Job & Karriere

Strategien für Bewerber/innen, den passenden Job zu finden, sich selbst überzeugend zu präsentieren und im Beruf nach vorne zu kommen.

Mit Biss ins Business – erster WorkScout-Sammelband

Mit Biss ins BusinessMit Biss ins Business – der erste WorkScout-Sammelband ist erschienen. Er richtet sich an Berufseinsteiger/innen, Personen, die wieder einsteigen oder sich weiterentwickeln möchten. Auch erfahrene Berufstätige sind durch diesen Sammelband mit 30 Aufsätzen rund um Business, Beruf und Karriere angesprochen. Mitgewirkt haben 16 Fachleute, die Beiträge WorkScout.biz veröffentlicht haben. Chefredakteurin Dr. Birgit Lutzer hat die am meisten geklickten, thematisch passenden Beiträge zu diesem informativ-unterhaltsamen Ratgeber zusammengestellt. Die Kurzprofile aller Mitwirkenden mit Kontaktdaten finden sich im Anhang.

Mit Biss ins Business – was heißt das eigentlich?

Es geht zum Beispiel um die Frage, ob schöne Menschen es leichter im Beruf haben. Oder um Bewerbungsmappen, die nach Rauch oder billigem Parfüm riechen. Und natürlich sind Businesskontakte das A und O bei der Karriereplanung. Doch wie baut man ein Netzwerk auf, ohne sich anzudienen?

Mit Biss ins Business – der Inhalt

  1. I (don’t) like Mondays (Jörg Konrad Unkrig)
  2. Wenn die Mappe nach Rauch riecht (Birgit Lutzer, Experte Dirk Kremer)
  3. Warum ist Finanzkompetenz wichtig? (Mike Warmeling)
  4. Positiv ins Vorstellungsgespräch gehen (Edda Möllers)
  5. In fremden Schuhen laufen (Suzana Janosevic)
  6. Finanzieller Erfolg ist Einstellungssache (Mike Warmeling)
  7. Expertenstatus durch Veröffentlichungen (Birgit Lutzer)
  8. Führen Sie ein Erfolgstagebuch (Michael Noetzelmann)
  9. Netzwerkpflege leicht gemacht (Stéphane Etrillard)
  10. Erklären psychologisch gesehen (Birgit Lutzer)
  11. Neuer Job durch Kreativitätstechniken (Birgit Lutzer, Experte Lars Rominger)
  12. Wenn die Kinder „flügge“ sind (Christa Gerwing)
  13. Reich und berühmt durchs eigene Buch??! (Birgit Lutzer)
  14. Mit 50+ auf Jobsuche (Birgit Lutzer, Experte Stéphane Etrillard)
  15. Wer sich selbst alt findet, wirkt alt!“ (Birgit Lutzer, Experte Andreas T. Hensing)
  16. Planlos auf der Karriereleiter??? (Jörg Konrad Unkrig)
  17. Grundprinzipien des Networkings (Stéphane Etrillard)
  18. Technolatein verständlich machen (Birgit Lutzer)
  19. Keine Angst vorm „Terminator“ (Lars Pielemeier)
  20. Der Kunde im Mittelpunkt: Werbetexte (Birgit Lutzer)
  21. Einfach überzeugend argumentieren (Birgit Lutzer)
  22. Redetipps von Martin Luther (Birgit Lutzer)
  23. Mehr in weniger Zeit lesen (Birgit Lutzer, Experte Christian Peirick)
  24. Achtung, Flirt-Falle im Job (Birgit Lutzer, Expertin Suzana Janosevic)
  25. Machen schöne Menschen leichter Karriere? (Birgit Lutzer)
  26. Neid vermeiden ist gesund! (Michael Noetzelmann)
  27. Falscher Clown oder ehrliche Haut? (Birgit Lutzer)
  28. Von Wolfgang zu Andrea: Transouting (Birgit Lutzer)
  29. Auch die Verpackung zählt! (Birgit Lutzer)
  30. Job-Tandem (Karen Cabek, Expertinnen Roswitha Obermann, Elina Zobel)

Bibliografische Angaben:

Broschiert: 214 Seiten
Verlag: Shaker Media; Auflage: 1 (28. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956315634
ISBN-13:

Einfühlsamkeit statt Ellenbogen

EinfühlsamkeitEinfühlsamkeit bringt mehr für die Karriere als Ellenbogen. Kommen Sie schnell in echten Kontakt mit anderen, stehen Ihnen viele Türen offen. Und Herzen – nämlich dann, wenn Sie Ihren Mitmenschen selbstbewusst mit Akzeptanz und Einfühlungsvermögen entgegen treten. Doch lässt sich eine solche Einstellung „durch Knopfdruck“ erzeugen? Ein Gastbeitrag von Suzana Janosevic.

Die meisten Menschen tragen eine professionelle Maske, hinter der sie sich selbst und ihre eigentlichen Gedanken verbergen. Dadurch entstehen zuweilen Missverständnisse und negative Gefühle auf beiden Seiten. Ein altes indianisches Sprichwort sagt sinngemäß: „Urteile nie über einen anderen, bevor du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist.“ Setzen Sie diese Erkenntnis um, treten Sie auch unangenehmen Personen zukünftig gelassen und wohlwollend entgegen. Sie werden überrascht sein, dass sich hinter mancher „Zicke“ und manchem „arroganten Schnösel“ doch ein netter Mensch verbirgt.

Einfühlsamkeit – was genau ist das?

Es geht bei Einfühlsamkeit um die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Es geht darum, sie zu verstehen – die Welt oder eine bestimmte Situation zumindest für einen Moment aus ihren Augen zu sehen. Im Unterschied dazu können wir freundlich zu einem Gesprächspartner sein, auch wenn er uns vollkommen fremd ist und wir kein Interesse daran haben, ihn zu verstehen. Auf Basis einer eigenen, wohlgesonnenen Stimmung senden wir unserem Gegenüber Signale, die ihm das Gefühl geben, dass wir ihn akzeptieren und schätzen. Freundlichkeit kann echt oder gespielt sein. Denken Sie beispielsweise an das teilweise aufgesetzte Lächeln von Hotelangestellten, die die schwierige Aufgabe haben, jeden Gast herzlich zu begrüßen.

Statt Einfühlsamkeit gespielte Freundlichkeit

In Firmen ist die Belegschaft dazu angehalten, Kunden einen „freundlichen Service“ zu bieten. Hat ein Kunde das Gefühl, von einem netten Menschen gut betreut zu werden, wird er wieder kaufen oder die Dienstleistung in Anspruch nehmen. Und davon leben die meisten Unternehmen und Freiberufler. Doch wie ist der Zusammenhang zwischen Einfühlungsvermögen und Freundlichkeit? Wer mitempfindet, was ein anderer gerade erlebt, kann dessen Verhalten besser nachvollziehen und ihm echte von Herzen kommende Freundlichkeit entgegen bringen. Wenn ich weiß, dass der jüngste Sohn des Chefs gerade mit einer schweren Krankheit in einer Spezialklinik liegt, verliert eine geschnauzte Rüge für einen kleinen Fehler an Verletzungspotenzial. Doch nicht immer ist es möglich, die genauen Hintergründe für die emotionale Befindlichkeit eines anderen zu ermitteln. Für eine positive Begegnung reicht es jedoch aus, das, was sich hinter der Fassade verbirgt, intuitiv zu erspüren.

Was ist, wenn die eigene Einfühlsamkeit „Urlaub“ hat?

Doch nicht immer haben wir das gleiche Maß an Sensibilität. Belastet uns selbst etwas, kreisen wir gedanklich darum, statt uns auf das Gegenüber zu konzentrieren. Unsere Stimmung wirkt sich direkt auf unser Einfühlungsvermögen und damit auch auf unsere Beziehungen zu anderen aus. Und jetzt gibt es eine gute Nachricht: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es möglich ist, die eigene Stimmung positiv zu beeinflussen.

Werkzeuge zur Steuerung der Gefühle

Es gibt mehrere wirksame Instrumente, um die eigenen Emotionen zu steuern. Fachleute bezeichnen deren Anwendung als „Stimmungsmanagement“. Das bedeutet: Ab sofort sind wir unserer eigenen schlechten Laune nicht mehr hilflos ausgeliefert.

  • Körpersprache einsetzen
  • Atemtechnik
  • Innere Leitsätze
  • Achtsamkeit
  • Selbstakzeptanz
  • Wahrnehmung der eigenen Gefühle

Mehr Informationen zu den einzelnen Instrumenten:

Nonverbale Kommunikation

Die Körpersprache dient in der menschlichen Gesellschaft dazu, den Inhalt von Äußerungen zu unterstützen, wörtliche Rede zu ersetzen, Gefühle auszudrücken, Einstellungen anderen Menschen gegenüber kund zu tun und etwas über die eigene Person mitzuteilen. Wenn die sprachlichen Äußerungen eines Gesprächspartners von den Körpersignalen abweichen, haben wir das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Nichtsprachliche Signale wirken immer stärker als Gesagtes. Nicht umsonst heißt es: „Der Körper kann nicht lügen.“

Atemtechnik

Unsere Lungenbläschen sind eng von den Fasern des vegetativen Nervensystems umgeben. Diese steuern über das Mittelhirn zahlreiche Körperfunktionen, die keiner bewussten Entscheidung unterliegen, sondern quasi automatisiert ablaufen. Dazu gehören das Herz-Kreislaufsystem, der Herzschlag, der Blutdruck und auch die Stimmung. Dehnen sich die Lungenbläschen bei tiefen Atemzügen aus, senden die Fasern Impulse an das vegetative Nervensystem. Dadurch wird der gesamte Organismus beeinflusst. Ein Entspannungsgefühl macht sich bei kontinuierlich tiefer Bauchatmung breit. Der Puls sinkt. Der Einfluss der Atmung zeigt sich insbesondere in Stress-Situationen: Wer aufgeregt ist, atmet unregelmäßig und verkrampft. Manche Menschen verfallen sogar in eine hechelnde, oberflächliche Schnappatmung. Zwingen Sie sich in solchen Situationen, tief in den Bauch zu atmen, sinkt der Stresspegel.

Innere Leitsätze

Kennen Sie Ihre inneren Selbstgespräche? Bei vielen Menschen sind diese sehr entmutigend. Ist Ihr Geist mit den positiven, selbstbejahenden Sätzen erfüllt, ist kein Raum mehr für destruktive, zerstörerische Gedanken. Durch das häufige Wiederholen der Sätze werden unsere Gedanken umprogrammiert. Gleichzeitig ändern sich Gefühle und Verhalten.Achtsamkeit

Achtsamkeit

Unter „Achtsamkeit“ wird eine akzeptierende, offene Haltung gegenüber allen Wahrnehmungen des gegenwärtigen Augenblicks verstanden. Es ist dabei wichtig, wertungsfrei und gelassen gegenüber äußeren Ereignissen, körperlichen Vorgängen, aber auch gegenüber Gedanken, Gefühlen, Phantasien und Erinnerungen zu bleiben. Diese Ausrichtung auf die Erfahrung im gegenwärtigen Moment übt eine beruhigende Wirkung aus.

Im Hier und Jetzt leben

Konzentrieren Sie sich in Ihrem Erleben und im Aufnehmen von Sinneseindrücken auf das Hier und Jetzt, haben Sie eine direkte Verbindung mit der gegenwärtigen Welt. Begegnen Sie einem anderen Menschen wie beispielsweise einem Kunden oder einem Kollegen, sollten Sie sich mental ganz auf ihn einlassen. Nur so können Sie erfahren und erspüren, wie er sich gerade fühlt, was seine Ziele und was seine Bedürfnisse sind. Auf diese Wahrnehmungen können Sie dann entsprechend reagieren.

Selbstakzeptanz

Wer sich selbst mag und sich mit der eigenen Person angefreundet hat, kann selbstbewusster, entspannter und freundlicher auf andere Menschen zugehen. Niemand wird mit der Fähigkeit zur Selbstannahme und Selbstliebe geboren: Sie muss erworben werden – auch im Erwachsenenalter noch. Es geht darum, sich selbst ein Freund/eine Freundin zu werden. Eine Freundschaft zwischen zwei Menschen muss sich entwickeln, muss wachsen. Ebenso kann die Selbstannahme gepflegt werden. Das bedeutet, sich selbst so zu behandeln, wie Sie von einem guten Freund bzw. einer guten Freundin behandelt werden möchten.

Wahrnehmung der eigenen Gefühle

Möchten Sie Ihr Einfühlungsvermögen verbessern, geht es zunächst darum, sich auf Ihre eigenen Emotionen zu konzentrieren. Das ist gar nicht so einfach, insbesondere dann, wenn Sie gerade aufgewühlt sind. Der Schlüssel zu einem bejahenden, freundlichen und akzeptierenden Umgang mit anderen ist das Wieder-Fühlen-Lernen. Denn in der Kindheit lernen die meisten Menschen, ihre Emotionen zu unterdrücken.

Kommunikation 4.0 baut Grenzen im Kopf ab

Kommunikation 4.0

Um Kommunikation 4.0 ging es am 18. und 19. März auf der Jobmesse in Oldenburg. Dieses Thema griff der REFA Nordwest-Regionalverband Weser-Ems an seinem Stand auf. Vorstandsmitglied Rainer Fritz (2. von links) lud hochkarätige Wirtschaftsvertreter ein, um mit ihnen über 4.0 zu diskutieren. Mit dabei waren der Personalleiter der BÜFA GmbH & Co. KG, Rainer Krause (rechts), und Joachim Wenke, Geschäftsführer Scan-Service Centrum Nord-West (links). Unter den Fragen von Moderatorin Dr. Birgit Lutzer (2. von rechts) kam eine lebhafte Diskussion zustande, der auch eine Reihe Messebesucher interessiert lauschte.

Kommunikation 4.0 verbindet das digitale Netzwerk

Kommunikation 4.0Einig waren sich die drei Experten, dass die Digitalisierung neben technischen auch kommunikative Herausforderungen mit sich bringt. BÜFA-Personalchef Rainer Krause (Mitte) etwa betonte die Bedeutung digitaler Techniken für das virtuelle Zusammenwirken multikultureller Teams rund um den Globus. Krause: „Als Chemieunternehmen sind wir weltweit aufgestellt. Deshalb sind an den Arbeitsplätzen Offenheit, Toleranz und interkulturelles Lernen gefragt – mal ganz abgesehen von Fremdsprachenkenntnissen.“

Kommunikation 4.0 – Führungskräfte müssen die Mitarbeiter abholen

Kommunikation 4.0REFA Nordwest-Regionalverbands-Vorstand Rainer Fritz nahm Bezug auf eine weit verbreitete Fehlannahme in Firmen. „Die Entscheidungsträger glauben, mit Einführung der neuen Technologie sei die Arbeit getan.“ Damit 4.0-Prozesse jedoch richtig liefen, seien anders qualifizierte Mitarbeiter gefragt. „Sie müssen das technische Hintergrundwissen mit kommunikativen Kompetenzen verbinden. All das ermöglicht eine REFA-Weiterbildung. Außerdem sollten sich die Führungskräfte bemühen, ihre Belegschaftsmitglieder für die Neuerung zu gewinnen. „Sie müssen die Leute da abholen, wo sie in Hinsicht auf ihren Kenntnisstand und ihre emotionale Befindlichkeit stehen.“

Kommunikation 4.0 sollte bei Laien in Alltagssprache erfolgen

Kommunikation 4.0Speziell auf die Experten-Laienkommunikation ging Joachim Wenke in seinen Beiträgen ein. Mit seiner Firma Scan-Service Centrum Nord-West hat er sich auf das „papierlose Büro“ bzw. die Digitalisierung von Informationsträgern spezialisiert. „Um Mitarbeitern die Angst vor neuen Technologien zu nehmen, müssen sich Fach- und Führungskräfte Zeit nehmen.“ Statt Fachchinesisch seien Erklärungen in Umgangssprache gefragt. Und er forderte: „Die Zeit, die die Firma durch 4.0-Technologien einspart, sollten die Führungskräfte nutzen, um sie sinnvoll mit den Mitarbeitern zu verbringen.“ (Birgit Lutzer)

Bei Bewerbungen zählt Individualität

BewerbungenWas ist zu tun, um bei Bewerbungen positive Aufmerksamkeit von Personalverantwortlichen zu wecken? Als erfahrener Bewerbungscoach weiß Anja Kleinheisterkamp Antworten. Die Diplom-Pädagogin ist beim REFA Nordwest e. V. verantwortlich für das Qualifizierungsmanagement.

Auf der Jobmesse Dortmund in der Mercedes-Benz-Niederlassung Wittekindstraße am 11. und 12.02.17 führt sie am Stand Nr. 57 des Dortmunder Weiterbildungsforums eine kostenlose Beratung durch, wie man durch gute Unterlagen punkten kann. Ebenfalls zu sprechen ist sie am REFA-Nordwest-Stand Nr. 77.

Bewerbungen – der erste Eindruck zählt

Sie betont, entscheidend sei der erste Eindruck, und zwar unabhängig davon, ob es sich um digitale oder um gedruckte Unterlagen handele. „Deckblatt, Bewerbungsfoto, Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse werden zunächst in Hinsicht auf ihre Vollständigkeit betrachtet. Fehlen wichtige Elemente, landet die Bewerbung schnell im Absagen-Stapel.“

Punkten könnten Bewerber mit Individualität – im Rahmen des Angemessenen. „Auffallen um jeden Preis ist nicht gefragt – etwa durch zu schrille Gestaltungsideen.“ Eine Ausnahme bilden der REFA Nordwest-Qualifizierungsmanagerin zufolge Kreativberufe: „Die Bewerbung ist immer auch eine erste Arbeitsprobe.“ Das Layout zeige, ob der Bewerber sicher im Umgang mit MS Office sei. Fehler deuteten auf unkonzentriertes Arbeiten hin. Und dann leitet sie gleich zum nächsten Punkt über: „Die Unterlagen müssen zum potenziellen Arbeitgeber und der ausgeschriebenen Stelle passen. Eine junge Frau, die sich mit rosa Briefpapier und Blümchen-Mustern in einem Industriebetrieb bewirbt, fällt schnell durchs Raster.“

Fakten überzeugen mehr als Angeberei

Um die eigenen Kompetenzen in den Vordergrund zu rücken, setzten viele Stelleninteressenten auf platte Selbstbeweihräucherung. „Es ist besser, die eigenen Stärken zu belegen und durch nachvollziehbare Tatsachen zu untermauern.“ Wie das aussieht, erklärt sie an einem Beispiel: „Wer einfach nur von sich selbst sagt, er sei ein Top-Verkäufer, wirkt weniger glaubwürdig als jemand, der stattdessen Beweise dafür präsentiert – etwa in Form von Umsatz-Zahlen.“ Die Empfänger würden dann von allein auf den Gedanken kommen, jemand sei ein guter Verkäufer.

Um zu verdeutlichen, wie eine individuelle Bewerbungsstrategie aussehen kann, berichtet Anja Kleinheisterkamp von einem Zimmermann auf Stellensuche. Auf normale Bewerbungen in Mappenform oder per E-Mail verschickt, erhielt er keine Antwort. So habe er ein Holzbrett genommen und in dieses drei Stichpunkte geschnitzt, die ihn als Person auszeichneten. Damit sei er schnurstraks in passende Handwerksbetriebe marschiert und habe das persönliche Gespräch gesucht. „Er bekam einen Job, weil er Eigeninitiative und Originalität zeigte – auf eine stimmige Weise.“ Sie fügt hinzu: „Das ist hundertprozentig der richtige Weg – und gleichzeitig oft eine Herausforderung.“

Weitere Tipps für Bewerbungen von Anja Kleinheisterkamp

  • Setzen Sie beim Bewerbungsbild unbedingt auf einen Profi-Fotografen, der Sie ins rechte Licht rückt. Das ist eine lohnenswerte Investition.
  • Suchen Sie den persönlichen Kontakt zum Wunsch-Unternehmen. Ist in der Ausschreibung eine Telefonnummer für Rückfragen angegeben, nutzen Sie diese Chance, einen ersten Draht zu knüpfen und sich persönlich ein Bild zu machen.
  • Zeigen Sie Interesse und fassen Sie nach, wenn Sie nach zwei Wochen immer noch keine Rückmeldung bekommen haben. Dadurch zeigen Sie Professionalität.
  • Wenn Ihre Bemühungen über einen längeren Zeitraum ins Leere gehen, lassen Sie sich beraten. So sparen Sie viel Zeit für Fehlversuche. Denn: Wer fragt, gewinnt.

(Birgit Lutzer)

Einen Verlag fürs eigene Buch finden

reich-beruehmtEin Fachbuch unter Ihrem Namen  bringt Ihnen Publicity, Presseveröffentlichungen, eine positive Rückwirkung auf Ihr eigenes Marketing und vielleicht sogar neue Kunden. Außerdem dokumentieren Sie Ihren Expertenstatus, denn Sie haben nach Meinung der meisten Menschen gezeigt, dass Sie Ihr „Handwerk“ verstehen. 

Verlage denken jedoch in erster Linie daran, ihre Bücher zu verkaufen. Themen, die von den Lektoraten als „alte Hüte“ oder als reine Eigen-PR-Maßnahme des Autors angesehen werden, haben keine Chance auf kostenlose Veröffentlichung (es sei denn, Sie sind schon berühmt und Ihr Name auf dem Buchcover reicht aus, um viele Leser zum Kauf zu animieren). Um Zeit auf beiden Seiten zu sparen, ist es oft geschickter, den Verantwortlichen zunächst eine Idee anzubieten und die Texterstellung in Abstimmung mit dem Lektorat vorzunehmen. Das Verkaufen eines Buchkonzeptes erfolgt in mehreren Schritten:

Schritt 1: Entwickeln Sie eine zündende Idee!

Am besten ist natürlich eine völlig neue Buchidee, die zu Ihrem Expertenstatus passt. Für den Fall, dass „Ihr“ Thema schon bekannt und weitreichend in der Literatur ausgewalzt ist: Verleihen Sie Ihrer Idee einen neuen Aspekt. Beispiele: Sie bieten einen Ratgeber für eine spezielle Zielgruppe an, Sie schränken das Thema auf einen Teilbereich ein, der von anderen Autoren noch nicht behandelt wurde oder Sie kombinieren Ihr Thema mit einem anderen, so dass es in neuer Zusammenstellung einzigartig ist.

Schritt 2: Suchen Sie einen passenden Verlag.

Nicht jeder Verlag ist gleichermaßen für Ihr Buchprojekt geeignet. Das Unternehmen sollte folgende Eigenschaften haben:

  • Ihr Thema muss in das Themenspektrum des vorhandenen Angebots passen. Nur so haben Sie eine Chance auf einen Vertrag und können sicher sein, dass der Verlag mit seinem Programm die selbe Zielgruppe wie Sie anspricht.
  • Der Verlag sollte möglichst schon einige Bücher zu verwandten Themen publiziert haben. Dann gestaltet sich die Vermarktung Ihres Buchs einfacher und Sie profitieren ggf. vom Bekanntheitsgrad anderer Autoren dieser Reihe.
  • Einen Hinweis, wie intensiv das Lektorat des favorisierten Verlags mit den Autoren arbeitet, erhalten Sie durch die Sichtung von Büchern, die bereits dort erschienen sind. Ein sprachlich holpriger Schreibstil und viele Rechtschreibfehler in mehreren Büchern anderer Autoren sind ein Indiz dafür, dass die Lektoren ihre Arbeitskraft an anderer Stelle einsetzen. In diesem Fall: besser einen anderen Verlag suchen – oder Sie engagieren selbst eine/n Lektor/in
  • Überprüfen Sie, wie der Verlag seine Bücher und Autoren vermarktet. Je professioneller dies wirkt, desto besser werden sich die Verlagsmitarbeiter auch um Ihr Buch und Sie als Autoren kümmern. Ein Buch, dass in einem Nischenverlag erscheint und das Sie mehr oder weniger selbst an den Mann oder die Frau bringen müssen, nützt Ihnen allenfalls als Sprungbrett zu einem besseren Verlag, der dann Ihr zweites Buch veröffentlicht.

Sind Sie ein „No Name“, richten Sie sich nun auf eine Zeit des Klinkenputzens ein. Die Liste der möglichen Verlage sollte mindestens zehn Adressen umfassen, besser noch mehr.

 Schritt 3: Die erste Kontaktaufnahme

Recherchieren Sie zunächst im Internet, auf welchem Weg Ihre Wunsch-Verlage die Kontaktaufnahme durch neuen Autoren erwünschen. Meistens ist sogar schon der passende Ansprechpartner angegeben: entweder der Lektoratsleiter oder ein Lektor, der das Ressort betreut, in dem Ihr Buch erscheinen würde. Haben Sie keine anders lautenden Angaben gefunden, rufen Sie beim Verlag an und sprechen mit dem für Sie zuständigen Lektor. Schildern Sie ihm kurz Ihre Idee und das Neue daran. Versuchen Sie in diesem Gespräch, durch offene Fragen (W-Fragen) möglichst viel von den Interessen des Verlags herauszufinden und machen Sie sich Notizen. Dann bieten Sie ihm die Zusendung eines Exposés oder einer Ideenskizze an. Besteht grundsätzlich Interesse, wird man diesem Angebot gerne zustimmen. Erfragen Sie, in welcher Form Sie das Exposé schicken sollen: als Word-Datei, als PDF-Datei oder in ausgedruckter Form. Häufig ist es auch so, dass Verlage bereits entsprechende Formulare oder Angaben auf ihrer Website bereithalten, die Sie dann nur noch ausfüllen müssen.

Schritt 4: Das Exposé

Das Exposé ist das entscheidende Medium, in dem Sie Ihre Idee attraktiv präsentieren und den Verlag vom Nutzen eines solchen Buchprojektes überzeugen. Verwenden Sie die Notizen aus dem Telefonat, um schon in Ihrem Exposé auf die Wünsche und Interessen des Verlags einzugehen. Schildern Sie in Ihrem Anschreiben den Grund der Kontaktaufnahme mit gerade diesem Anbieter, Ihre Idee und deren Neuigkeitsaspekt sowie den Nutzen, den der Verlag von der Veröffentlichung eines solchen Buchprojekts hätte. Dann fügen Sie eine Gliederung bzw. ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis hinzu mit stichpunktartigen Erläuterungen zu den einzelnen Abschnitten. Lassen Sie in einem Extra-Textabsatz erkennen, dass diese Inhaltsangabe nur vorläufig ist und dass Sie die genauen Inhalte gerne gemeinsam mit dem Verlag festlegen.nAls nächstes folgt ein Textauszug im Umfang von drei bis vier Seiten, der in einem Kapitel des Buchs vorkommen könnte. Die Mitarbeiter möchte sich ein Bild von Ihrem Schreibstil machen und abschätzen, wie viel Arbeit das Lektorat möglicherweise in Ihre Betreuung als Autor stecken muss. Sehr erfreut reagieren die Lektorate, wenn Sie dann noch eine Liste mit bereits vorhandenen Publikationen zu ähnlichen Themen und die Abgrenzung Ihrer Idee davon finden (z. B. in einer übersichtlichen Tabelle). Schicken Sie Ihr Exposé nun personalisiert an alle Verlage, die telefonisch Interesse daran bekundet haben. Achten Sie darauf, Ihren Anschreiben immer eine individuelle Note zu verleihen, indem Sie sich auf Details aus dem voran gegangenen Telefonat beziehen. Falls vorhanden, legen Sie thematisch passende Fachartikel bei, die Sie in den Medien veröffentlicht haben. Damit untermauern Sie Ihre journalistischen Qualitäten.

Schritt 5: Und nun ist Geduld gefragt

Nun benötigen Sie einen langen Atem. Bei manchen Verlagen kann es mehrere Monate dauern, bis Sie eine Reaktion erfahren – einige melden sich kommentarlos überhaupt nicht mehr bei Ihnen. Rufen Sie nach ein paar Wochen sicherheitshalber selbst noch einmal an, um nach den Stand der Dinge zu fragen. Meistens ist es jedoch so, dass das Ausbleiben einer Antwort die Ablehnung des Buchprojekts bedeutet. Hat ein Verlag „angebissen“, wird sich das Lektorat in der Regel von allein mit Ihnen in Verbindung setzen. Entweder werden Sie zu einem persönlichen Gespräch eingeladen oder es geht schon um die Eckdaten des Vertrags.

Tipp: Wenn Sie selbst nicht gut schreiben können oder keine Zeit dafür haben, lohnt sich das Einschalten eines Ghostwriters. (Birgit Lutzer)

Wenn der Change-Feuerwehrmann kommt

16-12-change-feuerwehrDurch die Digitalisierung stehen in fast jeden Betrieb Änderungen auf dem Plan. Doch manchmal wehren sich die Mitarbeiter gegen neue Technologien. Helfen kann z. B. ein REFA-Techniker für Industrial Engineering. An der Schnittstelle zwischen Geschäftsleitung, Führungskräften und Mitarbeitern kann er 4.0-Wandlungsprozesse begleiten und moderieren.

In der Weiterbildung erhält er umfangreiche Fach- und Methodenkompetenz sowie Kenntnisse, Systeme zu analysieren und zu steuern. Doch weitaus mehr gehört zu seinem „Werkzeugkoffer“, wie der langjährige REFA-Lehrbeauftragte Hans-Jochen Wiersbowsky erläutert: „Ein Themen-Modul dreht sich um Führung, Kommunikation und Konfliktmanagement. Dies befähigt die Absolventen dazu, sich in Wort und Schrift auf verschiedene Personen oder Gruppen einzustellen. Sie lernen, konstruktiv mit Widerständen und Auseinandersetzungen umzugehen.“

Bei der Umstellung auf eine neue 4.0-Technologie müssen etwa der Geschäftsführung Nutzen und Funktionsweise der digitalen Lösung sowie daraus resultierende Änderungen der Arbeitsorganisation vermittelt werden. Planer, Maschinenbediener, Logistiker, Betriebsräte und andere sollten die Vor- und Nachteile des neuen Wegs erfahren. Auch die Personalverantwortlichen sind mögliche Gesprächspartner des Industrial Engineers: Er muss sie über die anstehende Änderungen informieren und beraten, damit sie ihre Rekrutierungs- und Qualifizierungsprozesse dran anpassen können.

Im Dialog mit verschiedenen Interessengruppen innerhalb des Unternehmens ist Hintergrundwissen über die Kommunikation zwischen Experten und Laien gefragt. „Wenn ich als Fachmensch mit einem Kollegen auf inhaltlicher Augenhöhe spreche, sind Fachbegriffe üblich und auch gefragt. Ganz anders sieht es aus, wenn ich einem Anwender aus einer anderen Abteilung erklären muss, wie eine neue Technologie zu bedienen ist.“ Im letzten Fall sei das KISS-Prinzip geeignet. Die Abkürzungen stehen für „Keep it short and simple.“ Wiersbowsky: „Kurze Sätze, einfache Wörter und bildhafte Vergleiche machen die Sprache verständlicher für das Gegenüber.“ Wäre unklar, ob der andere Fachkenntnisse habe oder nicht, seien genaues Zuhören sowie Beobachten von Mimik und Gestik gefragt. „In der REFA-IE-Weiterbildung üben wir dies in verschiedenen Szenarien und anhand von Beispielen aus dem Arbeitsalltag.“

Trotzdem gebe es bei Umstellungen zuweilen „Sand im Getriebe“, sagt Wiersbowsky. Um aus hitzigen Diskussionen Dampf herauszunehmen und zwischenmenschliche „Brände“ zu löschen, sei es wichtig, das eigene Gesprächsverhalten und das der anderen zu beobachten. „Viele Menschen setzen Reizwörter und Killerphrasen ein. Darunter versteht man Begriffe und Formulierungen, die negativ aufgeladen sind und die in jedem Fall für schlechte Stimmung sorgen.“ Besser ist nach Auffassung des Lehrers die so genannte „positive Gesprächsführung.“ Darunter versteht man das Wählen von alternativen Begriffen, die neutral oder sogar positiv besetzt sind. Beispiele:

  • Problem – Herausforderung
  • Krise – Aufgabe
  • Kritik – Anregung, Verbesserungsvorschlag

Killerformulierungen dienen Wiersbowsky zufolge dazu, den anderen herabzusetzen und mundtot zu machen. Er nennt ein Beispiel: „Stellen Sie sich nicht so an. Die Software ist so einfach, dass sogar ein Schimpanse damit umgehen kann.“ Selbst wenn der Sprecher so etwas denke, sei es geschickter, sich anders auszudrücken: „Wir können uns das ganze noch einmal zusammen anschauen und Sie nennen mir die Punkte, wo es momentan noch hakt. Ich bin sicher, dass Sie anschließend gut damit klarkommen.“

Die traditionellen Strategien und Methoden von Industrial Engineering und Personalmanagement werden derzeit vom REFA-Institut überprüft und weiterentwickelt. Es geht um die Balance von Produktivität und nachhaltiger Unternehmenskultur, welche die Mitarbeiterorientierung als wichtigen Erfolgsfaktor fördert. (Birgit Lutzer)

Reine Lupenschau verhindert Überblick

lupe

Wer nur durch die Lupe blickt, konzentriert sich auf Details. Der große Zusammenhang bleibt im Nebel. Davon sind Firmen-Mitarbeiter betroffen, die nur das wissen, was sie unmittelbar angeht. Hätten Sie den Blick auf das Gesamtgetriebe, könnten Sie ihre Arbeit besser verrichten und Fehler erkennen.

In einem gerade erschienenen REFA-Nordwest-Interviewband sagt Roman Rackwitz, Gründer & Geschäftsführer der Agentur Engaginglab München: „In vielen Firmen wissen viele Mitarbeiter nicht genug, da wird vieles im Unklaren gelassen, und dabei geht dann auch der Spaß an der Sache verloren. Und es gibt ja tausend Gründe, warum Unternehmen Angst vor Transparenz haben.“

Schäden durch „Business-Firewalls“ und Teilwissen

Der Psychologe Dr. Dennis Brodbeck bezeichnete solche weit verbreiteten Verhaltensstrukturen in einem Messe-Vortrag auf der „Personal 2012″ als „Business-Firewall“. Brodbeck erläuterte, welche Befürchtungen möglicherweise dahinter steckten: „Andere Menschen könnten mitbekommen, was Ihnen wirklich wichtig ist, wo Sie verletzbar sind oder auch, was Sie eigentlich wirklich wollen.“ Leider wirkten Verschlossenheit und Zurückhaltung oft wenig sympathisch. Transparenz schaffe Sicherheit und sorge für die Bildung von Vertrauen – sowohl bei eigenen Mitarbeitern als auch bei Kunden. „Marketingmäßig gestylte Botschaften werden mit Professionalität verwechselt, obwohl niemand sie hören will“, betonte der Führungsexperte. Er riet dazu, sich mehr „in die Karten schauen zu lassen.“ Wie sich Intransparenz im Bereich der Produktion auswirken kann, beschreibt die REFA-Lehre.

In Industrieunternehmen sind Mitarbeiter häufig in Teilabläufe integriert, ohne zu wissen, was vor oder nach Ihnen geschieht. Fehler oder auch unsinnige Tätigkeiten werden nicht erkannt. Wird hingegen der Gesamtprozess transparent gemacht, verstehen die Mitarbeiter die einzelnen Schritte und ihren Zusammenhang besser. Sie können effektiver arbeiten, Fehler erkennen und Ideen für Verbesserungen entwickeln. Zwei Handlungsfelder stehen also im Fokus: erstens eine Ablaufanalyse und zweitens die Kommunikation darüber mit den Beschäftigten, um sie mehr „ins Boot“ zu holen.

Erst Analysieren, dann Kommunizieren

Die Ablauforganisation regelt das räumliche und zeitliche Zusammenwirken von Menschen, Betriebs- bzw. Arbeitsmitteln und die Erfüllung von Arbeitsaufgaben. Bei der Analyse geht es um die Darstellung und Bewertung von Prozessen oder Arbeitsabläufen in Wertschöpfungsketten, einzelnen Geschäftsfeldern oder im Gesamtunternehmen. Auf einen Blick:

  • Systematische Untersuchung des Zusammenwirkens der beteiligten Personen, Betriebs- und Arbeitsmittel zur Erfüllung von Kundenaufträgen
  • Gliederung des Auftragsdurchlaufs in Prozesselemente (Aufgaben, Vorgänge etc.)
  • Grafische Darstellung

Für aussagekräftige Ergebnisse sollten Prozesse und Abläufe ausgewählt werden, die repräsentativ sind in Hinsicht auf die erforderlichen Zeiten, die verwendeten Betriebs- und Hilfsmittel sowie die Qualifikation der Beteiligten. Auch Liege- und Wartezeiten müssen betrachtet werden. Im Arbeitsablauf wird erfasst, wer was wo (Abteilung, Prozess, Arbeitsplatz …) in welcher zeitlichen Abfolge mit welchen (Betriebs-)Mitteln zur Erfüllung von Kundenaufträgen beisteuert. Hilfreich kann eine Tabelle wie die folgende gekürzte sein (hier am Beispiel „Metallverarbeitung“):

Lfd. Nr. Arbeitsschritt Bearbeiten Transport Lagern Prüfen Verzögerung Zeitaufwand min
01 Material bereitstellen X 15,0
02 Mat. vereinzeln und nachmessen X 650,0
03 Biegen X 25,0
04 Winkel prüfen X 38,0
05 Winkel auf Palette legen + warten X 150,0
06 Transport zum Bohren X 350,0
07 Vor Bohrmaschine abstellen, warten X 150,0
.

.

.

(weitere aus Platzgründen nicht aufgeführte Positionen) .

.

.

19 Abtransport X 38,0
 

 

 

Summe

 

4 X

 

5 X

 

0 X

 

3 X

 

7 X

 

2.425,0

Quelle: vgl. REFA-Fachbuchreihe Unternehmensentwicklung, Industrial Engineering, Darmstadt 2011, S. 124 – 126.

Durch Addieren der Kreuzchen und der Zeit springen die Mängel ins Auge. Je höher die Zahl der Kreuze in der Spalte „Verzögerungen“ ist, desto mehr muss an diesem Punkt mit der Ablaufoptimierung angesetzt werden. Im weiteren Fokus steht dann jedoch die Kommunikation, um Mitarbeiter zu Mitwissern und Beteiligten zu machen. Ein wichtiger Nebeneffekt liegt darin, dass deren Arbeitsmotivation dadurch in der Regel steigt.

Wer sagt was wie zu wem?

Es kommt bei diesem Kommunikationsprozess darauf an, die Leute regelmäßig und gezielt mit Details zu vorsorgen, statt sie wahllos mit Inhalten zu überkübeln. Nur so können gute Arbeitsergebnisse sichergestellt werden. Folgende Leitfragen haben sich dabei bewährt:

Empfänger-Auswahl

  • Welcher Mitarbeiter benötigt wann welche Information?
  • Was sind Dinge, die die Abteilung oder das Team wissen muss?
  • Welche Informationen müssen an die gesamte Belegschaft übermittelt werden?

Informationsaufbereitung

  • Sind die Empfänger Laien oder Experten? Beispiel: Die Chef-Buchhalterin muss sich nicht unbedingt im Detail mit Produktionsabläufen auskennen.
  • In welchem Sprachstil und mit welchen Ergänzungen (z. B. Visualisierungen) sollen die Inhalte angepasst an die jeweiligen Empfängerkreise aufbereitet werden?

Übermittlungskanal

  • Welche Inhalte sollen im persönlichen Gespräch oder während eines Meetings übermittelt werden?
  • Für welche Art von Informationen eigenen sich E-Mails, Nachrichten im Intranet, Memos oder Berichte?
  • Was gehört an Aushänge oder soll z. B. durch eine Videobotschaft auf dem Flur oder anderen Räumlichkeiten kommuniziert werden?
  • Für welche Inhalte ist die Betriebszeitung das richtige Medium?
  • Wer sollte jeweils der Kommunikator sein?

(Gunnar Grimm und Hans-Walter Zimmermann)

Über die Autoren:

Gunnar Grimm

grimm-miniDer Vorsitzende und Ausbildungsleiter des REFA Bezirksverbandes Hamburg ist REFA-Lehrer. Hauptberuflich engagiert er sich als Projektleiter im Bereich Arbeitsstudien & Prämiensysteme für die Hermes Fulfilment GmbH. Dort führt er unter anderen Zeitstudien und Ablaufanalysen durch. Auf Basis der Ergebnisse entwickelt er Optimierungsmaßnahmen. Außerdem bringt er seine Innovationskraft in ein Mitwirken beim Betrieblichem Vorschlagswesen ein.

 

Hans-Walter Zimmermann

zimmermann-miniEr ist zweiter Vorsitzender und Vertriebsbeauftragter des REFA Bezirksverbandes Hamburg. In diese verantwortungsvollen Aufgaben bringt er langjährige Erfahrung in den Bereichen der Planung und Steuerung ein. Darüber hinaus kümmert sich der„Zahlenfuchs“ um Angebotskalkulationen und Preisgestaltung. Als Projektleiter ist er für Sonderaufgaben zuständig und konzernbergreifend im In- und Ausland tätig.

 

 

Kontakt:

REFA Nordwest e. V.
Bezirksverband Hamburg
Campus BFW
Haus E
August-Krogmann-Straße 52
22159 Hamburg

Telefon: (0 40) 24 37 23
Telefax: (040) 28 00 47 81
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Brücken zwischen Ländern bauen: Online-Weiterbildung Türkisch-Übersetzer/in

dozentDamit die Kommunikation zwischen Türken und Deutschen besser gelingt, sind Personen mit Kenntnissen beider Sprachen gefragt. Die Übersetzer- und Dolmetscherschule Köln bietet seit Oktober 2016 eine Online-Ausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer für Türkisch an. Im virtuellen Klassenzimmer lernen die Teilnehmenden alle Techniken des Übersetzens vom Türkischen ins Deutsche und andersherum.

Jeden Abend und am Samstag-Vormittags treffen sie sich mit ihrem Dozenten zum virtuellen-Unterricht auf der schuleigenen Online-Plattform. Nach einem Jahr legen sie die Prüfung zum staatlich geprüften Übersetzer für die türkische Sprache ab. Zur Lerngruppe gehören Teilnehmer im Alter von 26 bis 63 Jahren, deren beruflicher Hintergrund ganz unterschiedlich ist. Mit dabei sind Studierende, Absolventen, ein Ingenieur, eine studierte Betriebswirtin, eine Rechtsanwaltsgehilfin, eine Hausfrau, Fremdsprachenassistenten und eine Integrationskursleiterin. Mit großem Enthusiasmus bereiten sie sich in der Online-Gruppe auf ihren neuen Beruf vor. Mit der Ausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer möchten sie einen Meilenstein für ihre berufliche Zukunft in internationalen Unternehmen, Behörden mit Auslandskontakten setzen oder als freiberufliche Übersetzer tätig werden.

Der Computer-Ingenieur Sefik Özdemir (60) aus Stuttgart und Alanya ist einer der älteren Teilnehmer. Er möchte sich ein neues Standbein als Übersetzer aufbauen. Er hat viel Freude am Übersetzen. „Ich finde es klasse, dass ich mich bequem von zu Hause – meist im türkischen Alanya – in einer netten Lerngruppe beruflich fortbilden kann“, sagt Sefik Özdemir. Schließlich bliebe dann noch genügend Zeit, das gute Wetter in der Türkei zu genießen, online am Unterricht teilzunehmen und auch die Haus- und Übungsaufgaben gewissenhaft zu machen.

Duygu Türkeş aus Fulda arbeitet als Assistentin in einem internationalen Unternehmen. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften erlangt und ist zweisprachig aufgewachsen. „Deshalb bezeichne ich sowohl Deutsch als auch Türkisch als meine Muttersprachen“, sagt die 26-jährige. Als Zweisprachige möchte sie mit dem staatlichen Abschluss ihre Karriereaussichten verbessern.

„Obwohl nicht alle Kursteilnehmer in Deutschland leben, haben die meisten die deutsche Staatsangehörigkeit“, weiß Schulleiter Dr. Jerry Neeb-Crippen zur berichten. Die eine Hälfte gebe als Muttersprache Türkisch an, die andere Hälfte Deutsch. „Sie alle schätzen unser Lernangebot, weil es eine Alternative zum herkömmlichen Fernstudium darstellt. So verschicken wir beispielsweise keine Studienbriefe oder Bücher. Das gesamte Unterrichtsmaterial befindet sich auf unserer Online-Plattform, wo die Studierenden in der Gruppe das Übersetzen meist anhand von aktuellen Zeitungsartikeln lernen“, sagt Dr. Neeb-Crippen. Aufgefallen ist dem Schulleiter, dass die Türkisch-Kursteilnehmer im Gegensatz zu anderen Online-Sprachgruppen vor ihrer Anmeldung genau wissen möchten, wie gut ihre Dozenten qualifiziert sind. „Wie auch in unseren anderen Online-Kursen für Englisch, Arabisch, Russisch, Spanisch oder Französisch unterrichten nur ausgebildete muttersprachliche Lehrkräfte und führen die Teilnehmer zum Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer“.

Yasemin Özkaya (42) ist zurzeit Hausfrau. Sie hat 2009 ihr Abitur im Abendgymnasium gemacht. „Ich finde es sehr verlockend, in einem Online-Kurs von zu Hause aus einen Beruf zu erlernen“, sagt die Dortmunderin. „Den Unterricht mit Live-Übertragungen empfinde ich als sehr gut und persönlich. Man hat eine direkte Bezugsperson, die einen beim Lernen unterstützt.“ Frau Özkaya möchte nach ihrem Abschluss als Übersetzerin vor allem von zu Hause arbeiten.

Alle Online-Lehrgänge starten an der Übersetzer- und Dolmetscherschule jeweils zum ersten eines Monats. Das Abitur wird nicht verlangt, aber sehr gute Kenntnisse der gewählten Fremdsprache und die ausgezeichnete Beherrschung der deutschen Sprache. Die Übersetzerschule spricht vor allem Berufstätige und Studierende an, die sich zusätzlich qualifizieren möchten oder eine berufliche Neuorientierung suchen.

Der Unterricht findet live im Internet statt. Die Teilnehmer benötigen einen PC oder ein Tablet und eine stabile Internetverbindung, um auf der Adobe Connect-Plattform im E-Learning miteinander zu kommunizieren. Die monatlichen Gebühren betragen 295 Euro. Sie beinhalten unterrichtsbezogenes Material und die persönliche Dozentenbetreuung. Vor dem Kursstart überprüft die Schule die Sprachkenntnisse in einem Aufnahmesprachtest.

Am 13. Dezember 2016 um 19 Uhr findet ein Online-Informationsabend statt. Weitere Information auf der Homepage www.dolmetscherschule-koeln.de und telefonisch oder per Mail bei der Übersetzer- und Dolmetscherschule, Weißhausstraße 24, 50939 Köln, Telefon: 0221 22 20 60 83, E-Mail kontakt@dolmetscherschule-koeln.de.

Über die Übersetzer- und Dolmetscherschule Köln

Sie gehört zum RBZ Rheinisches Bildungszentrum Köln, das seit über 40 Jahren im Bereich Ausbildung und Studium tätig ist. Seit 2010 bietet die Übersetzer- und Dolmetscherschule die Ausbildung zum geprüften Fremdsprachenkorrespondenten (IHK) und die Ausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer/Dolmetscher an. Seit Herbst 2015 ermöglicht die Schule auch im Online-Lehrgang den Weg zum anerkannten Übersetzerabschluss in verschiedenen Sprachen. Die Schule ist zertifizierter Kooperationspartner der Agentur für Arbeit. (Beatrix Polgar-Stüwe)

Kontakt:

Übersetzer- und Dolmetscherschule Köln, RBZ Rheinisches Bildungszentrum Köln gGmbH, Weißhausstraße 24, 50939 Köln, Tel.: 0221 22 20 60 83

Jobs.de verbindet Firmen und Bewerber

Unternehmen klagen über Fachkräftemangel, während Stellensuchende oft auch nach längerer Such noch nicht „ihren“ Traum-Arbeitgeber gefunden haben. Jobs.de bringt beide an einen virtuellen Tisch: Stellensuchende mit vielen Jobs, Karriere- und Stellentipps, Arbeitgeber mit einer Recruiting-Software.

Auch CEO Matt Ferguson ist überzeugt davon, mit jobs.de und dem Arbeitgeber-Partnerportal „carreerbuilder“ eine Marktlücke zu besetzen. „Wir sind mehr als nur eine Jobbörse. Wir sind der weltweite Marktführer für HR-Lösungen.“ Carreer Builder helfe dabei, „die passenden Talente mit den passenden Vakanzen zusammenzubringen.“

Um Stelleninteressierten die regionale oder bundesweite Jobsuche noch einfacher zu machen, können sie sich bei Jobs.de registrieren. Dadurch erhalten sie Zugriff auf Funktionen wie personalisierte Suchprofile, können als Stelleninteressierte ihre Bewerbungsunterlagen verwalten und auf ihr Profil abgestimmte Empfehlungen erhalten. Mit einer patentierten Technologie sucht das System nach Ausschreibungen, die zu Schlüsselwörtern im hochgeladenen Lebenslauf passen bzw. die Jobs ähneln, die sich der Stellensuchende angesehen bzw. um die er sich bereits beworben hat. Ferguson empfiehlt: „Je häufiger Sie Jobs.de verwenden, desto besser werden die Jobübereinstimmungen.“ Wichtig ist auch die Filterfunktion „Ort“, die mit einer Umkreissuche in einem Radius nach Wunsch eingestellt werden kann. Erhält jemand bei einer Eingabe keine passenden Jobvorschläge, werden Weiterbildungsmöglichkeiten zum angegebenen Beruf und Fachartikel eingeblendet.

Wer ganz ohne Registrierung lieber anonym bleiben möchte, kann auch diesen Weg gehen. Um Jobempfehlungen zu erhalten, muss er sich für mindestens eine Stelle über das Portal zu bewerben. Ferguson weist auf eine mögliche „Fußangel“ bei diesem Verfahren hin. „Wenn Sie sich bereits beworben haben, aber noch keine Empfehlungen erhalten haben, haben Sie dies wahrscheinlich von einem anderen Computer aus getan.“ Er rät dazu, entweder das Ausgangsgerät zu verwenden oder sich zu registrieren, um unnötiges Hin- und Herspringen zu vermeiden.

Wer möchte, kann zusätzlich den Jobs.de-Newsletter mit Informationen rund um Beruf und Karriere abonnieren. Ebenfalls per Mausklick bestellbar sind Hinweise zu Jobmessen am oder in der Nähe des Wohnorts. Ein großer Bereich mit Fachbeiträgen, Checklisten und Tipps zu Stellensuche und Bewerbung runden das Angebot ab. Sogar für Bewerbungen auf Englisch werden kostenlose Vorlagen und Musteranschreiben bereitgestellt. Auch dann, wenn es um juristische Frage zum Arbeitsvertrag, versteckte Klauseln, Krankheit und Kündigung geht, hat die Job.de-Redaktion passenden Beiträge parat.

Führungskräfte und Recruiter werden unter dem Link „Arbeitgeber-Magazin“ zu Carrerbuilder weitergeleitet. Dort sind wertvolle, journalistisch aufbereitete Hinweise für das Finden der passenden Kandidaten abgelegt. Themenschwerpunkte sind Mitarbeitermotivierung, Recruiting, Employer Branding, Kommunikation mit Beschäftigten und Bewerbern. Wer seine E-Mail-Adresse angibt, erhält in einem Turnus von wahlweise wöchentlich oder monatlich aktuelle HR-News. Außerdem besteht Zugriff auf E-Books und einen Terminkalender, in dem nach Webinaren und Business-Events gesucht werden. (Birgit Lutzer)

Expertenstatus durch Fachpublikationen

experte-fachpublEs heißt zwar so schön „Konkurrenz belebt das Geschäft“, doch das unüberschaubar große Angebot an „Keynote-Speakern“, Trainern, Coachs und Beratern führt zu geringer Transparenz. Während viele fähige Freiberufler über Auftragsmangel klagen, wissen Unternehmen und Weiterbildungswillige oft nicht, welcher Anbieter der beste ist. Wer eigene Medienbeiträge und Fachbücher aufweisen kann, hat bessere Chancen am Markt.

NLP-Trainer Heiner Müller* (Name geändert) etwa hat die Erfahrung gemacht, dass er zwar eine viel fundiertere Ausbildung als eine regionale Mitbewerberin hat, dass diese ihm aber trotzdem mehrmals in Auswahlverfahren vorgezogen wurde: „Sie hat ein paar Mal Artikel über NLP in der Zeitung veröffentlicht – so etwas macht natürlich Eindruck!“ beklagt er sich. Damit nimmt er Bezug auf einen wichtigen Effekt, den Fachveröffentlichungen haben: Wer unter seinem Namen Artikel in der Presse oder auch ein Buch zu seinem Fachgebiet bei einem Verlag veröffentlicht hat, gilt damit bei vielen Menschen automatisch als nachgewiesener Experte für sein Thema. Doch der Weg zu derartigem Ruhm ist steinig. Aus diesem Grund folgen hier die drei größten Irrtümer in Bezug auf Fachartikel und Buchprojekte:

Irrtum 1: „Mein Thema ist so interessant, dass sich Redakteure und Buchverlage vor Begeisterung überschlagen werden.“

Medien und auch Verlage veröffentlichen am liebsten über Themen, die neu, einmalig oder brisant sind oder die von einem Prominenten an sie herangetragen werden. Wenn Sie also noch unbekannter Experte zu einem schon bekannten Thema sind, sollten Sie diesem eine noch nie da gewesene Besonderheit verleihen. Bereiten Sie Ihr Inhalte doch für eine ganz spezielle Zielgruppe auf („Verkaufsgespräche für Handwerker“) und wenden Sie sich dann an Medien, die sich auf genau diesen Personen- oder Unternehmenskreis spezialisiert haben. Eine andere Möglichkeit besteht darin, Bezug auf ein Thema wie „Wahlkampf“ zu nehmen. Beispiel: Sie sind Rhetorik-Trainerin und äußern sich über den Redestil verschiedener Politiker.

Irrtum 2: „Schon bei der ersten Presseaktion werde ich als No Name in der FAZ, im Focus-Magazin und natürlich im Spiegel erscheinen. Danach sind Fernsehauftritte geplant. Und für mein Buchprojekt kommt sowieso nur der beste und bekannteste Verlag in Frage.“

Richten Sie sich als erst zukünftiger Prominenter besser zunächst auf das sprichwörtliche „Klinken putzen“ und eine geringe Resonanz ein. Fachveröffentlichungen gehorchen immer einem Schneeballeffekt: Haben Sie schon etwas publiziert, fällt die Überzeugungsarbeit leichter. Daher bietet sich gerade zu Beginn folgende Vorgehensweise an: Wenden Sie sich zunächst ein kleinere Medien (z. B. IHK-Zeitungen, Regionalpresse) oder an Online-Medien, die aus Gründen der Aktualität viele Texte benötigen. Dort ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie Ihr Thema platzieren können. Das gleiche gilt für Verlage: Um sich überhaupt einen Namen als ernst zu nehmender Autor zu machen, kann es sinnvoll sein, beim ersten Buchprojekt bei kleineren Verlagen anzufragen. Dies kann dann Ihr Sprungbrett für weitere Veröffentlichungen bei größeren Verlagshäusern sein.

Irrtum 3:„Ein Fachartikel oder ein Buch bringen mir sofort viele neue Kunden.“

Sicher können Sie durch einen Fachartikel oder ein gutes Buch neue Kunden gewinnen – das ist schließlich ein wichtiges Ziel dieses Marketing-Instruments! Doch die genaue Wirkung einer Veröffentlichung ist schwer im Voraus zu berechnen. Manche Menschen schneiden sich einen Beitrag aus und melden sich erst nach einem halben Jahr mit einer Anfrage. Wenn Sie regelmäßig in Medien veröffentlichen, die von Ihrer Zielgruppe gelesen werden, erhöhen Sie im Lauf der Zeit Ihren Bekanntheitsgrad. Je mehr Sie veröffentlichen, desto kürzer ist der Zeitraum bis zu folgender Reaktion: „Ach, von dieser Beraterin habe ich doch schon mal etwas gelesen. Sie scheint eine gefragte Expertin zu sein! Wir werden Sie für unsere Ausschreibung kontaktieren.“

Fazit:

Trotz der genannten Einschränkungen ist der Aufbau eines Expertenstatus zwingend mit Fachveröffentlichungen verknüpft. Jeder der zehn bekanntesten Trainer oder „Keynote-Speaker“ weist eine Reihe von Ratgebern und Fachartikeln in bekannten Medien auf. Gerade wenn Sie erst am Beginn Ihrer Pressearbeit stehen oder darüber nachdenken, Ihre Erkenntnisse aus dem Berufsalltag in einem Buch zu veröffentlichen, ist eine Politik der kleinen Schritte sinnvoll. Um eigene Medienkontakte zu generieren, führen Sie Ihre Pressearbeit zunächst so weit wie möglich in Eigenregie durch. Alles spricht dafür, für die Texte einen erfahrenen Journalisten oder Werbetexter in Anspruch zu nehmen. Doch die Telefonate mit den Redaktionen und den Vertrieb des Pressematerials sollten Sie in kleinem Rahmen in Eigenregie durchführen. Möchten Sie Ihre Pressearbeit  professioneller durchführen lassen, können Sie auch eine/n Freiberufler mehr einbinden. Er oder sie tritt nach außen in ihrem Namen auf und hat eine eigene E-Mailadresse unter Ihrem „Dach“. Vorsicht bei diesem Konstrukt ist jedoch bei möglicher Scheinselbstständigkeit geboten. Achten Sie darauf, dass derjenige eine eigene Internetseite hat und für mehrere Kunden aktiv ist. (Birgit Lutzer)

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