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Auch Handwerksbetriebe brauchen eine überzeugende Website

Überzeugende WebsiteEine überzeugende Website ist heutzutage auch für Handwerksbetriebe wichtig. Denn mögliche Kunden recherchieren oft im Internet, bevor sie Kontakt aufnehmen. Doch was ist, wenn im laufenden Geschäft keine Zeit ist, sich mit dem Thema zu befassen?

Wer eine individuelle Website haben möchte, muss investieren

Dienstleister für Websites gibt es wie Sand am Meer. Das Einholen verschiedener Angebote lohnt sich also. Und dem Handwerker muss klar sein, was sich hinter den einzelnen Posten der Leistungsaufstellung technisch verbirgt. Der Anbieter sollte in der Lage sein, sein Angebot laiengerecht zu erklären. Bis eine in Auftrag gegebene Website fertig ist, kann es manchmal etwas länger dauern. Doch das Warten lohnt sich, wenn das Ergebnis ansprechend ist.

Eine überzeugende Website gibt es auch im Handumdrehen

Daniel Fratzscher, Geschäftsführer der Berliner WSO Web.Systems GmbH, hat sich etwas Besonderes einfallen lassen: Bei seiner Firma können Handwerker per Mausklick eine für ihr Gewerk passende, vorgefertigte Website einschließlich Bildern und Texten bestellen. Es stehen verschiedene Designs zur Auswahl. In diese werden Logo und Kontaktdaten eingefügt – fertig.

Eine überzeugende Website bringt Sympathiepunkte

Der Internet-Dienstleister erläutert, was alles zu einer überzeugenden Website gehört. Fratzscher: „Zunächst ist wichtig, dass man sich leicht zurechtfindet. Außerdem sollten Fotos und Abbildungen professionell wirken – und an das jeweilige Gewerk angepasst sein.“ Er betont, dies sei bei seinen Angeboten garantiert. „Die Bildrechte für unsere Fotos haben wir erworben. Wenn der Auftraggeber möchte, kann er natürlich seine eigenen verwenden. Oder er greift auf Datenbanken wie Fotolia oder Pixabay zu.“ Doch zu den ansprechenden Blickfängen müssen auch Texte kommen, die es zuweilen in sich haben.

Suchmaschinenoptimierte Texte sorgen für Auffindbarkeit

„Mit holperig formulierten Botschaften können Sie keine Punkte machen.“ Doch auch für die Auffindbarkeit durch Suchmaschinen wie Google kommt es auf passend formulierte Sätze und bestimmte Schlagwörter an. Auch darum kümmern sich die Kreativen von WSO Web-Systems. „Alle Texte werden von unserer Onlineredaktion entsprechend angepasst. So erreichen wir, dass die Handwerker-Website in einer guten Position bei Google erscheint.“

Eine überzeugende Website muss auf allen Endgeräten passend angezeigt werden

Technisch muss die Internetseite so aufgebaut sein, dass jeder sie im passenden Format sehen kann. „Viele Nutzer surfen mit dem i-Phone. Andere verwenden ein Tablet – und einige sitzen immer noch am heimischen PC, um zu recherchieren“, erläutert Fratzscher. Er fügt hinzu: „Diese Voraussetzung erfüllen unsere Websites natürlich auch.“

Was kostet eine vorgefertigte Website bei der WSO Web.Systems GmbH?

Für den Basistarif beispielsweise entsteht eine monatliche Grundgebühr, die das Portemonnaie wenig belastet: 79,- Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Allerdings ist immer auch die Laufzeit mit zu bedenken. Diese ist unbefristet. Der Vertrag kann jederzeit mit einer Frist von einem Monat zum Quartalsende gekündigt werden. Wer seine Website an eigene Wünsche anpassen lassen und Zusatz-Marketingleistungen buchen möchte, kann einen Smart-Tarif (189,- Euro plus MwSt.) oder die Premium-Variante wählen. Letztgenannter ist ein Angebot, das an die Anforderungen des Kunden angepasst ist. (Birgit Lutzer)

Verschwendung ade: Pizza backen mit REFA

VerschwendungVerschwendung lauert überall. Und dagegen gibt es ein Mittel: In REFA-Weiterbildungen erhalten die Teilnehmer Tipps, mit denen sie ihren Alltag verbessern können. In der Firma und auch privat. Denn die Vergeudung lauert immer in denselben Ecken. 

Die sieben kritischen Bereiche sind Überproduktion, überflüssige Bewegungen, Wartezeiten, Transporte, Übererfüllung, Falsche Bestände und Fehler. Verschwendung lässt sich gut am Pizza-Backen erklären.

Wer soll das alles essen? Überproduktion

Backen Sie Pizza für Ihre Geburtstagsparty, sollte die Menge an die Gäste angepasst sein. Stellen Sie zu viel her, haben Sie ein Problem. Denn Pizza schmeckt nur frisch. Also wandert der Rest in die Tonne. Etwas Ähnliches passiert in Firmen. Wird zu viel produziert, versperrt die Ware den Weg. Sie muss eingelagert werden. Oder entsorgt, wenn es sich um verderbliche Produkte handelt.

Von hinten durch die Brust ins Auge: Überflüssige Bewegungen

Fertigen Sie zum allerersten Mal in Ihrem Leben eine Pizza in Eigenregie, läuft alles etwas holperig. Sie müssen den Teig mühsam ausrollen. Oh, da ist noch eine Beule! Sie müssen nachbessern. Ganz anders in der Pizzeria „Alfonso“. Da läuft alles am Schnürchen. Der Teig fliegt aus den Händen des Küchenchefs durch die Luft und landet als Fladen auf dem Backblech.

Däumchen drehen: Wartezeiten

Hefeteig muss gehen, bevor er weiterverarbeitet werden kann. Dieses Phänomen sollten Sie einplanen und ihn zwei Stunden vor dem Belegen erstellen. Sonst müssen Sie warten – und Ihre Gäste auch. Auch in Unternehmen entstehen durch schlechte Planung Wartezeiten, in denen die Leute zwangsweise Däumchen drehen müssen.

Zickzack-Kurs: Verschwendung durch Transporte

Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Zutaten für die Pizza an verschiedenen Stellen gelagert. Und Sie wüssten nicht auf Anhieb, wo die Knethaken für den Teig dieses Mal liegen. Sie wandern hin und her, bis Sie alles zusammen haben. Auch in Firmen entstehen durch ungeschickte Anordnung von Geräten und Produktionsmitteln überflüssige Wege.

Viel hilft nicht immer viel: Übererfüllung

Eigentlich reicht es, den Käse über die Pizza zu streuen. Dann können Sie alles in den Backofen schieben. Doch wenn Sie den Käse auch noch festdrücken, bringt das nichts. Denn er zerläuft sowieso. Sie machen einfach zu viel des Guten. In Betrieben werden bei der Produktion auch oft Handlungen vollzogen, die überflüssig sind. Denn sie tragen nicht zu einer Verbesserung des Ergebnisses bei. Was nicht steigert, stört.

Zu viel Hefe gekauft: Falsche Bestände

Durch das Pizza-Rezept ist festgelegt, welche Menge an Zutaten Sie benötigen. Wenn Sie viel zu viel Tomatensauce kaufen, bleibt eine Menge übrig. Und wenn Sie sich mit dem Mehl verschätzen, müssen Sie vielleicht zur Nachbarin gehen, um sich eine Tüte auszuleihen. Dagegen hilft nur der richtige Umgang mit dem Taschenrechner. In Firmen gibt es ebenfalls einen optimalen Bestand im Lager. Der sollte genau an den Produktionsprozess und an den Bedarf der Kunden angepasst sein.

Zucker im Teig und andere schlimme Fehler

Wenn Sie statt Salz Zucker in den Pizzateig kneten, müssen Sie  noch mal von vorne anfangen. Je später Sie es bemerken, desto schlimmer (und teurer) wird es. Denn dann haben Sie vielleicht schon Tomaten, Pilze und Käse aufgelegt. Die wandern dann mit in die Mülltonne. Und merken es erst Ihre Gäste beim ersten Biss, hilft nur noch der Pizza-Service „Alfonso“. Kostenpflichtig natürlich. Wird ein Produkt hergestellt, gilt das gleiche Prinzip. Je später der Patzer auffällt, desto höher sind die Beseitigungskosten.

In diesem Sinne: Guten Appetit bei Ihrer nächsten selbst gebackenen Pizza! (Birgit Lutzer)

LivinginOWL – Regionalpräsenz zeigen


LivinginOWLSchon seit 2012 schreibt und berichtet LivinginOWL als online-Magazin täglich in Wort und Bild über eine der schönsten Regionen der Welt: Ostwestfalen-Lippe. Themen sind das Lebensgefühl der Menschen und Geschichten aus regionalen Unternehmen. Hinzu kommen Tipps über besonders reizvolle Gegenden, Ausflugsziele, Gastronomie, Wellness und außergewöhnliche Veranstaltungen.

Was LivinginOWL auszeichnet

LivinginOWLEine gute Online-Vernetzung und ein hohes Google-Ranking zeichnen LivinginOWL aus. Aus diesem Grund nutzen viele Firmen, Freiberufler und Veranstalter das Magazin für die gezielte Platzierung von Content. Chefredakteurin Petra Zreik (Bild) oder jemand aus ihrem Team kommen zu Ihnen. Das Redaktionsmitglied verfasst eine packende, professionell formulierte Reportage einschließlich medientauglicher Fotos über Sie. Die Veröffentlichung erfolgt bei LivinginOWL, in Partnerportalen und auf weiteren regionalen Social.Media-Seiten.

Durch die sorgfältige Verlinkung und Verschlagwortung* sowie der großen Reichweite von LivinginOWL wird Ihre Firma in den Suchmaschinen leicht gefunden. Und das sowohl mit Kontaktdaten als auch mit einer aussagefähigen Content. So können Sie potenzielle Kunden geschickt auf Ihre Kompetenzen und Leistungen aufmerksam machen.

Bei LivinginOWL investieren Sie einmal – und profitieren ein Jahr davon

Sie investieren einmal – und profitieren ein Jahr. Denn weitere 12 Monate nach Auftragserteilung haben Sie dann die Möglichkeit der Veröffentlichung von beliebig vielen Fachartikeln, Tipps aus Ihrer Branche und/oder Veranstaltungshinweisen. Diese werden ebenso verbreitet wie der Hauptartikel. Ihre Unternehmensdarstellung und auf Wunsch auch Ihre Zusatzartikel werden bei Facebook von uns aktiv beworben. Und das direkt in Ihrer Zielgruppe. Über 20.000 Zugriffe im Monat auf unser Magazin sprechen für sich! Und: Das Internet arbeitet 24 Stunden lang an sieben Tage der Woche für Sie. Nach Ablauf des Buchungsjahres sprechen wir Sie an und Sie entscheiden erneut, ob Sie weiter bei uns veröffentlichen möchten.

„Warum LivinginOWL – ich inseriere schon in anderen Zeitungen!“

Die gute alte Tageszeitung. Wer möchte sie schon missen am Frühstückstisch? In den letzten 20 Jahren hat sich das Informationsverhalten der Bevölkerung jedoch entscheidend geändert. Wenn der moderne Mensch etwas sucht, dann „googelt“ er. So auch, wenn er an bestimmten Produkten oder Dienstleistungen interessiert ist.

Die Tageszeitung wird am nächsten Tag weggeworfen. Ihre Anzeige auch. Sie war also nur eine Momentaufnahme. Übrigens: Lediglich die Hälfte der Bevölkerung bezieht noch eine Zeitung. Und das mit abnehmender Tendenz. Wollen Sie wirklich auf ca. die Hälfte der Bevölkerung als potenzielle Kunden verzichten? LivinginOWL dagegen ist ein lebendiges Magazin mit Bezug zu unserer Heimat Ostwestfalen-Lippe. Wir berichten über die interessanten Dinge des Lebens, oft auch über Kurioses oder Witziges, immer aber lebensbereichernd.

Und den „Stadtanzeiger“ bekommt jeder Haushalt. Er liegt in zahlreichen Geschäften aus. Und er ist immerhin einen Monat lang aktuell. Wenn Sie dort inserieren, sollten Sie das jeden Monat tun. Denn danach geht auch der Stadtanzeiger den Weg alles Irdischen. Eine Reportage in LivinginOWL aber ist eine ,,Dauerwerbung“ für ein ganzes Jahr!

„Warum LivinginOWL – ich habe doch eine Website!“

Eine weitgehend statische Homepage, die selten oder nie aktualisiert wird, wird von Google nicht oder nur schlecht gefunden. Sie geht komplett in der langen Liste der Suchergebnisse unter. Die Verknüpfung, Verlinkung und die Schlagwörter auf LivinginOWL sorgen für erheblich mehr ,,Betrieb“ auf Ihrer derart aufgewerteten Homepage. Außerdem hat LivinginOWL eine sehr hohe Reichweite. Die tut, ein Übriges für das Bekanntwerden Ihres Unternehmens. (Petra Zreik)

Wenn der Change-Feuerwehrmann kommt

16-12-change-feuerwehrDurch die Digitalisierung stehen in fast jeden Betrieb Änderungen auf dem Plan. Doch manchmal wehren sich die Mitarbeiter gegen neue Technologien. Helfen kann z. B. ein REFA-Techniker für Industrial Engineering. An der Schnittstelle zwischen Geschäftsleitung, Führungskräften und Mitarbeitern kann er 4.0-Wandlungsprozesse begleiten und moderieren.

In der Weiterbildung erhält er umfangreiche Fach- und Methodenkompetenz sowie Kenntnisse, Systeme zu analysieren und zu steuern. Doch weitaus mehr gehört zu seinem „Werkzeugkoffer“, wie der langjährige REFA-Lehrbeauftragte Hans-Jochen Wiersbowsky erläutert: „Ein Themen-Modul dreht sich um Führung, Kommunikation und Konfliktmanagement. Dies befähigt die Absolventen dazu, sich in Wort und Schrift auf verschiedene Personen oder Gruppen einzustellen. Sie lernen, konstruktiv mit Widerständen und Auseinandersetzungen umzugehen.“

Bei der Umstellung auf eine neue 4.0-Technologie müssen etwa der Geschäftsführung Nutzen und Funktionsweise der digitalen Lösung sowie daraus resultierende Änderungen der Arbeitsorganisation vermittelt werden. Planer, Maschinenbediener, Logistiker, Betriebsräte und andere sollten die Vor- und Nachteile des neuen Wegs erfahren. Auch die Personalverantwortlichen sind mögliche Gesprächspartner des Industrial Engineers: Er muss sie über die anstehende Änderungen informieren und beraten, damit sie ihre Rekrutierungs- und Qualifizierungsprozesse dran anpassen können.

Im Dialog mit verschiedenen Interessengruppen innerhalb des Unternehmens ist Hintergrundwissen über die Kommunikation zwischen Experten und Laien gefragt. „Wenn ich als Fachmensch mit einem Kollegen auf inhaltlicher Augenhöhe spreche, sind Fachbegriffe üblich und auch gefragt. Ganz anders sieht es aus, wenn ich einem Anwender aus einer anderen Abteilung erklären muss, wie eine neue Technologie zu bedienen ist.“ Im letzten Fall sei das KISS-Prinzip geeignet. Die Abkürzungen stehen für „Keep it short and simple.“ Wiersbowsky: „Kurze Sätze, einfache Wörter und bildhafte Vergleiche machen die Sprache verständlicher für das Gegenüber.“ Wäre unklar, ob der andere Fachkenntnisse habe oder nicht, seien genaues Zuhören sowie Beobachten von Mimik und Gestik gefragt. „In der REFA-IE-Weiterbildung üben wir dies in verschiedenen Szenarien und anhand von Beispielen aus dem Arbeitsalltag.“

Trotzdem gebe es bei Umstellungen zuweilen „Sand im Getriebe“, sagt Wiersbowsky. Um aus hitzigen Diskussionen Dampf herauszunehmen und zwischenmenschliche „Brände“ zu löschen, sei es wichtig, das eigene Gesprächsverhalten und das der anderen zu beobachten. „Viele Menschen setzen Reizwörter und Killerphrasen ein. Darunter versteht man Begriffe und Formulierungen, die negativ aufgeladen sind und die in jedem Fall für schlechte Stimmung sorgen.“ Besser ist nach Auffassung des Lehrers die so genannte „positive Gesprächsführung.“ Darunter versteht man das Wählen von alternativen Begriffen, die neutral oder sogar positiv besetzt sind. Beispiele:

  • Problem – Herausforderung
  • Krise – Aufgabe
  • Kritik – Anregung, Verbesserungsvorschlag

Killerformulierungen dienen Wiersbowsky zufolge dazu, den anderen herabzusetzen und mundtot zu machen. Er nennt ein Beispiel: „Stellen Sie sich nicht so an. Die Software ist so einfach, dass sogar ein Schimpanse damit umgehen kann.“ Selbst wenn der Sprecher so etwas denke, sei es geschickter, sich anders auszudrücken: „Wir können uns das ganze noch einmal zusammen anschauen und Sie nennen mir die Punkte, wo es momentan noch hakt. Ich bin sicher, dass Sie anschließend gut damit klarkommen.“

Die traditionellen Strategien und Methoden von Industrial Engineering und Personalmanagement werden derzeit vom REFA-Institut überprüft und weiterentwickelt. Es geht um die Balance von Produktivität und nachhaltiger Unternehmenskultur, welche die Mitarbeiterorientierung als wichtigen Erfolgsfaktor fördert. (Birgit Lutzer)

Klartext beim Agenturbriefing reden

Ein geflügeltes Wort der Werbebranche lautet: „Ein kreatives Produkt ist so gut wie das Briefing, auf dessen Basis es erstellt wurde.“ Doch welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die Zusammenarbeit zwischen Agentur und Auftraggeber gut läuft?

Unter dem Motto „Hässlich verkauft sich schlecht“ macht eine Werbeagentur in Stuttgart unter dem Namen „BilekJaeger“ auf ihre Leistungen aufmerksam. Das Team um Geschäftsführer Jörg Abele bietet hochwertige Informationsträger und die Umsetzung kompletter Kampagnen. Doch die entstehen nur in Zusammenwirken mit den Kunden, wie der Agenturchef betont. „Starke Marken schafft man im ersten Schritt nicht mit Grafikdesign, sondern mit starken Inhalten.“ Um diesen Content zusammen mit den Kunden herauszuarbeiten, sei die Kommunikation zwischen Auftraggebern und Kreativen entscheidend. Dabei habe das „Briefing“, also das Formulieren des Auftrags, eine besondere Bedeutung. Abele: „Persönliche Dialoge schaffen Transparenz – das Briefing als Denkanstoß und Ball-Zuspieler lässt sich im direkten, offenen Gespräch zwischen Agentur und Kunde am besten umsetzen.“

Das Briefing sollte alle Informationen enthalten, die der Dienstleister für eine maßgeschneiderte Arbeit benötigt – möglichst in Schriftform. Die beste Kombination besteht in einem mündlichen Gespräch und der Herausgabe von Unterlagen. Die Art und Weise des Projektes bestimmt Inhalt und Verlauf des Zusammentreffens.

Ein Messebauer wird andere Fragen stellen als ein Eventspezialist. Für Kunden kann es sinnvoll sein, sich vorher durch einen Anruf zu informieren, auf welche Fragen sie sich vorbereiten sollen. Damit sich die Agenturvertreter ein genaues Bild vom Unternehmen machen können, sollte das Briefinggespräch möglichst beim Auftraggeber stattfinden.

Typische Fragen an Kunden, wenn es um gedruckte oder digitale Informationsträger geht:

  • Was wollen Sie mit der geplanten Maßnahme erreichen?
  • An welche Zielgruppe richtet sich Ihre Maßnahme? Wie verhält sich diese Zielgruppe bezüglich des gewählten Mediums (zum Beispiel nutzen jüngere Leute das Internet im Durchschnitt mehr als Senioren)?
  • Was möchten Sie mit dem Kommunikationsmedium erreichen? Soll es zum Beispiel eine Imagebroschüre oder eine Produktdarstellung sein? Möchten Sie nur informieren oder auch das Abschließen von Geschäften ermöglichen (zum Beispiel mithilfe eines Webshops)?
  • Wie treten Mitbewerber auf? Was gefällt Ihnen daran und was nicht?
  • Welche Farben sollen verwendet werden?
  • Welche Inhalte möchten Sie übermitteln? Welche Themenpunkte sind Ihnen wichtig?
  • Welcher Sprachstil und welche Schlüsselwörter sollen verwendet werden?
  • Bei Printerzeugnissen: Farbigkeit (für den Druck), Umfang und Auflage
  • Von welchen anderen Maßnahmen soll das Projekt begleitet werden?

Sehr hilfreich ist das das Übergeben bereits vorhandene Printerzeugnisse aus dem Unternehmen an die Agentur-Repräsentanten – eventuell auch ein Corporate-Design-Manual (wenn vorhanden). Beim oder nach dem Briefinggespräch sollten die Verantwortlichen aus der Agentur mitteilen, wann der Kunde mit den ersten Entwürfen rechnen kann. Denn zu einer guten Betreuung gehört eine exakte, nachvollziehbare Terminplanung – insbesondere bei langfristigen Projekten und zeitintensiven Aufträgen. Mit in diesem Plan enthalten sein müssen genaue Angaben, welche Inhalte bis wann geliefert werden müssen (zum Beispiel Fotos, digitalisierte grafische Elemente, Stichpunkte zu Texten …).

Sehr nützlich für die Abstimmung sind Kurzprotokolle zum Projektstand nach wichtigen Besprechungen. Sie werden von der ausführenden Kraft formlos per Mail verschickt und dienen der beiderseitigen Absicherung, dass alle Beteiligten von gleichen Voraussetzungen ausgehen. Kommt es im Verlauf der Auftragsabwicklung zu Differenzen, können die Mitschriften schnell zur Klärung von Verantwortlichkeiten beitragen. Ist ein Inhalt unrichtig aufgeführt, sollten sich die Betroffenen sofort melden. Achtung: Das Versenden von Protokollen ist kein Standard, da viele Kreativdienstleister diesen zeitlichen Zusatzaufwand scheuen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, ist selbst gefragt. (Birgit Lutzer)

Wer nicht mitklickt, geht

Müssen Firmen oder Stelleninteressierte unbedingt mitziehen, wenn es um Digitalisierung geht? Die Jobmesse in Bielefeld am letzten November-Wochenende bot Besuchern und Ausstellern Gelegenheiten zum Austausch. Dieser fand auch statt am REFA Nordwest-Stand unter der Fragestellung: „Wie wird sich die Arbeit in Firmen verändern – und was müssen Stelleninteressierte tun, um sich in der digitalen Welt zu behaupten?

Lars Pielemeier, Geschäftsführer des REFA-Regionalverbands Ostwestfalen-Lippe stellte an den zwei Messetagen bunt gemischte Stehtisch-Diskussionsrunden zusammen. Neben REFA Nordwest-Experten mit im Boot waren die Fachhochschule der Wirtschaft, die Bundesagentur für Arbeit, die itelligence AG, die Firma Dirk Kremer Consulting und die Unternehmensgruppe LVQ. Klar wurde dabei: Der technische Wandel ist in vollem Lauf – und wer verharrt, bleibt auf der Strecke.

Wie sieht die Zukunft 4.0 aus, die schon Gegenwart ist? Lars Pielemeier, REFA OWL-Geschäftsführer (2. von rechts), lud zur Stehtisch-Diskussion. Von links Moderatorin Dr. Birgit Lutzer, Steffen Raebel, Christian Fraedrich, Prof. Dr. Thomas Jensen und Dirk Kremer. Foto: Jana Kremer.

Wie sieht die Zukunft 4.0 aus, die schon Gegenwart ist? Lars Pielemeier, REFA OWL-Geschäftsführer (2. von rechts), lud zur Stehtisch-Diskussion. Von links Moderatorin Dr. Birgit Lutzer, Steffen Raebel, Christian Fraedrich, Prof. Dr. Thomas Jensen und Dirk Kremer. Foto: Jana Kremer.

Werker steuern Prozesse mit Apps

Christian Fraedrich, REFA-Lehrbeauftragter und European Industrial Engineer, schilderte den technischen Wandel bei einem mittelständischen Gerätehersteller, für den er seit vielen Jahren tätig ist. „Die Fertigung hat sich komplett geändert. Wir haben die Produktion inzwischen auf U-Linie umgestellt. Diese ermöglicht eine verbesserte Kommunikation zwischen den Mitarbeitern und erleichtert die zügige Monate der Geräte.“ In Teilen der Endfertigung werden die Mitarbeiter durch ein webbasierendes Werkerassistenzsystem unterstützt. Er fügt hinzu: „Es gibt weitere Anwendungen für die jeweiligen Arbeitsbereiche, zum Beispiel auch eine App für die Teamleiter und für andere Funktionsträger.“

Es ist fünf nach Zwölf, was eine Digitalisierungsstrategie betrifft

Die itelligence AG wiederum setzt digitale Anforderungen von Kunden in „Softwarelandschaften“ um, wie Recruiter Johannes Kluge am Beispiel mittelständischer Unternehmen erläuterte. „Die Entscheidungsträger in Betrieben sind da manchmal noch skeptisch und halten an dem fest, was jahrelang funktioniert hat.“ Eine digitale Strategie müsse eigentlich schon vor mehreren Jahren entwickelt worden sein. Und spätestens in der Gegenwart sei höchste Dringlichkeit gefragt. „Die Firmenchefs müssen sich ggf. mit externer Unterstützung überlegen, wie sie sich technologisch sowie in Hinsicht auf ihre Mitarbeiter und deren Qualifizierung aufstellen.“

Rund um die Uhr weltweit kommunizieren

Mit der Qualifizierung zukünftiger Arbeitskräfte befasst sich auch die Fachhochschule der Wirtschaft. Der Leiter des FHDW-Campus Bielefeld, Prof. Dr. Thomas Jensen, beleuchtete in seinem Beitrag die zwei Seiten der digitalen Medaille – die Anforderungen des Arbeitsmarktes an Hochschulabsolventen und die Aufstellung der Fachhochschule, was digitale Lehr- und Lernformen anbetrifft. „Unsere Studierenden gehen selbstverständlich mit digitalen Medien um und kommunizieren hauptsächlich über ihre mobilen Endgeräte. Als Hochschule müssen wir Schritt halten.“ Dies geschehe durch zahlreiche neue Vermittlungsformen wie webbasierte Lehrveranstaltungen für berufsbegleitende Masterprogramme. Jensen: „Die können dann auch mal am Abend bis 21:00 Uhr sein, je nachdem, wie die Beteiligten es einrichten möchten.“ Dies entspreche im Übrigen der Globalisierung von Firmen und Märkten. „Die Kommunikation erfolgt digital rund um die Uhr über den ganzen Erdball.“ Dass statt Professoren irgendwann Roboter Vorlesungen durchführen, hält er für möglich. „Doch die müssen dann vorher noch einiges lernen!“, sagte er augenzwinkernd.

Digitalisierung bedeutet lebenslanges Lernen

Das Thema „Digitalisierung und lebenslanges Lernen“ beschäftigt auch Steffen Raebel als Geschäftsführer Operativ der Bundesagentur für Arbeit in Bielefeld. Er sagte: „Digitalisierung bewegt den Arbeitsmarkt bereits: Arbeitsbilder verändern sich zügig, neue Kompetenzen sind gefragt. Die Zeit, sich diese anzueignen, verkürzt sich.“ Dies sei eine Riesenchance für den Einzelnen und bedeute gleichzeitig Verantwortung. „Kontinuierliches, lebenslanges Lernen sowie Flexibilität bilden die Grundlage, um erfolgreich an der Neustrukturierung des Arbeitsmarktes teilzuhaben.“ Auch die Agentur für Arbeit spüre die Digitalisierung in ihren Arbeitsprozessen. Raebel: „Inhaltlich entwickeln wir unsere Beratungsleistung weiter, um unsere Kunden auf den Arbeitsmarkt der Zukunft vorzubereiten. In diesem schafft die Digitalisierung andere Arten von Arbeitsplätzen und fordert gleichzeitig Sozialkompetenzen.“

Generalisten sind gefragt

Die LVQ Weiterbildung gGmbH etwa ist spezialisiert auf die Vermittlung fachspezifischer Themen und anerkannter Abschlüsse aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Geschäftsführer Lars Hahn: „Unsere Kernkompetenzen liegen in der Ausbildung von Hard Skills – beispielsweise im Qualitäts- und Umweltmanagement oder im Beauftragtenwesen.“ Doch neben technischem Know-how sieht auch er Managementkompetenzen wie organisatorische und kommunikative Fähigkeiten als bedeutsam an, um sich in der digitalen Arbeitswelt zu behaupten. „Reine Fachchinesen ohne Schnittstellen nach außen sind nicht gefragt“, betonte er.

Bewerber müssen Kommunikations-Schnittstellen nach außen haben

Solche „Fachchinesen“ sitzen manchmal in Vorstellungsgesprächen bei Dirk Kremer. Der Headhunter und Personalberater kümmert sich im Auftrag von Firmen um die Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter. „Natürlich müssen die Leute technische Kenntnisse haben und eine gewisse IT-Kompetenz mitbringen, und zwar auch für kaufmännische Berufe.“ Er bestätigte jedoch die Aussagen der anderen Diskussionsteilnehmer, dass weniger Nerds als vielmehr offene Persönlichkeiten mit Überblick gefragt seien.

Wer Prozesse methodisch erfassen kann, ist im Vorteil

Einen Überblick mit Gesamtverständnis vermitteln laut Gastgeber Lars Pielemeier zum Beispiel REFA-Weiterbildungen zum Industrial Engineer oder zum Arbeitsorganisator. „Der REFA-Methodenkoffer enthält viele Instrumente, um Prozesse zu erfassen, Abläufe zu gestalten sowie Menschen und Maschinen zusammenzubringen. So können die anstehende Arbeitsaufgabe erfüllt werden.“ Bei aller Technologie sei es wichtig zu verstehen, dass die Mitarbeiter selbst in automatisierten Bereichen nicht zu ersetzen wären. „Ein digitaler Avatar ist momentan nur sehr schlecht in der Lage, einen unzufriedenen Kunden besänftigen. Die zwischenmenschliche Ebene kann auch zukünftig nicht wegdigitalisiert werden. Gerade in der Welt 4.0 wird sie einen besonderen Stellenwert behalten.“ (Birgit Lutzer)

Reine Lupenschau verhindert Überblick

lupe

Wer nur durch die Lupe blickt, konzentriert sich auf Details. Der große Zusammenhang bleibt im Nebel. Davon sind Firmen-Mitarbeiter betroffen, die nur das wissen, was sie unmittelbar angeht. Hätten Sie den Blick auf das Gesamtgetriebe, könnten Sie ihre Arbeit besser verrichten und Fehler erkennen.

In einem gerade erschienenen REFA-Nordwest-Interviewband sagt Roman Rackwitz, Gründer & Geschäftsführer der Agentur Engaginglab München: „In vielen Firmen wissen viele Mitarbeiter nicht genug, da wird vieles im Unklaren gelassen, und dabei geht dann auch der Spaß an der Sache verloren. Und es gibt ja tausend Gründe, warum Unternehmen Angst vor Transparenz haben.“

Schäden durch „Business-Firewalls“ und Teilwissen

Der Psychologe Dr. Dennis Brodbeck bezeichnete solche weit verbreiteten Verhaltensstrukturen in einem Messe-Vortrag auf der „Personal 2012″ als „Business-Firewall“. Brodbeck erläuterte, welche Befürchtungen möglicherweise dahinter steckten: „Andere Menschen könnten mitbekommen, was Ihnen wirklich wichtig ist, wo Sie verletzbar sind oder auch, was Sie eigentlich wirklich wollen.“ Leider wirkten Verschlossenheit und Zurückhaltung oft wenig sympathisch. Transparenz schaffe Sicherheit und sorge für die Bildung von Vertrauen – sowohl bei eigenen Mitarbeitern als auch bei Kunden. „Marketingmäßig gestylte Botschaften werden mit Professionalität verwechselt, obwohl niemand sie hören will“, betonte der Führungsexperte. Er riet dazu, sich mehr „in die Karten schauen zu lassen.“ Wie sich Intransparenz im Bereich der Produktion auswirken kann, beschreibt die REFA-Lehre.

In Industrieunternehmen sind Mitarbeiter häufig in Teilabläufe integriert, ohne zu wissen, was vor oder nach Ihnen geschieht. Fehler oder auch unsinnige Tätigkeiten werden nicht erkannt. Wird hingegen der Gesamtprozess transparent gemacht, verstehen die Mitarbeiter die einzelnen Schritte und ihren Zusammenhang besser. Sie können effektiver arbeiten, Fehler erkennen und Ideen für Verbesserungen entwickeln. Zwei Handlungsfelder stehen also im Fokus: erstens eine Ablaufanalyse und zweitens die Kommunikation darüber mit den Beschäftigten, um sie mehr „ins Boot“ zu holen.

Erst Analysieren, dann Kommunizieren

Die Ablauforganisation regelt das räumliche und zeitliche Zusammenwirken von Menschen, Betriebs- bzw. Arbeitsmitteln und die Erfüllung von Arbeitsaufgaben. Bei der Analyse geht es um die Darstellung und Bewertung von Prozessen oder Arbeitsabläufen in Wertschöpfungsketten, einzelnen Geschäftsfeldern oder im Gesamtunternehmen. Auf einen Blick:

  • Systematische Untersuchung des Zusammenwirkens der beteiligten Personen, Betriebs- und Arbeitsmittel zur Erfüllung von Kundenaufträgen
  • Gliederung des Auftragsdurchlaufs in Prozesselemente (Aufgaben, Vorgänge etc.)
  • Grafische Darstellung

Für aussagekräftige Ergebnisse sollten Prozesse und Abläufe ausgewählt werden, die repräsentativ sind in Hinsicht auf die erforderlichen Zeiten, die verwendeten Betriebs- und Hilfsmittel sowie die Qualifikation der Beteiligten. Auch Liege- und Wartezeiten müssen betrachtet werden. Im Arbeitsablauf wird erfasst, wer was wo (Abteilung, Prozess, Arbeitsplatz …) in welcher zeitlichen Abfolge mit welchen (Betriebs-)Mitteln zur Erfüllung von Kundenaufträgen beisteuert. Hilfreich kann eine Tabelle wie die folgende gekürzte sein (hier am Beispiel „Metallverarbeitung“):

Lfd. Nr. Arbeitsschritt Bearbeiten Transport Lagern Prüfen Verzögerung Zeitaufwand min
01 Material bereitstellen X 15,0
02 Mat. vereinzeln und nachmessen X 650,0
03 Biegen X 25,0
04 Winkel prüfen X 38,0
05 Winkel auf Palette legen + warten X 150,0
06 Transport zum Bohren X 350,0
07 Vor Bohrmaschine abstellen, warten X 150,0
.

.

.

(weitere aus Platzgründen nicht aufgeführte Positionen) .

.

.

19 Abtransport X 38,0
 

 

 

Summe

 

4 X

 

5 X

 

0 X

 

3 X

 

7 X

 

2.425,0

Quelle: vgl. REFA-Fachbuchreihe Unternehmensentwicklung, Industrial Engineering, Darmstadt 2011, S. 124 – 126.

Durch Addieren der Kreuzchen und der Zeit springen die Mängel ins Auge. Je höher die Zahl der Kreuze in der Spalte „Verzögerungen“ ist, desto mehr muss an diesem Punkt mit der Ablaufoptimierung angesetzt werden. Im weiteren Fokus steht dann jedoch die Kommunikation, um Mitarbeiter zu Mitwissern und Beteiligten zu machen. Ein wichtiger Nebeneffekt liegt darin, dass deren Arbeitsmotivation dadurch in der Regel steigt.

Wer sagt was wie zu wem?

Es kommt bei diesem Kommunikationsprozess darauf an, die Leute regelmäßig und gezielt mit Details zu vorsorgen, statt sie wahllos mit Inhalten zu überkübeln. Nur so können gute Arbeitsergebnisse sichergestellt werden. Folgende Leitfragen haben sich dabei bewährt:

Empfänger-Auswahl

  • Welcher Mitarbeiter benötigt wann welche Information?
  • Was sind Dinge, die die Abteilung oder das Team wissen muss?
  • Welche Informationen müssen an die gesamte Belegschaft übermittelt werden?

Informationsaufbereitung

  • Sind die Empfänger Laien oder Experten? Beispiel: Die Chef-Buchhalterin muss sich nicht unbedingt im Detail mit Produktionsabläufen auskennen.
  • In welchem Sprachstil und mit welchen Ergänzungen (z. B. Visualisierungen) sollen die Inhalte angepasst an die jeweiligen Empfängerkreise aufbereitet werden?

Übermittlungskanal

  • Welche Inhalte sollen im persönlichen Gespräch oder während eines Meetings übermittelt werden?
  • Für welche Art von Informationen eigenen sich E-Mails, Nachrichten im Intranet, Memos oder Berichte?
  • Was gehört an Aushänge oder soll z. B. durch eine Videobotschaft auf dem Flur oder anderen Räumlichkeiten kommuniziert werden?
  • Für welche Inhalte ist die Betriebszeitung das richtige Medium?
  • Wer sollte jeweils der Kommunikator sein?

(Gunnar Grimm und Hans-Walter Zimmermann)

Über die Autoren:

Gunnar Grimm

grimm-miniDer Vorsitzende und Ausbildungsleiter des REFA Bezirksverbandes Hamburg ist REFA-Lehrer. Hauptberuflich engagiert er sich als Projektleiter im Bereich Arbeitsstudien & Prämiensysteme für die Hermes Fulfilment GmbH. Dort führt er unter anderen Zeitstudien und Ablaufanalysen durch. Auf Basis der Ergebnisse entwickelt er Optimierungsmaßnahmen. Außerdem bringt er seine Innovationskraft in ein Mitwirken beim Betrieblichem Vorschlagswesen ein.

 

Hans-Walter Zimmermann

zimmermann-miniEr ist zweiter Vorsitzender und Vertriebsbeauftragter des REFA Bezirksverbandes Hamburg. In diese verantwortungsvollen Aufgaben bringt er langjährige Erfahrung in den Bereichen der Planung und Steuerung ein. Darüber hinaus kümmert sich der„Zahlenfuchs“ um Angebotskalkulationen und Preisgestaltung. Als Projektleiter ist er für Sonderaufgaben zuständig und konzernbergreifend im In- und Ausland tätig.

 

 

Kontakt:

REFA Nordwest e. V.
Bezirksverband Hamburg
Campus BFW
Haus E
August-Krogmann-Straße 52
22159 Hamburg

Telefon: (0 40) 24 37 23
Telefax: (040) 28 00 47 81
E-Mail: 

Brücken zwischen Ländern bauen: Online-Weiterbildung Türkisch-Übersetzer/in

dozentDamit die Kommunikation zwischen Türken und Deutschen besser gelingt, sind Personen mit Kenntnissen beider Sprachen gefragt. Die Übersetzer- und Dolmetscherschule Köln bietet seit Oktober 2016 eine Online-Ausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer für Türkisch an. Im virtuellen Klassenzimmer lernen die Teilnehmenden alle Techniken des Übersetzens vom Türkischen ins Deutsche und andersherum.

Jeden Abend und am Samstag-Vormittags treffen sie sich mit ihrem Dozenten zum virtuellen-Unterricht auf der schuleigenen Online-Plattform. Nach einem Jahr legen sie die Prüfung zum staatlich geprüften Übersetzer für die türkische Sprache ab. Zur Lerngruppe gehören Teilnehmer im Alter von 26 bis 63 Jahren, deren beruflicher Hintergrund ganz unterschiedlich ist. Mit dabei sind Studierende, Absolventen, ein Ingenieur, eine studierte Betriebswirtin, eine Rechtsanwaltsgehilfin, eine Hausfrau, Fremdsprachenassistenten und eine Integrationskursleiterin. Mit großem Enthusiasmus bereiten sie sich in der Online-Gruppe auf ihren neuen Beruf vor. Mit der Ausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer möchten sie einen Meilenstein für ihre berufliche Zukunft in internationalen Unternehmen, Behörden mit Auslandskontakten setzen oder als freiberufliche Übersetzer tätig werden.

Der Computer-Ingenieur Sefik Özdemir (60) aus Stuttgart und Alanya ist einer der älteren Teilnehmer. Er möchte sich ein neues Standbein als Übersetzer aufbauen. Er hat viel Freude am Übersetzen. „Ich finde es klasse, dass ich mich bequem von zu Hause – meist im türkischen Alanya – in einer netten Lerngruppe beruflich fortbilden kann“, sagt Sefik Özdemir. Schließlich bliebe dann noch genügend Zeit, das gute Wetter in der Türkei zu genießen, online am Unterricht teilzunehmen und auch die Haus- und Übungsaufgaben gewissenhaft zu machen.

Duygu Türkeş aus Fulda arbeitet als Assistentin in einem internationalen Unternehmen. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften erlangt und ist zweisprachig aufgewachsen. „Deshalb bezeichne ich sowohl Deutsch als auch Türkisch als meine Muttersprachen“, sagt die 26-jährige. Als Zweisprachige möchte sie mit dem staatlichen Abschluss ihre Karriereaussichten verbessern.

„Obwohl nicht alle Kursteilnehmer in Deutschland leben, haben die meisten die deutsche Staatsangehörigkeit“, weiß Schulleiter Dr. Jerry Neeb-Crippen zur berichten. Die eine Hälfte gebe als Muttersprache Türkisch an, die andere Hälfte Deutsch. „Sie alle schätzen unser Lernangebot, weil es eine Alternative zum herkömmlichen Fernstudium darstellt. So verschicken wir beispielsweise keine Studienbriefe oder Bücher. Das gesamte Unterrichtsmaterial befindet sich auf unserer Online-Plattform, wo die Studierenden in der Gruppe das Übersetzen meist anhand von aktuellen Zeitungsartikeln lernen“, sagt Dr. Neeb-Crippen. Aufgefallen ist dem Schulleiter, dass die Türkisch-Kursteilnehmer im Gegensatz zu anderen Online-Sprachgruppen vor ihrer Anmeldung genau wissen möchten, wie gut ihre Dozenten qualifiziert sind. „Wie auch in unseren anderen Online-Kursen für Englisch, Arabisch, Russisch, Spanisch oder Französisch unterrichten nur ausgebildete muttersprachliche Lehrkräfte und führen die Teilnehmer zum Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer“.

Yasemin Özkaya (42) ist zurzeit Hausfrau. Sie hat 2009 ihr Abitur im Abendgymnasium gemacht. „Ich finde es sehr verlockend, in einem Online-Kurs von zu Hause aus einen Beruf zu erlernen“, sagt die Dortmunderin. „Den Unterricht mit Live-Übertragungen empfinde ich als sehr gut und persönlich. Man hat eine direkte Bezugsperson, die einen beim Lernen unterstützt.“ Frau Özkaya möchte nach ihrem Abschluss als Übersetzerin vor allem von zu Hause arbeiten.

Alle Online-Lehrgänge starten an der Übersetzer- und Dolmetscherschule jeweils zum ersten eines Monats. Das Abitur wird nicht verlangt, aber sehr gute Kenntnisse der gewählten Fremdsprache und die ausgezeichnete Beherrschung der deutschen Sprache. Die Übersetzerschule spricht vor allem Berufstätige und Studierende an, die sich zusätzlich qualifizieren möchten oder eine berufliche Neuorientierung suchen.

Der Unterricht findet live im Internet statt. Die Teilnehmer benötigen einen PC oder ein Tablet und eine stabile Internetverbindung, um auf der Adobe Connect-Plattform im E-Learning miteinander zu kommunizieren. Die monatlichen Gebühren betragen 295 Euro. Sie beinhalten unterrichtsbezogenes Material und die persönliche Dozentenbetreuung. Vor dem Kursstart überprüft die Schule die Sprachkenntnisse in einem Aufnahmesprachtest.

Am 13. Dezember 2016 um 19 Uhr findet ein Online-Informationsabend statt. Weitere Information auf der Homepage www.dolmetscherschule-koeln.de und telefonisch oder per Mail bei der Übersetzer- und Dolmetscherschule, Weißhausstraße 24, 50939 Köln, Telefon: 0221 22 20 60 83, E-Mail kontakt@dolmetscherschule-koeln.de.

Über die Übersetzer- und Dolmetscherschule Köln

Sie gehört zum RBZ Rheinisches Bildungszentrum Köln, das seit über 40 Jahren im Bereich Ausbildung und Studium tätig ist. Seit 2010 bietet die Übersetzer- und Dolmetscherschule die Ausbildung zum geprüften Fremdsprachenkorrespondenten (IHK) und die Ausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer/Dolmetscher an. Seit Herbst 2015 ermöglicht die Schule auch im Online-Lehrgang den Weg zum anerkannten Übersetzerabschluss in verschiedenen Sprachen. Die Schule ist zertifizierter Kooperationspartner der Agentur für Arbeit. (Beatrix Polgar-Stüwe)

Kontakt:

Übersetzer- und Dolmetscherschule Köln, RBZ Rheinisches Bildungszentrum Köln gGmbH, Weißhausstraße 24, 50939 Köln, Tel.: 0221 22 20 60 83

Spamfilter im Hirn: Innovationspreis für Rominger

Dass auch aus einem kleinen, Schweizerischen Dorf namens Edlibach Großes hervorgehen kann, zeigte sich am vergangenen Dienstag: Der Kunststofftechniker Lars Rominger wurde im Pfarreizentrum der Gemeinde Menzingen vom Verband IDEE-SUISSE als „Innovativster Unternehmer 2016“ ausgezeichnet.

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Preisträger Lars Rominger (Mitte). Von links Peter Dittli, Patrick Semadeni, Tony Mehr, Joëlle Guldin, Peter Hegglin, Dr. Olaf J. Böhme, Thomas Brändle.

Rund 50 Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem privaten Umfeld des Preisträgers fanden zusammen, um mehr über den „Daniel Düsentrieb von Edlibach“ zu erfahren.IDEE-SUISSE-Präsident Dr. Olaf J. Böhme moderierte den Festakt. Bei seiner Rede bezog er sich auf ein Zitat von Mark Twain: „Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat. Lars Rominger ist der lebendige Beweis dafür.“ Wohl wahr, denn zu den bekannten Erfindungen des 50-Jährigen gehören ein Gerät zur Weinveredelung, eine Liebes-App für das Handy, ein Laborkoffer oder auch ein belastbarer Kunststoff-Büstenhalter für Frauen mit großer Oberweite. Der ausgezeichnete Chemie-Diplomingenieur selbst lüftete auf der Veranstaltung das Geheimnis seiner Kreativität. Die einseitige Konzentration auf Zahlen, Daten und Fakten fördere keineswegs das Sprudeln origineller Einfälle.

ausz-02-mini „Die wahre Inspiration kommt von der rechten Hirnhälfte. Hier herrschen Emotionen, Fantasie und Chaos“, sagte er. Für die Entwicklung von Schaffenskraft komme es darauf an, beide Anteile in Einklang zu bringen. „Ein kreativer Mensch hat einen wirkungsvollen Spam-Filter im Kopf, der ihm hilft, das Chaos zu strukturieren.“ Mit zwei Weingläsern und einer Weinflasche demonstrierte er die Wirkungsweise des korkenförmigen „Barriqueur“, der „nachgewiesen denselben Effekt auf Wein hat wie jahrelanges Einlagern in Eichenfässern.“

Zunächst jedoch erfolgten zwei Grussworte aus der Politik durch den Menzinger Gemeindepräsidenten Peter Dittli und Ständerat Peter Hegglin aus Edlibach. Dittli zeigte an Beispielen, dass in Menzingen die nötige Infrastruktur für Erfinder bietet: „Zwei wichtige Faktoren sind die Wirtschaftsförderung und die Schulraumplanung.“ Hegglin betonte, mit Käseverkäufen allein komme die Schweiz nicht weiter: „Bildung ist unser wichtigster Rohstoff!“

Patrick Semadeni, Chef der Semadeni Plastics Group sowie Vizepräsident von Swiss Plastics und Geschäftsfreund Romingers, rückte dessen Erfindungen in den Vordergrund seines Beitrags. „Der Laborkoffer hat schon vielen Qualitätsbeauftragten sehr genützt.“ Die guten Ideen seines Kooperationspartners führte er unter anderem auf dessen Wohnsitz zurück: „Er hat von Edlibach aus eine klare Aussicht, während wir in der Nähe von Bern noch im Nebel hocken.“

Schriftsteller Thomas Brändle, alt Kantonsrat und Laudator, trug mit einem unkonventionellen Vorschlag zur Unterhaltung bei. Er empfahl den Anwesenden, sich sofort die Romingers Partnerfinde-App „Love-Finder“ auf die Mobiltelefone herunter zu laden: „So ergibt sich die realistische Chance, noch am heutigen Abend die Liebe Ihres Lebens zu finden. Es sei denn, Sie sind schon verheiratet!“

Dass Lars Rominger durch seine skurrilen Erfindungen auch ohne viel eigenes Zutun inzwischen ein grosses Medienecho hervorruft, wurde durch die Ausführungen von Birgit Lutzer deutlich. Sie beantwortet für ihn Journalistenanfragen. Lutzer: „Besonders interessiert waren männliche Medienvertreter am Kunststoff-BH. Ein technisches Fachmagazin etwa veröffentlichte darüber einen Beitrag, der durch ein reisserisches Busen-Foto zu hohen Klickraten auf der Website führte.“

Ebenfalls zu Wort kamen Tony Mehr und Joëlle Guldin von der Mänziger Zytig. Mehr, früher Romingers Sekundarlehrer, eröffnete: „Der kleine Lars kam mit einem schweren Militärfahrrad zur Schule, das ihm sein Vater zu Trainingszwecken gekauft hatte.“ Redaktor-Kollegin Guldin verriet ein anderes privates Detail über den Familienvater mit drei erwachsenen Töchtern: „Er beschwerte sich bei mir einmal über die vielen Shampoo- und Haarpflegemittelflaschen im Badezimmer.“ Sie appellierte an den Hahn im Korb: „Erfinde doch einfach eine Lösung – eine einzige Kunststoffflasche für alles.“ (Birgit Lutzer)

Jobs.de verbindet Firmen und Bewerber

Unternehmen klagen über Fachkräftemangel, während Stellensuchende oft auch nach längerer Such noch nicht „ihren“ Traum-Arbeitgeber gefunden haben. Jobs.de bringt beide an einen virtuellen Tisch: Stellensuchende mit vielen Jobs, Karriere- und Stellentipps, Arbeitgeber mit einer Recruiting-Software.

Auch CEO Matt Ferguson ist überzeugt davon, mit jobs.de und dem Arbeitgeber-Partnerportal „carreerbuilder“ eine Marktlücke zu besetzen. „Wir sind mehr als nur eine Jobbörse. Wir sind der weltweite Marktführer für HR-Lösungen.“ Carreer Builder helfe dabei, „die passenden Talente mit den passenden Vakanzen zusammenzubringen.“

Um Stelleninteressierten die regionale oder bundesweite Jobsuche noch einfacher zu machen, können sie sich bei Jobs.de registrieren. Dadurch erhalten sie Zugriff auf Funktionen wie personalisierte Suchprofile, können als Stelleninteressierte ihre Bewerbungsunterlagen verwalten und auf ihr Profil abgestimmte Empfehlungen erhalten. Mit einer patentierten Technologie sucht das System nach Ausschreibungen, die zu Schlüsselwörtern im hochgeladenen Lebenslauf passen bzw. die Jobs ähneln, die sich der Stellensuchende angesehen bzw. um die er sich bereits beworben hat. Ferguson empfiehlt: „Je häufiger Sie Jobs.de verwenden, desto besser werden die Jobübereinstimmungen.“ Wichtig ist auch die Filterfunktion „Ort“, die mit einer Umkreissuche in einem Radius nach Wunsch eingestellt werden kann. Erhält jemand bei einer Eingabe keine passenden Jobvorschläge, werden Weiterbildungsmöglichkeiten zum angegebenen Beruf und Fachartikel eingeblendet.

Wer ganz ohne Registrierung lieber anonym bleiben möchte, kann auch diesen Weg gehen. Um Jobempfehlungen zu erhalten, muss er sich für mindestens eine Stelle über das Portal zu bewerben. Ferguson weist auf eine mögliche „Fußangel“ bei diesem Verfahren hin. „Wenn Sie sich bereits beworben haben, aber noch keine Empfehlungen erhalten haben, haben Sie dies wahrscheinlich von einem anderen Computer aus getan.“ Er rät dazu, entweder das Ausgangsgerät zu verwenden oder sich zu registrieren, um unnötiges Hin- und Herspringen zu vermeiden.

Wer möchte, kann zusätzlich den Jobs.de-Newsletter mit Informationen rund um Beruf und Karriere abonnieren. Ebenfalls per Mausklick bestellbar sind Hinweise zu Jobmessen am oder in der Nähe des Wohnorts. Ein großer Bereich mit Fachbeiträgen, Checklisten und Tipps zu Stellensuche und Bewerbung runden das Angebot ab. Sogar für Bewerbungen auf Englisch werden kostenlose Vorlagen und Musteranschreiben bereitgestellt. Auch dann, wenn es um juristische Frage zum Arbeitsvertrag, versteckte Klauseln, Krankheit und Kündigung geht, hat die Job.de-Redaktion passenden Beiträge parat.

Führungskräfte und Recruiter werden unter dem Link „Arbeitgeber-Magazin“ zu Carrerbuilder weitergeleitet. Dort sind wertvolle, journalistisch aufbereitete Hinweise für das Finden der passenden Kandidaten abgelegt. Themenschwerpunkte sind Mitarbeitermotivierung, Recruiting, Employer Branding, Kommunikation mit Beschäftigten und Bewerbern. Wer seine E-Mail-Adresse angibt, erhält in einem Turnus von wahlweise wöchentlich oder monatlich aktuelle HR-News. Außerdem besteht Zugriff auf E-Books und einen Terminkalender, in dem nach Webinaren und Business-Events gesucht werden. (Birgit Lutzer)

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