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Ach du Schreck – Schlüssel weg!

SchluesselJulia M. hat sich perfekt auf ihr Vorstellungsgespräch vorbereitet. „Jetzt nur nicht den Schlüssel vergessen“, schießt es ihr durch den Kopf. Ein prüfender Blick in den Spiegel, dann greift sie nach ihrer Aktentasche und zieht die Wohnungstür hinter sich zu. Erst am Auto bemerkt sie, dass der Schlüsselbund immer noch auf dem Küchentisch liegt. Zum Glück gibt es für diese und andere Fälle den Schlüsseldienst Bielefeld (www.schlüsseldienst-bielefeld.net).

Dessen Geschäftsführer Jonas Richter erläutert: „Es passiert immer wieder, dass sich Menschen aus ihrer Wohnung oder ihrem Haus aussperren. Besteht Zeitdruck wie etwa bei einem Vorstellungsgespräch, ist schnelles Handeln erforderlich.“ Viel Zeit könne verschwendet werden, wenn der Schlüsseldienst spät eintreffe. Hinzu komme zuweilen ein großer Aufwand beim Türöffnen. Richter: „Während früher die klassische Scheckkarte oder ein Dietrich ausgereicht hat, sind die heutigen Schließmechanismen immer komplizierter und dadurch sicherer.“

Julia M., die wegen ihrer laufenden Bewerbungen anonym bleiben möchte, verrät: „Zum Glück musste ich nicht lange warten. Nach 20 Minuten war ein freundlicher Schlüssel-Fachmensch da und hat die Tür für mich geöffnet.“ Sie fügt hinzu, Beschädigungen seien auch nicht aufgetreten. „Man sieht der Tür nichts an und das Schloss funktioniert einwandfrei.“

Insbesondere vor wichtigen beruflichen Terminen ist es erforderlich, sich zu konzentrieren. Julia M. beispielsweise hat einen ganz einfachen Denkfehler begangen, bevor Sie aus dem Haus gegangen ist. Sie hat sich selbst gesagt: „Jetzt bloß nicht den Schlüssel vergessen.“ Zu jedem konkreten Gedanken oder zu einer Äußerung erstellt das Gehirn, vereinfacht ausgedrückt, ein Bild, welches bei anstehenden Handlungen als „Vorlage“ genommen wird. Das Wörtchen „nicht“ kann nicht visualisiert werden, so dass vor dem inneren Auge das Bild vom Liegenlassen des Schlüssels erscheint. Ein kleiner Test kann helfen, den Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu überprüfen: „Denken Sie jetzt nicht an ein Nilpferd mit roten Gummistiefeln!“ Und? Haben Sie ein Flusspferd mit Fußbeleidung gesehen? Es ist also besser, Pläne oder Handlungsanweisungen positiv zu formulieren wie z. B. „Unbedingt daran denken, den Schlüssel in die Tasche zu stecken.“

Auch Jonas Richter hat Tipps für Menschen unter Zeitdruck, die helfen können, den Schlüssel immer zur Hand zu haben:

  • Feste Rituale und Routine helfen gegen Stress. Gewöhnen Sie es sich an, vor dem Zuziehen der Tür noch einmal nach dem Schlüssel zu tasten oder zu sehen.
  • Lassen Sie einen Ersatzschlüssel fertigen. Doch Vorsicht: Als Mieter müssen Sie dazu erst die Erlaubnis Ihres Vermieters einholen.
  • Vorsicht mit dem Verstecken von Ersatzschlüsseln an scheinbar sicheren Orten: Einbrecher kennen die typischen Stellen und werden schnell fündig.
  • Hinterlegen Sie einen Ersatzschlüssel bei Nachbarn, Freunden oder anderen Vertrauenspersonen in der Nähe. Achten Sie darauf, dass Sie diese Menschen auch telefonisch erreichen können (Abspeichern auf dem Handy oder Notrufliste)

Text: Birgit Lutzer.

Netzwerkpflege leicht gemacht

Ein funktionierendes Netzwerk will wie eine Pflanze sorgfältig gepflegt werden. Dazu gehört, anderen einen Nutzen zu bieten, denn Geben und Nehmen müssen im Gleichgewicht bleiben. Networking-Experte Stéphane Etrillard erläutert, wie Sie Ihre Kontakte dauerhaft lebendig halten.

Sie sollten sich nicht erst dann bestimmte Personen erinnern, wenn Sie sie brauchen. Kleine Gefälligkeiten Ihrerseits stärken Ihre Position im Netzwerk und rufen anderen Ihren Namen wieder ins Gedächtnis.Deshalb gilt es, möglichst viele Anlässe zu nutzen, um sich in Erinnerung zu rufen. Hochzeiten, Geburtstage, Umzüge, eine neue Arbeitsstelle – besondere Anlässe aller Art sind Gelegenheiten, um vorhandene Kontakte am Laufen zu halten.

Zudem können Sie hierbei oft zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, indem Sie Ihren Informationsstand aktualisieren. Ihre Kontakte sollten Sie in einer übersichtlichen Datenbank speichern; hier muss daran gedacht werden, laufend Anpassungen vorzunehmen. Dies gilt insbesondere, wenn Sie damit mehrere hundert Kontakte verwalten. Es geht mehr Zeit verloren, wenn Sie eine Telefonnummer kurzfristig neu recherchieren müssen oder wenn sich herausstellt, dass ein Geschäftspartner schon seit Monaten einen neuen Job hat. Lassen Sie immer auch Platz für Anmerkungen wie Geburtstage, Interessen und sonstige wichtige Daten.

Statt etwa einen automatisierten Glückwunsch über XING zu schicken, kommt es oft besser an, eine persönliche E-Mail zu schreiben oder auch, eine Online-Grußkarte zu schicken. Bei dieser sollten Sie jedoch nachfragen, ob sie auch ankommen ist. Denn manchmal landet solche Post sofort im Spam-Ordner des Empfängers. Oft ergeben sich durch eine derartige Kontaktaufnahme sogar Aufträge, und zwar nach dem Motto „Gut, dass Sie sich melden. Wir hätten da eine Anfrage an Sie.“

Wichtige Kontaktpersonen für Ihr Netzwerk sind Medienvertreter. Denn diese erreichen, wenn sie einen positiven Bericht über Sie schreiben, auf einen Schlag eine breite Öffentlichkeit. In der Zusammenarbeit mit Journalisten ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn Pressearbeit ist Beziehungsarbeit. Unterhalten Sie einen natürlichen und lockeren Kontakt zu ihnen. Wenn Sie wissen, dass ein Redakteur aus Ihrem Netzwerk an einem bestimmten Thema arbeitet, können Sie ihm, wenn Sie zufällig darauf stoßen, z. B. Links mit nützlichen Informationen zukommen lassen. Dringend abzuraten ist von aufdringlichen Versuchen, einen Pressevertreter zum Schreiben eines bestimmten Berichts zu drängen. Besser ist die defensive Variante: Fragen Sie bei Gelegenheit, an welchen Themen aus Ihrem Spektrum die Redaktion vielleicht Interesse hätte. Außerdem ist es wichtig, scheinbar unwichtige Volontäre oder junge freie Mitarbeiter von Anfang an höflich zu behandeln. Auch der kleine Praktikant von heute kann übermorgen Chef vom Dienst sein. (Stéphane Etrillard)

Über Stéphane Etrillard

Foto: Sylke Gall.

Der internationale Keynote Speaker zählt zu den Top-Wirtschaftstrainern im deutschsprachigen Raum. Der mehrsprachige Vortragsredner gilt als führender europäischer Experte für persönliche Souveränität. Sein Know-how ist in den letzten 18 Jahren in der Beobachtung und Begleitung von mehreren Tausend Führungs- und Nachwuchskräften aus unterschiedlichsten Branchen entstanden. Er ist Autor von über 40 Büchern und Audio-Coaching-Programmen, die zu den Business-Topsellern zählen. Täglich lesen über 30.000 Menschen seine Coaching-Impulse in den sozialen Netzwerken. 2013 wurde sein Buch „Mit Diplomatie zum Ziel“ im WirtschaftsBlatt in die Top Ten der deutschsprachigen Wirtschaftsbücher aufgenommen.

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