleich vibrierte mein Handy und spielte das Erkennungslied.“ Dieses Zeichen war unmissverständlich. „Ich sprach die schöne Blonde an, ob sie allein unterwegs sei und lud sie zu einem Hamburger-Menü ein.“

Lofi-Paar-02-miniSeine Auserwählte, die 18-jährige Flawia Leuenberger aus der gleichen Wohn-Region, schildert die erste Begegnung so: „Gerade erst hatte ich realisiert, dass der Liebesalarm losging, da sprach er mich schon an. Bleron war mir sofort sympathisch.“ Beim Essen im Schnellrestaurant hätten sich beide dann näher kennen gelernt. Das ist inzwischen schon bald ein halbes Jahr her. Leuenberger: „Wir haben zusammen Neujahr gefeiert und sind sehr glücklich miteinander!“ Inzwischen absolviert Bytyqi seinen Militärdienst. Im Augenblick befindet sich der junge Kunststofftechniker für mehrere Monate in London, um seine Sprachkenntnisse zu verbessern. Klar, dass seine Freundin ihn dort besucht. Denn seine freie Zeit verbringt er am liebsten mit seiner Flawia. „Ich helfe ihr, damit sie ihre Ausbildung zur Gesundheits-Fachfrau so gut wie möglich abschliesst. Ich weiß ja, wie wichtig Zahlen, Daten und Fakten sind!“

Übrigens: Die LoFi-App ist gerade in einer neuen Version erschienen und im iTunes-Appel-Shop erhältlich. (Birgit Lutzer)

Beruflich durchstarten mit Karrierehelfer.net

Uni-Absolvent Hendrik P. hält für das Erinnerungsfoto stolz seinen Masterurkunde in die Höhe. Doch was nun? Das Thema „Bewerbungen“ hat er erst mal nach hinten geschoben, da er sich voll auf seine Hochschul-Abschlussprüfung konzentrieren musste. Zum Glück gibt es die Internetseite karrierehelfer.net. Damit kann sich er viel Zeit und einen Stapel Absagen ersparen.
Der erfolgreiche Berufsneuling findet beim digitalen Karrierehelfer Vorlagen für alles, was er benötigt – vom Bewerbungsdeckblatt  über das Bewerbungsanschreiben bis hin zu viele Tipps von eingängigen Fachbeiträgen rund um den Berufseinstieg. Denn bereits ein ungeschickt gestaltetes Titelblatt oder ein hölzern formuliertes „Motivationsschreiben“ können dazu führen, dass bereits die vorgeschaltete Personalassistentin die Bewerbung aussortiert und ohne weitere Lektüre in den Ordner „Absagen“ schiebt.
Doch das Portal bietet noch mehr. Mit einem Gehaltsrechner können Interessierte ermitteln, was vom Brutto netto übrig bleibt. Denn auch dabei lauern unangenehme Überraschungen. Das, was auf dem Papier verlockend klingt, bleibt nach Abzug aller Posten unter Berücksichtigung der Steuerklasse ein kümmerlicher Rest.
Doch auch für Personen, die schon länger beruflich im Sattel sitzen und sich neu orientieren möchten, ist der Online-Karrierehelfer die richtige Adresse. Zahlreiche Fachbeiträge drehen sich um Probleme beim beruflichen Aufstieg und deren Lösung. Beispiele sind etwa Benimm-Regeln im Job, Fragen rund um die Kündigung oder auch treffsichere Rhetorik-Tipps rund um die Gehaltsverhandlung. Natürlich kommt auch der Dauerbrenner „Körpersprache“ nicht zu kurz.
Sogar Gründer, Freiberufler und Selbstständige holt Betreiber Thomas Hofbauer mit seinem Portal ab. Viele Gründungen oder Unternehmungen scheitern beispielsweise an vorübergehenden Liquiditätsproblemen. Im entsprechenden Beitrag unter dem Titel „Kredite für Selbstständige“ erläutert der Autor, worauf beim Beantragen eines Kredits zu achten ist. Doch auch alternative Finanzierungskonzepte wie beispielsweise das Crowdfunding werden in verständlicher Weise so beschrieben, dass es sofort an die Umsetzung gehen kann.
Hofbauer erläutert das Konzept hinter dem Online-Portal: „Uns ist es wichtig, alle Berufstätigen dort abzuholen, wo sie sich mit ihren Fragen und Problemen befinden.“ Dies seien bei Studierenden und Einsteigern andere als bei Erfahrenen Kräften oder bei Selbstständigen. Und genau deshalb seien die Themen des Portals so breit gestreut. Was allen Zielgruppenmitgliedern gemeinsam sein dürfte, ist das finanzielle Interesse. Und deshalb stellte Hofbauer sogar Möglichkeiten vor, mit der eigenen Internetseite Geld zu verdienen. Das „Verkaufen“ redaktioneller Inhalte gehört ebenso dazu wie so genannte „Affiliate Programme“ – Möglichkeiten, durch geschicktes Einbinden vom Werbung in die eigene Website zu verdienen. Auch Hinweise für Fortgeschrittene finden sich beim Karrierehelfer wie beispielsweise Informationen zu Plugins und Einstellungen oder zu Google ad Sense Einnahmen.
Die Internetseite ist seit 2013 im Netz und wird regelmäßig aktualisiert. Ein umfassendes Online-Archiv lädt zum Stöbern und Recherchieren ein.
Fazit: Die Beiträge auf „Karrierehelfer.net“ sind gründlich recherchiert, neutral geschrieben und enthalten viele wertvolle Tipps für Aufstiegs- und Verdienwillige. Besonders sympathisch an diesem Portal ist das Zusammentragen aller Informationen, die bei Beruf und Karriere bedeutsam sein können. (Birgit Lutzer)

Vom Karrenbauern zum Logistik-Profi: Gödecke

Fast 70 Jahre ist es her, dass der Lübecker Landwirt Ernst Gödecke mit einem einfachen Pferde-Holzkarren über Stock und Stein rumpelte. Und dann kam ihm eine Idee: Mit einem motorisierten Lkw könnte er viel besser eigene Produkte und auch Lieferungen für andere transportieren. Doch wie sollte er das teure Fahrzeug finanzieren?

Der wackere Mann holte sich kurzentschlossen den Verpackungsmittelhersteller Schmalbach Lubeca mit ins Boot bzw. den Karren. Gemeinsam begannen die beiden Geschäftspartner mit dem Kauf eines Lastkraftwagens das, was heute nicht mehr von unseren Straßen wegzudenken ist: Gödecke Logistik, der internationale, moderne Transport- und Lagerexperte für den Norden mit seinen leuchtend gelben Trucks.

Foto: Henrik Wihlborg.

Foto: Henrik Wihlborg.

Firmenchef Matthias Gödecke: „Wir stehen für moderne und internationale Transporte und Lagerhaltung mit Güterumschlag und Kommissionier-Tätigkeiten im gesamten Ostseeraum.“ Das Team bestehe mittlerweile aus 45 Mitarbeitern, die allesamt stolz auf die Logistikerfahrung des Unternehmens von bald sieben Jahrzehnten stolz seien. Gödecke: „Wir sind flächendeckend im Norden präsent und haben zwei strategisch günstige Standorte – neben Lübeck auch das schwedische Malmö.“

Beide Standorte sind mit großen Fuhrparks ausgestattet. Den Kunden stehen für ihre Aufträge alle notwendigen Fahrzeugvarianten zur Verfügung. Dazu gehören der Nahverkehrs-Lkw mit Hebebühne und der Standard-Planentrailer ebenso wie der Jumbo-Gliederzug. Eingesetzt werden umweltbewusste emissionsarme Fahrzeuge der Euro-Klassen 5 und 6 ein.

„Natürlich schulen wir unsere Kraftfahrer regelmäßig“, versichert der Firmenchef. Denn er setzt gemeinsam mit seinen Führungskräften auf ein gut ausgebildetes, motiviertes Team. Hinzu komme ein Netzwerk von langjährigen Partnern, die in Engpässen ihre Kapazitäten zur Verfügung stellen. An diese Subunternehmer stellt Gödecke dieselben hohen Ansprüche wie an seine eigene Firma. „Dieses Zusammenwirken garantiert unseren Auftraggebern stets verfügbare Fahrzeugkapazitäten und den termingerechten Transport ihrer Waren.“

Quelle: Gödecke Eurotrans GmbH

Quelle: Gödecke Eurotrans GmbH

Die „großen Gelben“ von Gödecke sind oft in Skandinavien unterwegs. Der Unternehmer fasst zusammen: „Wir bieten tägliche Abfahren und Linienverkehrsanbindungen nach Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland.“ Einen Großteil Skandinaviens und Osteuropas erreichen wir zwischen 24 und 48 Stunden. Auch in Deutschland bieten wir viele Anlaufstellen mit Cross-Border-Terminals in Lübeck, Hamburg und Porta Westfalcia. Hinzu kommt eines in Malmö.“ Ob Bauer Gödecke auf seinem Holzkarren sich das hätte träumen lassen? (Birgit Lutzer)

Experte erklärt, Kunde versteht „Bahnhof“

Viel zu wissen bedeutet nicht unbedingt, diese Kenntnisse auch weitergeben zu können. So scheitern viele Verkaufs- und Beratungsgespräche zwischen technischen Experten und Laien daran, dass die Beteiligten unterschiedliche Sprachen sprechen. Der Projektleiter, Berater oder Vertriebler wählt das ihm bekannte „Technolatein“, während der Kunde nur „Bahnhof“ versteht.

Die folgende beispielhafte Situation tritt öfter auf bei Anbietern erklärungsbedürftiger Leistungen und Produkte:

Anwenderschulung nach der Einführung einer neuen Technologie. Der Projektleiter richtet sich an die IT-unerfahrenen Mitarbeitern: „Unternehmen, die wie Sie Teile Ihrer Geschäftsanwendungen in die Cloud auslagern, setzen dabei oft auf CRM-Produkte, die eng mit dem jeweiligen ERP-Systemen verknüpft werden müssen. Genau an diesem Punkt setzt unsere Integrations-Plattform an.“ Lahmes Nicken in der Runde. Mehrere Teilnehmer schielen verstohlen zur Uhr oder auf ihre Mobil-Geräte.

Die Lehre geht ins Leere. Der Ingenieur hat zwar die Software installiert und eingerichtet, doch er bleibt in seiner Fachlichkeit und kommuniziert dadurch über die Köpfe der Anwesenden hinweg. Anderes wäre es gewesen, wenn sich der Teilnehmerkreis aus Personen mit passenden Vorkenntnissen (= andere Experten) zusammengesetzt hätte. Was passiert auf der psychologischen Ebene, wenn Menschen miteinander reden und die eine Seite die eine andere nicht versteht? Dazu müssen zwei Perspektiven betrachtet werden:

Experte: Mit Fachwissen und Kompetenz will er zeigen, dass sein Produkt oder seine Lösung genau passend für die Abnehmer oder Anwender ist. Durch möglichst detaillierte und umfangreiche Informationen versucht er, das Vertrauen des Gegenübers bzw. der Gruppe gewinnen.

Laie (Kaufinteressent, Kunde, Anwender …): Er hat ein anderes Hintergrundwissen als sein Gegenüber. Und ganz sicher hat er bestimmte Fragen zum Thema. Im schlimmsten Fall dumm und unterlegen. Da der Experte ihn in diese unangenehme Situation bringt, mag er diesen nicht.

Sowohl in Lehr-Lernkontexten als auch in Beratung und Verkauf ist dieser ungewollte Effekt denkbar ungünstig für den Spezialisten und sein Unternehmen. Es liegt also im Interesse von technologieorientierten Firmen, dass ihre in Beratung, Schulung, Vertrieb oder Verkauf Beschäftigten in der Lage sind, komplexe Inhalte an Gesprächspartner ohne entsprechendes Vorwissen zu übermitteln. Dazu ist zunächst wichtig zu erkennen, ob die Adressaten das Gesagte oder Gezeigte (Anwendungen am Bildschirm, Präsentationen …) nachvollziehen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird nämlich der Versuch unternommen, Verstehensdefizite zu verbergen – sowohl vor dem Erklärenden als auch ggf. vor anderen Anwesenden (z. B. Vorgesetzte). Folgende Signale können ein Hinweis sein, dass verständlicheres Sprechen oder Präsentieren gefragt ist: Der technische Laie …

  • schaut für längere Zeit im Raum herum und vermeidet den Blickkontakt
  • bekommt glasige Augen und wirkt geistesabwesend
  • wirkt unruhig und rutscht auf seinem Stuhl herum
  • spielt gedankenverloren mit Gegenständen oder hantiert mit seinem Handy herum
  • gibt mit monotoner Stimme Antworten wie („Ist klar!“, „Verstehe“, „Ah ja“ …)

Auch durch Kontrollfragen kann ermittelt werden, ob weiterer Erklärungsbedarf besteht. Doch Achtung: Die direkte Nachfrage, inwieweit jemand einen Sachverhalt verstanden hat, kann zu Verlegenheit und zu einer Notlüge führen. Deshalb ist Diplomatie gefordert. Eine Verständnisüberprüfung sollte immer mit „Ich möchte sicher sein, dass meine Erläuterungen richtig bei Ihnen ankommen“ oder „Damit wir von den gleichen Voraussetzungen ausgehen“ begründet werden. Das gleiche gilt für die Bitte, das Gehörte in eigenen Worten zusammenzufassen. Ebenfalls geeignet ist die Frage, welche der bisher erläuterten Schritte dem oder den anderen klar sind. Denn kaum jemand kann bei schwierigen Sachverhalten umreißen, was er nicht verstanden hat.

Fünf Tipps, wie sich Experten noch besser auf Laien einstellen können:

  1. Kurze Sätze sind leichter zu erfassen als verschachtelte Bandwurmkonstruktionen.
  2. Es sollte beschrieben werden, was der Kunde bei der Anwendung der Technologie oder des Produktes sieht, hört, erlebt und tut. Wird er immer wieder einbezogen, fördert dies seine Aufmerksamkeit.
  3. Beispiele, Vergleiche, Zeichnungen und andere Visualisierungen verdeutlichen komplexe Inhalte. Wichtig ist dabei, dass Beispiele und Vergleichsobjekte aus der „Welt“ des Gesprächspartners stammen.
  4. Wichtige Fachbegriffe müssen erklärt werden. Manchmal kann es auch hilfreich sein, dem Gesprächspartner oder der Gruppe ein kleines schriftliches „Glossar“ (max. eine Seite) an die Hand zu geben. Der Spickzettel wird auf den Tisch gelegt. 
  5. Der Laie sollte steuern, wie viele Informationen er bekommt. Weites Ausholen führt zu Verwirrung.

Die Reduktion auf Wichtiges sorgt für Verständlichkeit, selbst wenn dadurch Informationen verloren gehen. Es ist besser, der Kunde versteht ein Bisschen als nur Bahnhof. (Birgit Lutzer)

Per Klick zum Auftrag: Unternehmensauskunft.com

Maschinenbau-Unternehmerin Katharina F. sucht eine Spedition für eine größere Lieferung in die Schweiz. Und der smarte Dominik K. ist unzufrieden mit seinem Haarschnitt. Deshalb will er den Friseur wechseln. Beide haben nichts miteinander zu tun, außer, dass sie auf derselben Internet-Seite suchen: www.unternehmensauskunft.com.

Unter dem Stichwort „Firmen finden“ hat die „Kapelan e-promote UG“ ein Portal ins Leben gerufen, in der jeder Interessierte professionelle Anbieter in ganz Deutschland oder speziell einer Region bzw. Stadt suchen kann. Das praktische Online-Branchenbuch liefert Geschäftsinformationen über fast 4.600.000 Unternehmen, und zwar vom Autoteile-Zulieferer über die Karateschule bis hin zur Zeitarbeits-Firma.

Anhand einer Ranking-Liste können Seitenbesucher die meistbesuchten Kategorien oder auch die zuletzt aktualisierten Informationen ersehen. Firmenauskunft-Betreiber Olaf Brenn erläutert: „Am meisten nachgefragt sind Einzelhandel, Architektur und Immobilien – dicht gefolgt von Friseuren und dem Baugewerbe einschließlich Handwerk.“

Hinzu kommen übergreifende Informationen aus rund 6.000 Branchen. Journalistische Artikel zu aktuellen Themen und empfehlenswerte Links runden das Angebot ab. Brenn nimmt Stellung zum Konzept der Internet-Seite: „Wir suchten eine Möglichkeit, die gezielte Firmensuche mit nützlichen Brancheninformationen zu verknüpfen. Die Zahl der Zugriffe zeigt, dass dies gelungen ist.“

Wer sein Unternehmen kostenfrei eintragen möchte, ist nur wenige Maus-Klicks weit davon entfernt, wie Brenn betont: „Mit einem Eintrag auf Unternehmensauskunft.com erreichen Firmen ihre Zielgruppe treffsicher. Ein einfach auszufüllendes Formular führt sicher durch die Eintragung.“ Der Clou sei, dass dieses allenfalls ein paar Minuten dauere. Dennoch sei Aufmerksamkeit erforderlich: „Je genauer Sie ihr Unternehmen beschreiben, desto größer ist der Erfolg.“ Nach dem Absenden der Eingaben wird ein Account generiert. Gleichzeitig erfolgt das Zusenden der Benutzerdaten per Email von info@unternehmensauskunft.com erhalten.

Der in der E-Mail enthaltenen Link muss nur noch angeklickt werden, um den Account zu aktivieren und auf Wunsch weitere Extras für den Eintrag nutzen zu können. Das hat auch Maschinenbau-Firmenchefin Katharina F. getan: Nachdem sie innerhalb kurzer Zeit eine geeignete Spedition fand, trug sie schnell die eigenen Firmendaten ein. Und schon klingelte das Telefon … (Birgit Lutzer)

Wichtige Kemper-Storatec-Fachkräfte jetzt bei profil systems

Nachdem Kemper-Storatec im Frühjahr die Geschäftstätigkeit eingestellt hat, sind die Hauptverantwortlichen für den Bereich der Lagerlogistik, Wolfgang Rasche und Lars Krügel, seit kurzem für die Firma profil systems in Bissendorf tätig.

Wolfgang Rasche

W. Rasche

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L. Krügel

Sie sind nun Teil eines Teams von über 30 Fachleuten, die Intralogistik-Projekte realisieren, Lagerverwaltungssysteme implementieren und Modernisierungen durchführen. Hinzu kommen Service- und Wartungs-Aufträge für Produktions- und Logistikanlagen aller Hersteller. Auch SPS-, PC-, Mobil- und Web-Anwendungen gehören dazu. So haben ehemalige Kunden eine neue Anlaufstelle für Anforderungen rund um ihre Lagerlogistik.

Steuerungsfachmann Rasche ist weiterhin für die Bereiche der SPS-Programmierung, Elektrotechnik und Hardware zuständig. In gewohnter Weise arbeitet er mit Lars Krügel zusammen, der sich um die Programmierung, Installation und Inbetriebnahme der Lager- und Logistiksysteme kümmert.

Rasche: „Wir sind ein eingespieltes Team, das auch im Servicefall sofort aktiv wird.“ Auch Lars Krügel bestätigt: „Eine Reihe ehemaliger Kemper-Kunden hat sich schon bei uns gemeldet, denn wir haben die Programme für Lagerverwaltung und Steuerung selbst entwickelt.“ Zusätzlich zu diesem Know-how sind die beiden dabei, sich in die Lagerverwaltungs- und Steuerungssysteme von profil systems einzuarbeiten.

Krügel: „Wir kennen die Kemper-Kunden und ihre Anlagen. Bei einer Umrüstung auf den neusten Stand eines Lagers können wir auch hier besten Service bieten. An profil systems schätzt der Softwareentwickler das Team wegen der guten Zusammenarbeit. „Alle verfolgen ein Ziel. Tauchen Fragen oder Probleme auf, ist immer jemand dabei, der weiterhelfen kann.“ So werden aus Problemen sehr schnell Lösungen. (Birgit Lutzer)

Kontakt:

profil systems Systeme für Produktions- und Distributionslogistik GmbH, Gewerbepark 18, 49143 Bissdorf, web: www.profilag.de, info@profilsys.de, fon: +49 5402 609970, fax: +49 5402 60997 44