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Kommunikation 4.0 baut Grenzen im Kopf ab

Kommunikation 4.0

Kommunikation 4.0 ist wichtig für die Umsetzung digitaler Wandlungsprozesse. Neben technischem Fachwissen ist auch die Kompetenz gefragt, sich weit über die Landesgrenzen hinaus mit anderen Menschen zu verständigen. (Bild:  © peshkov / Fotolia)

Um Kommunikation 4.0 ging es am 18. und 19. März auf der Jobmesse in Oldenburg. Dieses Thema griff der REFA Nordwest-Regionalverband Weser-Ems an seinem Stand auf. Vorstandsmitglied Rainer Fritz (2. von links) lud hochkarätige Wirtschaftsvertreter ein, um mit ihnen über 4.0 zu diskutieren. Mit dabei waren der Personalleiter der BÜFA GmbH & Co. KG, Rainer Krause (rechts), und Joachim Wenke, Geschäftsführer Scan-Service Centrum Nord-West (links). Unter den Fragen von Moderatorin Dr. Birgit Lutzer (2. von rechts) kam eine lebhafte Diskussion zustande, der auch eine Reihe Messebesucher interessiert lauschte.

Kommunikation 4.0Einig waren sich die drei Experten, dass die Digitalisierung neben technischen auch kommunikative Herausforderungen mit sich bringt. BÜFA-Personalchef Rainer Krause (rechts) etwa betonte die Bedeutung digitaler Techniken für das virtuelle Zusammenwirken multikultureller Teams rund um den Globus. Krause: „Als Chemieunternehmen sind wir weltweit aufgestellt. Deshalb sind an den Arbeitsplätzen Offenheit, Toleranz und interkulturelles Lernen gefragt – mal ganz abgesehen von Fremdsprachenkenntnissen.“

Kommunikation 4.0 – Führungskräfte müssen die Mitarbeiter abholen

REFA Nordwest-Regionalverbands-Vorstand Rainer Fritz nahm Bezug auf eine weit verbreitete Fehlannahme in Firmen. „Die Entscheidungsträger glauben, mit Einführung der neuen Technologie sei die Arbeit getan.“ Damit 4.0-Prozesse jedoch richtig liefen, seien anders qualifizierte Mitarbeiter gefragt. „Sie müssen das technische Hintergrundwissen mit kommunikativen Kompetenzen verbinden. All das ermöglicht eine REFA-Weiterbildung. Außerdem sollten sich die Führungskräfte bemühen, ihre Belegschaftsmitglieder für die Neuerung zu gewinnen. „Sie müssen die Leute da abholen, wo sie in Hinsicht auf ihren Kenntnisstand und ihre emotionale Befindlichkeit stehen.“

Kommunikation 4.0 sollte bei Laien in Alltagssprache erfolgen

Kommunikation 4.0Speziell auf die Experten-Laienkommunikation ging Joachim Wenke in seinen Beiträgen ein. Mit seiner Firma Scan-Service Centrum Nord-West hat er sich auf das „papierlose Büro“ bzw. die Digitalisierung von Informationsträgern spezialisiert. „Um Mitarbeitern die Angst vor neuen Technologien zu nehmen, müssen sich Fach- und Führungskräfte Zeit nehmen.“ Statt Fachchinesisch seien Erklärungen in Umgangssprache gefragt. Und er forderte: „Die Zeit, die die Firma durch 4.0-Technologien einspart, sollten die Führungskräfte nutzen, um sie sinnvoll mit den Mitarbeitern zu verbringen.“ (Birgit Lutzer)

Verschwendung ade: Pizza backen mit REFA

VerschwendungVerschwendung lauert überall. Und dagegen gibt es ein Mittel: In REFA-Weiterbildungen erhalten die Teilnehmer Tipps, mit denen sie ihren Alltag verbessern können. In der Firma und auch privat. Denn die Vergeudung lauert immer in denselben Ecken. (Bild:  © Elnur / Fotolia)

Die sieben kritischen Bereiche sind Überproduktion, überflüssige Bewegungen, Wartezeiten, Transporte, Übererfüllung, Falsche Bestände und Fehler. Verschwendung lässt sich gut am Pizza-Backen erklären.

Wer soll das alles essen? Überproduktion

Backen Sie Pizza für Ihre Geburtstagsparty, sollte die Menge an die Gäste angepasst sein. Stellen Sie zu viel her, haben Sie ein Problem. Denn Pizza schmeckt nur frisch. Also wandert der Rest in die Tonne. Etwas Ähnliches passiert in Firmen. Wird zu viel produziert, versperrt die Ware den Weg. Sie muss eingelagert werden. Oder entsorgt, wenn es sich um verderbliche Produkte handelt.

Von hinten durch die Brust ins Auge: Überflüssige Bewegungen

Fertigen Sie zum allerersten Mal in Ihrem Leben eine Pizza in Eigenregie, läuft alles etwas holperig. Sie müssen den Teig mühsam ausrollen. Oh, da ist noch eine Beule! Sie müssen nachbessern. Ganz anders in der Pizzeria „Alfonso“. Da läuft alles am Schnürchen. Der Teig fliegt aus den Händen des Küchenchefs durch die Luft und landet als Fladen auf dem Backblech.

Däumchen drehen: Wartezeiten

Hefeteig muss gehen, bevor er weiterverarbeitet werden kann. Dieses Phänomen sollten Sie einplanen und ihn zwei Stunden vor dem Belegen erstellen. Sonst müssen Sie warten – und Ihre Gäste auch. Auch in Unternehmen entstehen durch schlechte Planung Wartezeiten, in denen die Leute zwangsweise Däumchen drehen müssen.

Zickzack-Kurs: Verschwendung durch Transporte

Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Zutaten für die Pizza an verschiedenen Stellen gelagert. Und Sie wüssten nicht auf Anhieb, wo die Knethaken für den Teig dieses Mal liegen. Sie wandern hin und her, bis Sie alles zusammen haben. Auch in Firmen entstehen durch ungeschickte Anordnung von Geräten und Produktionsmitteln überflüssige Wege.

Viel hilft nicht immer viel: Übererfüllung

Eigentlich reicht es, den Käse über die Pizza zu streuen. Dann können Sie alles in den Backofen schieben. Doch wenn Sie den Käse auch noch festdrücken, bringt das nichts. Denn er zerläuft sowieso. Sie machen einfach zu viel des Guten. In Betrieben werden bei der Produktion auch oft Handlungen vollzogen, die überflüssig sind. Denn sie tragen nicht zu einer Verbesserung des Ergebnisses bei. Was nicht steigert, stört.

Zu viel Hefe gekauft: Falsche Bestände

Durch das Pizza-Rezept ist festgelegt, welche Menge an Zutaten Sie benötigen. Wenn Sie viel zu viel Tomatensauce kaufen, bleibt eine Menge übrig. Und wenn Sie sich mit dem Mehl verschätzen, müssen Sie vielleicht zur Nachbarin gehen, um sich eine Tüte auszuleihen. Dagegen hilft nur der richtige Umgang mit dem Taschenrechner. In Firmen gibt es ebenfalls einen optimalen Bestand im Lager. Der sollte genau an den Produktionsprozess und an den Bedarf der Kunden angepasst sein.

Zucker im Teig und andere schlimme Fehler

Wenn Sie statt Salz Zucker in den Pizzateig kneten, müssen Sie  noch mal von vorne anfangen. Je später Sie es bemerken, desto schlimmer (und teurer) wird es. Denn dann haben Sie vielleicht schon Tomaten, Pilze und Käse aufgelegt. Die wandern dann mit in die Mülltonne. Und merken es erst Ihre Gäste beim ersten Biss, hilft nur noch der Pizza-Service „Alfonso“. Kostenpflichtig natürlich. Wird ein Produkt hergestellt, gilt das gleiche Prinzip. Je später der Patzer auffällt, desto höher sind die Beseitigungskosten.

In diesem Sinne: Guten Appetit bei Ihrer nächsten selbst gebackenen Pizza! (Birgit Lutzer)

Pressearbeit bringt Sie ins Gespräch

Pressearbeit

Pressearbeit ist Teil des Content-Managements. Und Sie befolgen damit den Grundsatz „Tu Gutes und sprich darüber.“ Wenn Sie Produkte der Spitzenklasse vertreiben, teilen Sie es der Welt über Medien mit. (Bild:  © ra2 studio / Fotolia)

Auch dann, wenn es um Ihre Arbeitgeber-Attraktivität geht, ist Pressearbeit gefragt. Denn wenn ein Bericht in der Zeitung, im Radio oder im Fernsehen erscheint, ist er besonders glaubwürdig. Mehr als Anzeige, die die meisten Menschen als „Werbung erkennen. Zudem wird Ihre Firma vor Ort und überregional bekannt – auch bei Leuten, die (noch) nicht direkt zu Ihren Kunden gehören.

Pressearbeit am besten beginnen, bevor es nötig ist

Problematisch wird es für ein Unternehmen, wenn es eine „negative Presse“ hat. Beispiel: In einer Druckerei läuft giftige Farbe aus. Und die sickert ins Grundwasser. Der Chef ist nicht versiert im Umgang mit Journalisten. Deshalb lehnt er eine Stellungnahme ab. Das Ergebnis: Die Druckerei wird als schlampig und ihr Boss als skrupelloser Umweltsünder dargestellt. Als Folge verliert die Druckerei wichtige Kunden. Zahlreiche verärgerte Bürger rufen an. Mit professioneller Pressearbeit wäre die Berichterstattung möglicherweise positiver ausgefallen!

Pressearbeit – was in Redaktionen abläuft

Die Zielgruppe Ihrer Pressearbeit sind Journalisten. Deshalb schauen wir zunächst hinter die Kulissen einer Redaktion. Der Arbeitsalltag dort ist von Hektik geprägt. Viele Medienvertreter/innen  hetzen von Termin zu Termin. Im E-Mail-Postfach häufen sich Presseinformationen. Deshalb kommt es darauf an, sich mit seiner Info („Waschzettel“) positiv von den anderen abzuheben. Machen Sie den Journalisten neugierig auf Ihr Thema.

Die meisten größere Zeitungen oder auch die Programm-Abteilungen von Funk und Fernsehen sind in bestimmte Ressorts (Wirtschaft, Politik, Kultur usw.) eingeteilt. Ihre Presseinfo sollte sofort an den richtigen Bereich gehen. Ermitteln Sie durch einen Anruf, wer für Ihr Anliegen zuständig ist. Erklären Sie kurz (!), um was es geht. ragen Sie, ob Sie die Info per Mail zuschicken dürfen. Tipp: Das „Bombardement“ der Medien mit unnötigen oder langweiligen Presse-Infos bewirkt das Gegenteil – nämlich den Gedanken „Ach – Firma X nervt schon wieder!“.

Koppelgeschäfte zwischen Anzeige und Beitrag – nicht erlaubt und trotzdem verbreitet

Bei vielen Medien ist ein Bericht an das Schalten einer größeren Anzeige gekoppelt. Manche Redakteure sind bei guten Anzeigenkunden sehr viel aufgeschlossener für einen redaktionellen Bericht. Das liegt daran, dass die Zeitungen von Anzeigenkunden leben. Wenn Sie sich gegen ein Inserat entscheiden, sind Thema und Aufmachung der Presse-Info besonders wichtig. Ein Hinweis zu Berichten aus Presseterminen: Die Reporter sind nicht verpflichtet, den Artikel vor Abdruck einem Interview-Partner zukommen zu lassen. Die Frage danach kann sehr negative Stimmung erzeugen. Auf eine höfliche und vorsichtige Bitte mit dem Zusatz „Ich weiß ja, dass es nicht üblich ist …“ werden die meisten Medienvertreter positiv reagieren. Bei sehr komplizierten Sachverhalten oder Interviews können Sie dies auch vorher klären. (Birgit Lutzer)

Checkliste zum Download: Zehn Tipps für Ihre Fachpressearbeit bei unserem Partner-Portal

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