Monthly Archives: Oktober 2015

Lager-Optimierung mit Köpfchen
 bei heroal

(Firmen-Info) Optimale Lieferzeiten und -quoten von 98 % – das ist es, was der Aluminium-Spezialist heroal unter anderem als Serviceleistungen definiert. Mit der alten Technik im Hochregallager Hövelhof war dies nur noch mit erheblichem Aufwand gegeben. So entschlossen sich die Verantwortlichen vor einiger Zeit, das Logistikzentrum in Hövelhof zu optimieren. Heute läuft alles am Schnürchen – dank einer Komplettlösung des Bissendorfer IT- und Steurerungstechnik-Spezialisten profil systems.

heroal-Werksleiter Jürgen Schöppner beschreibt die Ausgangssituation genauer. „An der Einlager-Station des Hochregallagers mussten die Mitarbeiter vor der Optimierung alle Wareneingänge manuell erfassen.“ Durch Wege zu einem separat aufgestellten PC sei ein hoher Zeitaufwand entstanden. Ähnlich schildert Schöppner rückblickend die Situation an der Kommissionier-Station: „Wer sich über den Stand der Dinge informieren wollte, musste erst den Leitstand betreten und auf einen Bildschirm am Schreibtisch blicken.“ Neben der Automatisierung der Eingaben und der Verkürzung von Wegstrecken sollten neue Sicherheitskonzepte Bestandteil des Retro-fits werden.  Instandhaltungs-Fachkraft Andreas Erdbories ergänzt: „Außerdem hatten wir das Lagerverwaltungssystem umgestellt. Dadurch entstanden zusätzlich Schnittstellenprobleme.“

Als große Herausforderung standen die elektromechanischen Schwächen im Raum. Neue SPS Steuerungen und neue Antriebsmotoren waren notwendig geworden. heroal suchte nach einem Partner, welcher alle Aufgaben von der Mechanik bis hin zur IT-Technik umsetzen konnte.

Die Aufgabe, der sich die Bissendorfer System-Spezialisten stellen mussten, war durch die unterschiedlichen Anforderungen sehr vielschichtig und erforderte Expertise in verschiedenen Fachbereichen. Software-Entwickler Volker Speckmann:  „Der Kunde erhielt von uns eine Komplettlösung. Wir verbanden dabei Sicherheitstechnik, E-Technik, Software und Steuerung am PC – unter Berücksichtigung von Materialfluss und Logistik.“ Gefragt gewesen sei ein flexibles Retro-fit-Modernisierungskonzept, denn viele der vorgefundenen Geräte und Anlagenteile sollten eingebunden werden.

Kurze Wege und schnelle Blicke

Durch das gezielte Anbringen von gut sichtbaren Displays konnten viele überflüssige Wege vermieden werden, wie heroal-Schichtleiter James Roach bestätigt. „Früher mussten die Paletten von uns manuell eingescannt und kontrolliert werden. Heute läuft dieser Vorgang automatisch.“

Heroal-08-mini

Vor dem Aufnehmen erfasst ein Scanner in der Einlager-Station die Paletten. Die Informationen werden sofort ins System einspeist und visualisiert.

Roach weist auf ein Display im Staplerfahrzeug. Dort erscheinen die vom Scanner erfassten Informationen über die Palette. Der Mitarbeiter kann im Fahrzeug sitzen bleiben und die Last dorthin transportieren, wo sie eingelagert oder benötigt wird. Dadurch spart er im Vergleich zu vorher viel Zeit. Auch an der Kommissionier-Station hängen nun leicht zugänglichen und gut sichtbaren Stellen große Displays. Ein Farbsystem zeigt den Zustand von Lager und Anlage.

Momentan läuft alles wie geschmiert. Josef Brinkmann und sein Team haben das Lager fest im Griff.

Roachs Kollege Josef Brinkmann erklärt seine Bedeutung: „Grüne Bediengeräte sind in Bewegung, Gelb zeigt an, dass sich Fahrzeuge im Standby-Betrieb befinden und Rot weist auf eine Störung des Regalbediengeräts hin.“Der mit Glas eingefasste Leitstand ist die zentrale Steuereinheit des Hochregallagers. Mit diesem können die Verantwortlichen in Abläufe eingreifen und Störungen beseitigen. Möglichst viele zeitraubende Abläufe zu verkürzen, war ein weiterer Teil des Lösungs-Konzepts.

Automatisierte Abläufe

Paletten mit Kommissionier-Ware fahren automatisch aus der Lagergasse heraus. Denselben Weg zurück nehmen bearbeitete Träger nach einem Impuls durch die Mitarbeiter. Jedes Regalbediengerät wurde von den Profilsystems-Fachleuten mit neuem Antrieb und separatem Schaltschrank ausgestattet. Werksleiter Schöppner: „Es wurde alles so umgesetzt, dass die Arbeit in den anderen Gassen weiterlief. Vier von fünf Gassen waren immer in Betrieb.“ Fast lautlos fahren die Paletten in den Sicherheitsbereich hinein und wieder hinaus. Die Abläufe können durch die Glasscheibe beobachtet werden. Neben der Automatisierung legten die heroal-Auftraggeber großen Wert auf eine verbesserte Sicherheit in ihrem Logistikzentrum.

Sicherheit und Risikominimierung

An kritische Stellen platzierten die profil systems-Ingenieure Sicherheitsschaltleisten. Auf einen ungeplanten mechanischen Reiz wie etwa einen Stoß hin, schaltet sich die Anlage automatisch ab. So ist die Quetschungs-Gefahr ausgeschlossen.

Heroal-05-mini

Ist der Weg wirklich frei? Erst dann, wenn Kommissionierer Johann Krüger oder einer seiner Kollegen die Leine zieht, fährt die bearbeitete Palette zurück in die Gasse.

Auch das Zurückgleiten bearbeiteter Paletten in die Gassen wurde verbessert. Früher fuhren die Träger mit der Restware automatisch zurück. Heute muss ein Mitarbeiter zunächst prüfen, ob der Weg frei ist und dann an einer Leine mit Triangel-Griff ziehen, um den Prozess in Gang zu setzen. Insgesamt waren die heroal-Verantwortlichen so zufrieden, dass sie als Anschlussprojekt die Programmierung von fünf Schnittstellen für ihr Lager am Produktionsstandort in Verl in Auftrag gaben. Schöppner: „Wir haben hier nahezu reibungslose Abläufe und dadurch die Möglichkeit, noch mehr Kundenanfragen in kurzer Zeit zu erfüllen.“

Die Verbesserungen auf einen Blick:

Einlager-Station

Altes System Neues System
Manuelle Erfassung und Kontrolle der Wareneingänge Scanner erfasst Paletten automatisch Auf einem Display im Staplerfahrzeug werden Infos zur Palette automatisch angezeigt
Hoher Zeitaufwand durch Wege zu einem separat aufgestellten PC Mitarbeiter kann sofort reagieren. Gleichzeitig erhöht sich der Warenfluss.
Der Transport ist identisch Die Waren werden durch ein Kransystem unter der Decke erfasst und in die Regale geräumt.
Sicherheit überwiegend von den Mitarbeitern abhängig Zusätzliche Sicherheitssysteme

Kommissionier-Station

Altes System Neues System
Um den Status des Hochregallagers abzufragen, muss der Leitstand betreten und an einem Rechner nachgeschaut werden. Ein allseits sichtbares Display zeigt sowohl außen am Leitstand als auch am Bildschirm innen den Zustand der Anlage an und visualisiert  durch ein Farbsystem, inwieweit Handlungsbedarf besteht.
Die Palette wurde nach dem Bearbeiten automatisch eingelagert. Ist die Palette bearbeitet worden, überprüfen die Mitarbeiter ob der Weg frei ist und ziehen an einer Reißleine. Erst dann erfolgt die automatische Einlagerung in das Hochregallager.
Keine Warnung Integration von Sicherheitsschaltleisten, die auf Berührung reagieren und den betroffenen Anlagenbereich abschalten.
Keine gezielte Verteilung der Erzeugnisse Gleiche Produkte werden auf verschiedene Gassen verteilt, um bei technischen Problemen immer Zugriff auf das Erzeugnis zu haben
Stahlbau und Mechanik waren gut funktionsfähig und sollten weiter genutzt werden. Erneuerung von Schaltschrank, Sensorik und Antriebstechnik, um die Konstruktion und die Stahlbauelemente weiter nutzen zu können

Text und Fotos: Birgit Lutzer.

Kontakt:

profil systems Systeme für Produktions- und Distributionslogistik GmbH, Gewerbepark 18, 49143 Bissdorf, info@profilsys.de, fon: +49 5402 60997-0

IHK ehrt Azubis: 259-mal Note „sehr gut“

(Firmeninfo) Die erfolgreichen Absolventen der Sommerabschlussprüfung der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) wurden am 21.10.2015 von IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven und IHK-Geschäftsführer Swen Binner für ihre hervorragenden Leistungen mit dem Bestenpreis der IHK geehrt worden.

Von den insgesamt 6.071 Auszubildenden, die von ehrenamtlich besetzten Prüfungsausschüssen der IHK geprüft wurden, erreichten 259 die Note „sehr gut“. Nach Worten Meier-Scheuvens haben die Auszubildenden mit ihrem sehr guten Ergebnis Fleiß, Ehrgeiz und positives Denken bewiesen.

„Mit den im Laufe Ihrer Ausbildung erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten und Ihren besonderen Erfolgserlebnissen sind Ihr Selbstvertrauen und damit auch Ihre Persönlichkeit gewachsen. Während Ihrer Ausbildung sind Sie in Ihren Betrieb integriert worden und haben gezeigt, dass Sie in einem Team arbeiten können“, lobte Meier-Scheuven die Geehrten in seiner Festrede. Er dankte allen Ausbildern, Lehrern und Prüfern für ihren Einsatz.

Die duale Ausbildung bezeichnete er als einen der wichtigsten Standortvorteile Deutschlands. Aktuell entwickelten sich die IHK-Ausbildungszahlen in Ostwestfalen positiv. „Gemeinsam müssen wir mehr Unterstützung anbieten, damit die Unternehmen ihre offenen Ausbildungsstellen adäquat besetzen können“, betonte Meier-Scheuven. Die Unternehmen seien gezwungen, die Anforderungen zu senken und auch schwächere Bewerber einzustellen. Gleichzeitig müsse die duale Ausbildung insgesamt weiterentwickelt werden. Dazu gehörten nicht nur neue Berufsbilder, sondern auch die Verdichtung der beruflichen Inhalte in Berufsgruppen.

Zum Schluss bedankten sich die Industriekauffrau Lena Borg und der Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung Julian Hohenstein, die beide bei der Bertelsmann SE & Co. KGaA in Gütersloh die Ausbildung gemacht haben, stellvertretend für die ehemaligen Auszubildenden bei allen Unternehmen, Ausbildern, Berufsschullehrern und der IHK mit deren Prüfern für das besondere Engagement. In einem Dialog machten sie deutlich, dass sie sich fachlich und vor allem persönlich weiterentwickelt hätten. Sie lobten insbesondere die abwechslungsreiche Ausbildung mit Praxisphasen im Unternehmen und die gut abgestimmte Theorie im Berufskolleg. Elisa Müller, Halbfinalistin des „Sing-a-Song“-Contests 2012 von Radio Gütersloh, begleitete die Bestenehrung der IHK Ostwestfalen musikalisch. (Kristina Fuchs, IHK Ostwestfalen Bielefeld)

Vielfachverwendung gegen die Plastikschwemme

(Firmen-Info) Pro Person gehen europaweit in Supermärkten und Einzelhandelsunternehmen jedes Jahr rund 200 Plastiktüten über den Ladentresen. Die meisten davon werden nach einmaligem Gebrauch weggeworfen – mit katastrophalen Folgen für die Umwelt.

Stefanie Werner vom deutschen Umweltbundesamt vertritt das Fachgebiet „Meeresschutz“. In einem Fachbeitrag über die Auswirkungen von Plastikmüll verriet sie: „Untersuchungen belegen, dass sich Plastiktüten regelmäßig in der Meeresumwelt finden, auch an Stränden der deutschen Nord- und Ostsee.“ Sie fügte hinzu, durchschnittlich dreiviertel der marinen Müllfunde beständen aus Kunstoffen. Die Tücke bestehe in folgendem Phänomen: „Plastikteile werden von Meeresorganismen oft mit Nahrung verwechselt, was zu inneren Verletzungen und Verhungern mit gefülltem Magen führen kann.“ http://www.umweltbundesamt.de/themen/eu-parlament-will-plastiktueten-verbrauch-deutlich Damit landet das Plastik auch wieder beim Menschen.

Auch aus diesem Grund möchte das EU-Parlament der Plastik-Schwemme einen Riegel vorschieben. Bis Ende des Jahres 2019 sollen EU-weit nur die Hälfte an leichten Kunststofftragetaschen verwendet werden wie im Jahr 2010 – bis 2025 nur noch ein Fünftel. Auf die Jahres-Stückzahl übertragen, bedeutet das eine jährliche Anzahl von 90 bzw. 40 Tüten pro Person. Für die Erfüllung dieser Vorgabe ist jedes EU-Land selbst verantwortlich. Deutschland steht mit einem jährlichen Durchschnittswert von 71 pro Person bereits jetzt gut da. http://www.umweltbundesamt.de/themen/eu-parlament-will-plastiktueten-verbrauch-deutlich

Ein Unternehmen, das die Auswirkungen der Plastikmüll-Diskussion zu spüren bekommt, ist der deutsche Druckvorstufendienstleister „Flexicon“ http://www.flexicon-group.com . Das Unternehmen ist in Halle/Westfalen ansässig und international aktiv. Vertriebsleiter Bodo Kison: „Wir sorgen dafür, dass Markenverpackungen in jedem Verkaufs-Regal der Welt gleich aussehen. Denn die Verpackung spielt oft die entscheidende Rolle für die Kaufentscheidung.“ Selbst wenn es in seinem Geschäft nicht primär um Einkaufstüten gehe, sei Plastik ein häufig genutztes Verpackungsmaterial. „Weltweit wird in vielen Unternehmen darüber diskutiert. Trotzdem fällt die Entscheidung oft zu Gunsten der attraktivsten Verpackung, die dann eben nicht die umweltfreundliche ist. Darüber hinaus werden insbesondere die Mehrkosten einer nachhaltigen Verpackung vom Verbraucher im Konsumverhalten bisher selten gewürdigt. Deshalb ist er der Meinung, dass die langfristige Umsetzung von Natur- und Umweltschutzzeilen nur durch gesetzliche Vorgaben forciert werden kann.

Auch in Schweiz wird das Thema heiß diskutiert, wie Daniel Trachsel, Geschäftsführer des Branchenverbandes Biomasse Suisse http://www.biomassesuisse.ch betont: „Aktuell ist alles im Fluss. Dies, weil das zuständige Bundesamt für Umwelt an einer Totalrevision der Technischen Verordnung über Abfälle arbeitet. Im Augenblick ist vorgesehen, dass nur vollständig mit biologisch abbaubaren Wertstoffen verpackte Lebensmittelabfälle ohne weitere Vorgaben in die Bioabfallschiene gehen dürfen.“ Parallel dazu liefen die Diskussionen um die Umsetzung einer Motion bzw. eines Antrags des Verbandspräsidenten Dominique de Buman im nationalen Parlament, der sich für ein Verbot der Gratisabgabe von Plastiksäcken einsetze. Wie dies an den Kassen der Verkaufsgeschäfte umgesetzt werden solle, sei jedoch noch unklar.

In beiden Ländern wird über eine Bezahlpflicht gesprochen, die zumindest in Deutschland schon oft umgesetzt wird. Eine andere Lösung besteht in der Verwendung von mehrfach verwendbaren Plastiktüten. Zwei umweltfreundliche Varianten hat der Schweizer Ingenieur und Erfinder Lars Rominger entwickelt – zu einen eine biologisch abbaubare Plastiktüte und eine, die besonders stabil und „unkaputtbar“ ist. Zur Letztgenannten sagt Rominger: „Die von uns eingesetzte RomoMax-Polymerfaser weist im Gegensatz konventionellen Polymerfasern, signifikant weniger Viskose und dafür mehr elastische Anteile auf. Dadurch ist sie statischer, tragfähiger und verhindert das Kriechen der Fasern bei langzeitiger extrem starker Beanspruchung.“ Dies entspricht dem Rat des deutschen Umweltbundesamtes: Deren Verantwortliche raten Verbrauchern, statt Einweg-Plastiktüten möglichst Mehrwegalternativen zu verwenden.

Kontakt:

Rominger Kunststofftechnik GmbH, Bleick 3b, CH-6313 Edlibach ZG

Tel.: +41-(0)41 / 756 03 15, Fax: +41-(0)41 / 756 03 16

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