Monthly Archives: September 2016

Ziellos im Hamsterrad???

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Welche Ziele haben Sie kurz-, mittel- und langfristig? Immer wieder fällt mir im Gespräch mit anderen Menschen auf, dass sie ihr Leben ziellos verbringen. Wen wundert es da noch, dass heute oft über das sogenannte „Hamsterrad“ gesprochen wird. Ergibt man sich einfach seinem „Schicksal“, kann wenig anderes dabei herauskommen. Diesem Gefühl liegt die Ohnmacht zugrunde, sein Leben nicht in der Hand zu haben. Selbstbestimmt zu leben, klappt aber nur, wenn man sich Ziele setzt und sich an ihrer Umsetzung orientiert.

Das hat unmittelbare Auswirkungen auf das private und berufliche Leben. Habe ich meine Ziele fest im Blick, nehme ich eine aktive Lebenshaltung ein. Ich ertrage mein Schicksal nicht, sondern gestalte mein Leben bewusst nach meinen Vorstellungen.

Wer ein Ziel hat, kann sich auf den Weg machen

Als Unternehmer komme ich nicht um Zielsetzungen herum, um vorauszuplanen. Habe ich ein Umsatzziel, muss ich mir zwangsläufig Gedanken machen, auf welche Weise ich es erreichen will. Aber was ist mit mir in meiner Rolle als Unternehmer? Zu den grundlegenden Zielen zählt z.B. die Vorstellung, was für ein Mensch ich sein möchte und was ich für meine persönliche Entwicklung tun werde. Wie gehe ich mit Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern um? Was tue ich für meine Familie und mein soziales Netzwerk? Will ich heftig und schnell leben, oder lang und gesund? Was will ich im Leben erreichen? In welchem Bereich möchte ich erfolgreich sein? Bin ich eher ein karitativ veranlagter Mensch, der sich für andere einsetzen will? Bin ich eher auf den unternehmerischen Bereich fokussiert und möchte geschäftlichen Erfolg erzielen? Möchte ich beide Ziele verknüpfen? Möchte ich ein eigenes Haus bauen, ein Segelboot kaufen oder ab 55 nur noch reisen?

Vorsorge ist mehr als Vermögensbildung

Neulich habe ich einen Freund, der seit 30 Jahren Unternehmer ist, nach seinen Nachfolge-Plänen gefragt. Er war entrüstet. „Damit habe ich doch wohl noch Zeit“, meinte er. „Ich bin doch erst 58“. „Dann willst du also frühestens mit 70 in den Ruhestand gehen?“, habe ich gefragt. Wenn man im Internet nach Unternehmern schaut, die einen Nachfolger suchen, wird man schnell fündig. Zehntausende Unternehmer werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. Viele davon stellen sich vor, von den monatlichen Zahlungen ihrer Nachfolger bequem ihr Alter finanzieren zu können. Andere glauben, eine so hohe Kaufsumme für ihr Unternehmen erzielen zu können, dass sie bis zu ihrem Tod finanziell versorgt sind. Und wenn das nicht klappt?

Nichts dem Schicksal überlassen

Sicherer wäre es, sich ein konkretes Ziel zu setzen, wann ich aus der aktiven Berufstätigkeit aussteigen will. Dann überlege ich, wie ich bis dahin ein Vermögen bilde, das mir zum Erhalt meines Lebensstandards ausreicht. Zusätzlich fange ich frühzeitig an, einen Nachfolger im eigenen Unternehmen aufzubauen. Vielleicht habe ich ein Kind, das meine Position übernehmen will. Eventuell baue ich jemanden aus meiner Mitarbeiterschaft systematisch auf. Oder ich vernetze mich mit einem jungen Unternehmer aus meiner Branche, der mein Unternehmen übernimmt, wenn ich aufhöre. Je nach Branche kann ich Kontakt zur IHK, HWK, Fachhochschule oder Hochschule aufnehmen, um geeignete Kandidaten zu finden. Ich tue alles, was mich dem Erreichen meines Zieles näher bringt. Keinesfalls verlasse ich mich darauf, dass sich kurz vor knapp schon jemand finden wird, der letztendlich meine finanzielle Situation absichern soll. Doch ohne Ziel kann ich nicht aktiv werden, sondern überlasse mich dem „Schicksal“.

Selbstbestimmt Geld verdienen

In den letzten Jahren habe ich auch völlig gegenläufige Erfahrungen gemacht. Da kommen Menschen auf mich zu, deutlich über 50 Jahre alt, und suchen nach einer neuen Herausforderung. Während sich andere mühselig über die letzten Jahre bis zum Ruhestand durch das Hamsterrad quälen, will es meine Klientel noch einmal wirklich wissen. Sie haben das Ziel, in den Jahren bis zum Ruhestand selbstbestimmt etwas zu tun, was ihnen Freude bereitet und Geld einbringt. Die meisten von ihnen haben bisher in leitenden Positionen gearbeitet, einige waren schon Unternehmer. Sie haben den Traum, ohne einen großen Apparat verantworten zu müssen, ihre Energie für Dinge einzusetzen, die sie zufrieden macht. Für sie ist Arbeit eine erfüllende Art, ihr Leben zu verbringen, allerdings weitestgehend zu ihren Bedingungen.

Ziele geben Sinn

Ähnliches erlebe ich auch im Ehrenamtsbereich, in den sich Menschen mit hohem Engagement und großer Zufriedenheit einbringen, wenn sie die passende Aufgabe gefunden haben. Wirksam zu sein, etwas voran zu bringen, etwas zu leisten und damit Ergebnisse zu erzielen, kann ein unternehmerisches oder ein karitatives Anliegen sein.

Um Erfüllung zu finden, muss man sich Gedanken über die eigenen Werte, Bedürfnisse und Wünsche machen. Daraus werden die Ziele sowie Zwischenziele entwickelt, um sie in überschaubaren Schritten erreichen zu können. Wer diese Ziele fest im Blick hat, kann nicht im Hamsterrad landen. Für ihn gibt es Entwicklung statt Stillstand. (Mike Warmeling)

An morgen denken: Firmennachfolge

Bisher hat die 61-jährige Firmenchefin Anne L. alle Überlegungen verdrängt, die mit ihrem Ruhestand zusammenhängen. Topfit engagierte sie sich im Geschäft – jetzt liegt sie nach einem Schlaganfall in der Klinik. Und ein Nachfolger fehlt. Was nun?

Den Gedanken, wie es ohne sie in der Firma weiterlaufen soll, schieben viele Unternehmer erst einmal zur Seite. Insbesondere dann, wenn talentierte eigene Familienmitglieder oder selbst aufgebaute „Kronprinzen“ fehlen, verschwindet die Zukunft im dicken Nebel. Michael Klumpp, einer der beiden Geschäftsführer der KP TECH Beratungsgesellschaft mbH aus Frankfurt am Main, warnt: Gut geplante und realisierbare Lösungen werden dadurch unmöglich gemacht.“

Als erfahrene Berater im Bereich der Unternehmensnachfolge unterstützen die Fachleute von KP TECH Corporate Finance ihre Kunden beim kompletten Prozess der Nachfolgeregelung. Klumpp: „Wir halten den Auftraggebern den Rücken frei, während diese ihr Hauptaugenmerk weiterhin auf ihr Tagesgeschäft richten können.“ Das Finden geeigneter Kandidaten wäre dabei nur ein Aspekt. Oft seien mit der Nachfolge komplexe Change-Prozesse verbunden: „Auf Wunsch unterstützen wir unsere Mandanten bereits im Vorfeld einer Nachfolge bei der Umstrukturierung des Unternehmens. Im Fokus stehen dabei die Trennung von Leitung und Kapital sowie die Konzeption eines Management– und Controlling-Systems zur Führung der Belegschaft.“ Er betont, diese Voraussetzungen steigerten den Erfolg der Nachfolgeregelung ebenso wie den Unternehmenswert. Seine Kollegin, Mit-Geschäftsführerin Sandra Preuß, ergänzt: „Das ist deshalb bedeutsam, weil in manchen Fällen auch der Verkauf der Firma in Frage kommt. Auch dabei können wir helfen.“

Das Leistungsangebot von KP TECH ist modular aufgebaut. Es beginnt mit gründlicher Vorbereitung. Bei dieser werden der Ist-Zustand ermittelt und die Zielsetzungen des Zusammenwirkens festgesetzt. Preuß: „Wir prüfen zusammen mit dem Mandanten alle möglichen Alternativen. Er erhält einen Projektplan mit Time-Table sowie weitere Unterlagen.“ Anschließend gehe es um das Finden geeigneter Nachfolgekandidaten oder auch Firmenkäufer, falls vom Auftraggeber gewünscht.“ Der Baustein „Verhandlungen/Übergabe“ enthalte alle erforderlichen Maßnahmen wie beispielsweise eine Risikoüberprüfung, Verträge, die Einführung des Nachfolgers sowie eine finale Übergabe. „Weitere typische Aufträge auf Firmenseite bestehen in Consulting beim Firmenverkauf, insbesondere dann, wenn es etwa um mehrere zusammenhängende Gesellschaften geht“, fügt Klumpp hinzu.

Die KP TECH Beratungsgesellschaft arbeitet im In- und Ausland. Innerhalb der Firmen-Gruppe sind über 30 Mitarbeiter an den Standorten Frankfurt am Main, London, Stockholm und Philadelphia beschäftigt. Klumpp: „Wenn wir die vergangenen Jahre Revue passieren lassen, sind wir schon sehr zufrieden.“ Innerhalb der Gruppe wurden weltweit mehr als 550 Corporate Finance Projekte in verschiedenen Branchen erfolgreich abgeschlossen. Preuß: „Unsere Kunden aus den USA, Europa und Asien haben den Teams in Deutschland, Amerika, Großbritannien und Skandinavien bei Unternehmenskäufen und -verkäufen, Nachfolgeregelungen und der Gewinnung von Beteiligungskapital vertraut. Das macht uns richtig stolz!“ (Birgit Lutzer)

Vorsicht, bissige Mitarbeiter!

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Eine Vielzahl von Studien belegt, dass es um die Motivation der Beschäftigten in deutschen Unternehmen nicht zum Besten bestellt ist. Doch auch bei den Mitarbeitern gibt es unterschiedliche Ausprägungen. Eine besondere Herausforderung für Führungskräfte sind Belegschaftsmitglieder, die die Firma durch ihr Verhalten schädigen.

Zum Einen gibt es die A-Mitarbeiter, diejenigen die den Karren ziehen, das Unternehmen nach vorne bringen und die gesetzten Ziele immer erreichen. Sie sind hoch motiviert und verspüren eine starke emotionale Bindung an die Firma. Diesen gegenüber stehen die B-Mitarbeiter. Sie haben Potenzial und sind meist noch formbar. Die Amerikaner nennen sie nine to fiver. Sie kommen und gehen pünktlich. Sie sind in der Regel verlässlich, doch bei schwierigen Aufgaben benötigen sie oft Unterstützung. Last but not least, die C-Mitarbeiter. Sie zeigen wenig bis gar kein Engagement und haben häufig schon innerlich gekündigt. Diese Mitarbeiter zeigen wenig Bereitschaft zur Weiterbildung. Ihr Verhalten bei anstehenden Veränderungen ist destruktiv. Sie machen Fehler und belasten das Betriebs- Ergebnis und -Klima. Die C-Mitarbeiter sind leicht auszumachen. Sicher, es ist nicht immer einfach, jemanden zu kündigen. Spaß macht es auch nicht, doch dennoch ist es manchmal unabdingbar.

Die wirklichen Probleme allerdings werden durch Mitarbeiter verursacht, die augenscheinlich einen guten Job machen und Loyalität heucheln. Heimtückisch untergraben sie die Leistung und Moral ihrer Kollegen. Sie beeinflussen deren Einstellung negativ und vergiften das Klima Ihres Unternehmens. Auf welche Leute Sie gut verzichten können (und sollten):

Tratschtanten und -onkels

Kennen Sie auch diese hinter vorgehaltener Hand geführten Gespräche? Sie klingen etwa so: „Schon gehört? Die Müller ist schon wieder abgemahnt worden.“ Oder- „Pssst, weißt du schon: Meier und Schulze stehen bei der Geschäftsleitung auf der Abschussliste. Die beiden sind todsicher bald raus.“

Tratschen verschwendet wertvolle Zeit, die für produktive Kommunikation genutzt werden könnte. Außerdem stellt es eine Respektlosigkeit gegenüber den betroffenen Kollegen dar und schafft ein Klima von Misstrauen.

Entscheidungs- Untergraber

Themen sind ausdiskutiert, Bedenken zerstreut, die am Meeting Beteiligten verständigen sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise. Doch unmittelbar danach fühlt sich eines der Teammitglieder „bewogen“, die besprochenen Themen erneut aufzugreifen und die Ergebnisse durch Verbalattacken, wie z. B.: „Ich sehe das ganz anders, da sollten wir noch einmal darüber sprechen, ich bin mit der Entscheidung nicht einverstanden“ zu sabotieren. Im Ergebnis werden Maßnahmen nicht konsequent umgesetzt und Ziele nicht erreicht.

Unzuständige

Tatort: Samstagvormittag in einer gut besuchten Elektronikabteilung eines Kaufhauses in der Innenstadt. Sie halten schon fast verzweifelt nach kompetentem Verkaufspersonal Ausschau. Dann endlich – Sie haben jemanden entdeckt. Sie eilen auf die freundlich dreinblickende Verkäuferin zu und erhalten auf Ihre Bitte um Unterstützung zur Antwort: „Für Smartphones bin ich nicht zuständig. Das macht der Kollege und der ist gerade in der Pause.“

Je kleiner das Unternehmen, desto wichtiger ist es, dass Mitarbeiter „mitdenken“, und tun, was getan werden muss – insbesondere in der Kommunikation und dem Umgang mit Kunden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es die eigentliche Aufgabe ist oder nicht. Solange dem Mitarbeiter keine unzumutbaren Arbeiten abverlangt werden und seine Fachkompetenz es zulässt, ist es sein Job, die an ihn herangetragenen Anforderungen zu erfüllen. Andernfalls signalisiert er: „Hey das kümmert mich nicht“. Diese Haltung macht im schlimmsten Fall aus einen gut funktionierenden Team eine zerstrittene Gruppe von Einzelkämpfern.

Unbelehrbare

Wer kennt nicht das berühmter Zitat von Alfred Krupp: „Wer arbeitet, macht Fehler. Wer viel arbeitet, macht mehr Fehler. Nur wer die Hände in den Schoß legt, macht gar keine Fehler.“ Fehler passieren uns immer wieder. Auf dem Weg zur Arbeit, im Büro, in der Freizeit: Fehler sind nun mal menschlich. Jedoch gibt es Mitarbeiter, die aus Ihren Fehlern nicht lernen. Immer wieder schlagen sie den Holzweg ein, und das kann teuer werden. Mitarbeiter, die sich als nicht lernfähig erweisen, stellen ein hohes unternehmerisches Risiko dar.

Ausbremser

Vielleicht kennen Sie auch diese Situation: Der neue Kollege ist hoch motiviert. Über die vereinbarten Ziele schießt er weit hinaus. Ihre Erwartungen werden mehr als erfüllt. Doch irgendwann wird ihm von einem „erfahreneren“ Kollegen gesagt „Du arbeitest zu viel, das lässt mich und die Kollegen beim Chef schlecht aussehen“. Hier wird versucht, den neuen Kollegen zu einer geringeren Arbeitsleistung zu bewegen, indem sozialer Druck ausgeübt wird. C-Mitarbeiter wollen nicht mehr tun, sie wollen, dass andere weniger tun.

Scheinbar Unverzichtbare

Wissen Sie, was das Kürzel T.E.A.M – gesprochen „Team“ bedeutet? Genau, „Toll ein anderer macht’s!“. Da gibt es Mitarbeiter, die die Erfolge ganzer Teams für sich beanspruchen, obgleich sich ihr tatsächlicher persönlicher Arbeitseinsatz in Grenzen hielt. Sie nehmen sich überbordend wichtig, bringen jedoch ihre PS nicht auf die Straße. Sie versuchen, Ihnen und dem gesamten Umfeld zu suggerieren, dass ohne ihr Zutun der Laden nicht läuft. Ein guter Teamplayer teilt die Erfolge mit seiner „Mannschaft“, er honoriert die Leistung anderer, lobt und lässt seine Kollegen „gut dastehen“. Insbesondere gute Führungskräfte feiern die Leistung ihres Teams, sicher in dem Bewusstsein, dass dessen Erfolge auch auf sie zurückfallen.

Rufschädiger

Ein Kunde beschwert sich, weil es zu einem Fehler bei der Lieferung gekommen ist. Anstatt sich nun der Beschwerde lösungsorientiert anzunehmen, reagiert der Mitarbeiter mit den Worten „Das habe ich nicht zu vertreten, dass waren die Kollegen aus dem Lager“, oder „Solche „Vögel“ haben die schon häufiger „abgeschossen“. Eine solche Aussage signalisiert dem Kunden „Wir sind uns hier uneins“, „Hier weiß eine Hand nicht, was die Hand tut“. Solche Aussagen sind unkollegial und setzten das Vertrauen des Kunden in die Leistungsfähigkeit des Unternehmens herab. Gute Kollegen und Mitarbeiter fangen die Kritik ab und lösen das Problem – unabhängig davon wer den Fehler begangen hat. Sie stecken die Kritik ein, weil sie damit umgehen können weil und sie vielleicht wissen, dass der Verantwortliche es gerade nicht kann. (Michael Borgstedt)

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Kunden per Empfehlung gewinnen

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Nutzen Sie konsequent den besten Weg zur Kundengewinnung? Das Empfehlungsmarketing ist der direkteste und preiswerteste Weg, neue Kunden zu gewinnen. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist es, sich aktiv für Empfehlungen einzusetzen.

Heute hat ein Kunde eine Vielzahl von Berührungspunkten mit einem Unternehmen, bevor er sich zum Kauf oder für eine Dienstleistung entscheidet. Was zeigt mir Google, was wird in Foren gesagt, welche Meinung haben die Kontakte in den sozialen Netzwerken und was bietet mir der stationäre Handel?

Will ich diese intensive Suche zu mir lenken, muss ich eine Vielzahl von Impulsen geben und mit meiner Webseite, meinem Facebook-Account, E-Mail-Marketing und auf anderen Kanälen präsent sein. Die Vernetzung dieser Aktivitäten gibt dann eventuell den entscheidenden Anstoß, weil ich mich als Experte mit dem attraktivsten Preis/Leistungsverhältnis dargestellt habe.

Empfehlungen kürzen die „Entscheidungsreise“ Ihrer Kunden ab

Viel einfacher funktioniert es, einen Kunden über die Empfehlung von jemandem zu gewinnen, der mit meinem Produkt oder meiner Leistung zufrieden war. Im Idealfall kürzt sich die „Entscheidungsreise“ auf 3 Stationen ab. „Weißt du jemanden, der XYZ anbietet?“ Der Interessent bekommt die Empfehlung, nimmt Kontakt zu mir auf und kauft oder vergibt seinen Auftrag.

Hin und wieder passiert der Glücksfall, dass ein zufriedener Kunde begeistert von meinem Angebot erzählt und bei seinem Gesprächspartner überhaupt erst das Interesse daran weckt: „Das ist ja toll. Das will ich auch!“

Wie motiviere ich meine Kunden, Empfehlungen abzugeben?

Ich gehe davon aus, dass Sie bis zum Kaufentscheid oder der Auftragsvergabe alles für die Zufriedenheit Ihrer Kunden tun. Aber betreiben Sie auch aktives Aftersales-Management?

Das startet schon an der Kasse oder beim Versand der Rechnung. „Schön, dass Sie mit unserer Leistung zufrieden sind. Hier ist ein kleines Dankeschön. Und über eine Weiterempfehlung an Ihre Freunde und Bekannten würden wir uns sehr freuen!“ Ein kleiner beigefügter Gutschein für den Kunden und seine Empfehlungsnehmer (Willkommens-Rabatt o.ä.) motiviert.

Als Dienstleister führe ich viele Gespräche. Bei der Begrüßung wird meine Visitenkarte gezückt. Bei der Verabschiedung lege ich 2 weitere Karten auf den Tisch. „Danke für das interessante Gespräch. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich an Ihre Geschäftsfreunde weiterempfehlen würden.“

Durchaus ergiebig ist auch die Frage: Wer aus Ihrem Bekanntenkreis könnte ebenfalls von meiner Leistung profitieren?“ Nennt mir mein Gesprächspartner Namen oder Unternehmen, habe ich dort einen guten Einstieg: „Herr Meyer von Schulz und Söhne hat bei mir Produkt xyz gekauft und mir empfohlen, mich auch an Sie zu wenden.“ In den allermeisten Fällen löst das Neugier und Begehrlichkeit aus. „Was? Der Meyer hat das gekauft? Welchen Vorteil hat er davon? Da muss ich mehr drüber wissen!“

Service-Bereitschaft demonstrieren

Ein erfahrener Vertriebler fragt 2 Tage nach einer Lieferung oder dem Abschluss einer Dienstleistungstätigkeit beim Kunden die Zufriedenheit ab. Viele Menschen neigen dazu, Ihre Entscheidung im Nachhinein anzuzweifeln. War das richtig? Hätte ich nicht besser…? Ruft dann jemand vom Anbieter an, der dadurch demonstriert, wie überzeugt er von seiner Leistung ist, vermittelt dieser Kontakt Sicherheit. Der Kunde fühlt sich ernst- statt ausgenommen. Außerdem kann man im Gespräch sofort Fragen klären, kleine Probleme lösen und zur Not Nachbesserung anbieten. Mit dieser Service-Bereitschaft löst man viele Situationen in Wohlgefallen auf. Ein kleiner Tipp am Rande: Gibt es Reklamationen, fragen Sie den Kunden, wie er sich die Lösung vorstellt. Es hat sich herausgestellt, dass Kunden meistens schon mit weniger zufrieden wären, als die Mitarbeiter des Unternehmens anbieten würden.

Eignet sich Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung für das Angebot von Service-Leistungen einige Zeit nach dem Kauf? Gibt es Modifikationen an einer neuen Produktreihe, die man Altkunden schmackhaft machen kann? Passt etwas anderes als Ergänzung zum zuerst Gekauften? Haben Sie eine Kundendatei, können Sie sich vieles einfallen lassen, um Ihre Kunden anzusprechen, zu informieren und zu motivieren. Nebenbei weisen Sie darauf hin, dass Sie sich über Empfehlungen freuen würden.

Werben Sie mit der Zufriedenheit Ihrer Kunden

Haben Sie Aufträge zur großen Zufriedenheit eines Kunden ausgeführt, bitten Sie ihn um eine kurze Referenz. Diese Referenzen können Sie in Ihren Verkaufsräumen, Ihrem Büro und auf Ihrer Webseite präsentieren. Die Zufriedenheit von Kunden ist auch auf diese Weise eine Empfehlung für Ihr Angebot.

Empfehlen Sie sich als Experte/Expertin

Nicht nur die eigene Webseite ist ein Medium, mit dem Sie Ihr Expertentum darstellen können. Foren, Xing, Arbeitskreise, Interessenverbände und viele andere Gruppierungen bieten sich an, um Ihre Kompetenz herauszustellen. Machen Sie sich in Ihrem Fachgebiet einen Namen. Dann werden Sie weiterempfohlen, wenn nach Ihrem Leistungsbereich gefragt wird.

Werden Sie einzigartig

Empfehlungsgebern wird es einfacher gemacht, wenn Sie sich als Unternehmen unverwechselbar machen. „Unternehmen Schmitt ist doch das mit dem rosa Elefanten auf dem Dach“ wäre eine denkbare Form, Aufmerksamkeit herzustellen. Was könnte bei Ihnen passieren, das diesem rosa Elefanten-Effekt entspricht? Seien Sie ungewöhnlich, sprechen Sie die Gefühle an, haben Sie Mut zum Anderssein. Man muss sich nicht zum Depp machen. Aber man kann es durchaus riskieren, Stadtgespräch zu werden und die Menschen zu verblüffen. Ist erst Ihr Unternehmen in aller Munde, wird auch Ihr Angebot bekannter. Wer über Sie spricht, empfiehlt Sie auch indirekt.

Es ist ein Fehler, den Kunden einfach ziehen zu lassen, wenn die Kasse geklingelt hat. Seine Empfehlung ist für jedes Unternehmen wertvoll. Schlechte Erfahrungen werden an mindestens 10 Personen weitergegeben, positive nur an 3. Pflegen wir mit unseren Kunden einen wertschätzenden Umgang über den abgeschlossenen Kauf hinaus, werden wir mit seinen Empfehlungen belohnt. (Mike Warmeling)

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Was tun, wenn das Image ramponiert ist?

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Manche Unternehmen beginnen erst dann mit der Pressearbeit und hektischem Krisenmanagement, wenn etwas passiert ist. Wer vorher schon bei den (Lokal-)Journalisten bekannt ist und ein positives Verhältnis zu den Medienvertretern aufgebaut hat, kann davon profitieren.

Was reagiert man am besten auf eine Krise? Behalten Sie als erstes die Nerven. Es gibt kein Patentrezept, denn jede Krise ist anders und erfordert das flexible Reagieren mit wirkungsvollen Maßnahmen. Was im einen Fall gut und richtig ist, kann im anderen die Krise verschlimmern. Manchmal sagen das eigene Gefühl und der gesunde Menschenverstand mehr als ein starres Regelwerk, das nicht auf den Einzelfall anwendbar ist. Es gibt allgemein gesprochen zwei Reaktionsmöglichkeiten: Entweder defensiv oder offensiv.

Defensiv:

  • Sie warten einfach ab, bis sich die Wogen von alleine geglättet haben. Diese Methode kann funktionieren und führt auch oft zum gewünschten Erfolg – wie z.B. der Blick in die Politik zeigt.
  • Sie reagieren mit einer Gegendarstellung in der Zeitung. Problem: Der Gegendarstellung wird in der Regel nicht geglaubt, weil die Zeitungen verpflichtet sind, sie unabhängig vom Wahrheitsgehalt im Wortlaut abzudrucken.
  • Sie versuchen, bestimmte Sachverhalte zu vertuschen. Aber die Krise kann um so schlimmer werden, wenn im Nachhinein „Mauscheleien“ ans Tageslicht kommen. Dadurch verlieren Sie Ihre Glaubwürdigkeit und alle Sympathien komplett!
  • Sie schotten sich gegen Medienvertreter ab nach dem Motto: „Sollen die doch schreiben, was sie wollen.“ Ob es der Wahrheit entspricht oder nicht: Es wird automatisch unterstellt, dass Sie etwas zu verbergen haben (vielleicht noch weitere Skandale???). Denn sonst könnten Sie ja getrost vor die Presse treten.
  • Sie reagieren mit einer Verleumdungsklage. Gerichtsverfahren dauern oft lange und kosten viel Geld. Zudem wird sich Ihr Image dadurch nicht verbessern, denn Sie wirken wenig dialogfähig.

Offensiv

Hier geht es um verantwortungsvolles Verhalten Betroffenen gegenüber und eine glaubwürdige Kommunikation, die das Vertrauen der Öffentlichkeit in Ihren Betrieb wieder herstellt. Wenn es Personen gibt, die durch Sie „Opfer“ geworden sind, kümmern Sie sich um diese – und wenn notwendig, auch um deren Angehörige. Beispiel: Ein Mitarbeiter hat sich durch unzureichende Sicherheitsmaßnahmen in der Werkstatt schwer verletzt. Ergreifen Sie Maßnahmen für die Zukunft, um solche Vorfälle zu vermeiden. Informieren Sie die Presse über diese Schritte und veranstalten Sie eine Pressekonferenz. Wenn Sie sich offen mit den Anschuldigungen auseinandersetzen und zeigen, dass Sie sich um eine Wiedergutmachung des Schadens bemühen, haben Sie eine größere Chance, das Vertrauen der Öffentlichkeit und Ihrer Kunden wiederzugewinnen.

Fazit

Ganz gleich, wie Sie sich entscheiden: Zunächst müssen alle Mitarbeiter über Ihre Kommunikationsstrategie informiert und darin einbezogen werden. Es nützt Ihnen nichts, wenn Sie als Geschäftsführer/in der Presse gegenüber ein Statement abgeben, das von einem ihrer Mitarbeiter in einem Interview widerlegt wird. Im Sinne einer möglichst objektiven Berichterstattung versuchen Journalisten natürlich, nicht nur mit dem Chef, sondern auch mit den Mitarbeitern zu sprechen. (Birgit Lutzer)

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