OWL-Firmen

Infos und „best Practice“ aus regionalen Firmen

Innovativ mit Tradition – die Clausen oHG Bielefeld

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Alles begann mit Laborbehälterbau und Dunkelkammereinrichtungen – damals, 1981, als die Fotografie noch analog war.  Rüdiger Clausen konstruierte Kunststoff-Behälter, die resistent gegen Chemikalien waren. Seinerzeit belieferte er unter anderem die Bodenforschung Hannover mit großen Becken zur Entwicklung ihrer Luftbildaufnahmen.

Nostalgisch sind mittlerweile auch die von ihm konstruierten Taucherlampen. Auf deren innovativer Technik indes basieren die heute von ihm hergestellten und vertriebenen Scheinwerfer und Handlampen für den professionellen Einsatz.

Ob Xenon-Gasentladungslampen oder LED Arbeits-Scheinwerfer – in jedem einzelnen Produkt der Clausen oHG spiegelt sich jahrelange Erfahrung mit der Materie wieder. In ihrem Werk in Bielefeld wurden auf Basis der Gasentladungstechnik aus der Automobilindustrie und neuester LED-Technik Beleuchtungen entwickelt, die in Hinblick auf Lichtausbeute und Brenndauer bisher unerreichte Werte erzielen. Die von der Clausen oHG eingesetzten Xenon-Leuchtmittel leisten garantiert 50.000 Einschaltvorgänge und sind auch im heißen Zustand sofort einsatzbereit.

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Davon profitieren inzwischen zahlreiche Feuerwehren, Sportplätze, Großbaustellen und all jene, die Tag und Nacht auf perfekte Ausleuchtung angewiesen sind. Als Zuliefererung für Werbetechnikfirmen und Werbeagenturen werden Fräsarbeiten und Zuschnitte von der Portalfräse angeboten. PVC-Hartschaum, Alu-Verbundplatten, Plexiglas, Aluminium und viele andere Werkstoffe werden auf diese Weise in die unterschiedlichsten Produkte verwandelt. Behälter, Einbautanks, Kunststoffeinsätze, Soleverteiler und Sicherheitswannen sind nur einige der angebotenen Erzeugnisse.

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Besonders gefragt ist ein Mix aus Beleuchtung und gefrästem Kunststoffschild. Ein Hingucker für alle Arminia-Fans ist das folgende Schild für den Bielefelder Fußballverein:Innovativ, vielseitig und der Zeit immer eine Idee voraus – so lassen sich Firmeninhaber Rüdiger Clausen und seinen Sohn Michael, der seit 2011 Mitgesellschafter ist, charakterisieren.

Denn der Firmensitz Bielefeld liegt ja nicht gerade an der Küste. Umso erstaunlicher ist es, dass es den Wassersportlern Rüdiger und Michael Clausen gelungen ist, auch im Bootsbau Fuß zu fassen. Sie lesen richtig!

Clausen-04Das Hochwasserboot „Typ Gütersloh“, welches von der DLRG genutzt wird, stammt zu 100 %  aus der „Werft“ Clausen oHG. Und sie reparieren auch. Jedes Jahr zum Ferienende werden rund 70 – 80 Kanus nach Bielefeld verbracht. Die Firma Voyage Gruppenreisen, die Kanufahrten organisiert und anbietet, ist froh, dass ihre viel genutzten Wasserfahrzeuge durch fachkundiges Extruder-Schweißverfahren eine Lebensverlängerung erhalten.

Zwar deutschlandweit unterwegs, so sind es doch die traditionellen ostwestfälischen Werte, die die Firma Clausen oHG auszeichnen: bodenständig, zuverlässig, robust und reaktionsschnell. „Wenn in Bayern ein Notfall eintritt, lassen wir hier alles stehen und liegen und fahren hin, sei es auch nur, um einen Stutzen anzuschweißen“, erzählt uns Rüdiger Clausen. Das sei selbstverständlich und „da sind wir klar im Vorteil zu den großen Anbietern“. Ende 2016 steht ein Umzug in eine neue, wesentlich größere Halle an. Wir sind gespannt auf weitere Innovationen aus dem Hause Clausen oHG und werden berichten. (Petra Zreik)

 Kontakt:

Clausen oHG, Fichtenweg 13, 33649 Bielefeld. Telefon: 0521 – 45 20 63 E-Mail: info@handlampen.com, www.teuto-kunststofftechnik.de, www.handlampen.com

IHK ehrt Azubis: 259-mal Note „sehr gut“

(Firmeninfo) Die erfolgreichen Absolventen der Sommerabschlussprüfung der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) wurden am 21.10.2015 von IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven und IHK-Geschäftsführer Swen Binner für ihre hervorragenden Leistungen mit dem Bestenpreis der IHK geehrt worden.

Von den insgesamt 6.071 Auszubildenden, die von ehrenamtlich besetzten Prüfungsausschüssen der IHK geprüft wurden, erreichten 259 die Note „sehr gut“. Nach Worten Meier-Scheuvens haben die Auszubildenden mit ihrem sehr guten Ergebnis Fleiß, Ehrgeiz und positives Denken bewiesen.

„Mit den im Laufe Ihrer Ausbildung erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten und Ihren besonderen Erfolgserlebnissen sind Ihr Selbstvertrauen und damit auch Ihre Persönlichkeit gewachsen. Während Ihrer Ausbildung sind Sie in Ihren Betrieb integriert worden und haben gezeigt, dass Sie in einem Team arbeiten können“, lobte Meier-Scheuven die Geehrten in seiner Festrede. Er dankte allen Ausbildern, Lehrern und Prüfern für ihren Einsatz.

Die duale Ausbildung bezeichnete er als einen der wichtigsten Standortvorteile Deutschlands. Aktuell entwickelten sich die IHK-Ausbildungszahlen in Ostwestfalen positiv. „Gemeinsam müssen wir mehr Unterstützung anbieten, damit die Unternehmen ihre offenen Ausbildungsstellen adäquat besetzen können“, betonte Meier-Scheuven. Die Unternehmen seien gezwungen, die Anforderungen zu senken und auch schwächere Bewerber einzustellen. Gleichzeitig müsse die duale Ausbildung insgesamt weiterentwickelt werden. Dazu gehörten nicht nur neue Berufsbilder, sondern auch die Verdichtung der beruflichen Inhalte in Berufsgruppen.

Zum Schluss bedankten sich die Industriekauffrau Lena Borg und der Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung Julian Hohenstein, die beide bei der Bertelsmann SE & Co. KGaA in Gütersloh die Ausbildung gemacht haben, stellvertretend für die ehemaligen Auszubildenden bei allen Unternehmen, Ausbildern, Berufsschullehrern und der IHK mit deren Prüfern für das besondere Engagement. In einem Dialog machten sie deutlich, dass sie sich fachlich und vor allem persönlich weiterentwickelt hätten. Sie lobten insbesondere die abwechslungsreiche Ausbildung mit Praxisphasen im Unternehmen und die gut abgestimmte Theorie im Berufskolleg. Elisa Müller, Halbfinalistin des „Sing-a-Song“-Contests 2012 von Radio Gütersloh, begleitete die Bestenehrung der IHK Ostwestfalen musikalisch. (Kristina Fuchs, IHK Ostwestfalen Bielefeld)

Vielfachverwendung gegen die Plastikschwemme

(Firmen-Info) Pro Person gehen europaweit in Supermärkten und Einzelhandelsunternehmen jedes Jahr rund 200 Plastiktüten über den Ladentresen. Die meisten davon werden nach einmaligem Gebrauch weggeworfen – mit katastrophalen Folgen für die Umwelt.

Stefanie Werner vom deutschen Umweltbundesamt vertritt das Fachgebiet „Meeresschutz“. In einem Fachbeitrag über die Auswirkungen von Plastikmüll verriet sie: „Untersuchungen belegen, dass sich Plastiktüten regelmäßig in der Meeresumwelt finden, auch an Stränden der deutschen Nord- und Ostsee.“ Sie fügte hinzu, durchschnittlich dreiviertel der marinen Müllfunde beständen aus Kunstoffen. Die Tücke bestehe in folgendem Phänomen: „Plastikteile werden von Meeresorganismen oft mit Nahrung verwechselt, was zu inneren Verletzungen und Verhungern mit gefülltem Magen führen kann.“ http://www.umweltbundesamt.de/themen/eu-parlament-will-plastiktueten-verbrauch-deutlich Damit landet das Plastik auch wieder beim Menschen.

Auch aus diesem Grund möchte das EU-Parlament der Plastik-Schwemme einen Riegel vorschieben. Bis Ende des Jahres 2019 sollen EU-weit nur die Hälfte an leichten Kunststofftragetaschen verwendet werden wie im Jahr 2010 – bis 2025 nur noch ein Fünftel. Auf die Jahres-Stückzahl übertragen, bedeutet das eine jährliche Anzahl von 90 bzw. 40 Tüten pro Person. Für die Erfüllung dieser Vorgabe ist jedes EU-Land selbst verantwortlich. Deutschland steht mit einem jährlichen Durchschnittswert von 71 pro Person bereits jetzt gut da. http://www.umweltbundesamt.de/themen/eu-parlament-will-plastiktueten-verbrauch-deutlich

Ein Unternehmen, das die Auswirkungen der Plastikmüll-Diskussion zu spüren bekommt, ist der deutsche Druckvorstufendienstleister „Flexicon“ http://www.flexicon-group.com . Das Unternehmen ist in Halle/Westfalen ansässig und international aktiv. Vertriebsleiter Bodo Kison: „Wir sorgen dafür, dass Markenverpackungen in jedem Verkaufs-Regal der Welt gleich aussehen. Denn die Verpackung spielt oft die entscheidende Rolle für die Kaufentscheidung.“ Selbst wenn es in seinem Geschäft nicht primär um Einkaufstüten gehe, sei Plastik ein häufig genutztes Verpackungsmaterial. „Weltweit wird in vielen Unternehmen darüber diskutiert. Trotzdem fällt die Entscheidung oft zu Gunsten der attraktivsten Verpackung, die dann eben nicht die umweltfreundliche ist. Darüber hinaus werden insbesondere die Mehrkosten einer nachhaltigen Verpackung vom Verbraucher im Konsumverhalten bisher selten gewürdigt. Deshalb ist er der Meinung, dass die langfristige Umsetzung von Natur- und Umweltschutzzeilen nur durch gesetzliche Vorgaben forciert werden kann.

Auch in Schweiz wird das Thema heiß diskutiert, wie Daniel Trachsel, Geschäftsführer des Branchenverbandes Biomasse Suisse http://www.biomassesuisse.ch betont: „Aktuell ist alles im Fluss. Dies, weil das zuständige Bundesamt für Umwelt an einer Totalrevision der Technischen Verordnung über Abfälle arbeitet. Im Augenblick ist vorgesehen, dass nur vollständig mit biologisch abbaubaren Wertstoffen verpackte Lebensmittelabfälle ohne weitere Vorgaben in die Bioabfallschiene gehen dürfen.“ Parallel dazu liefen die Diskussionen um die Umsetzung einer Motion bzw. eines Antrags des Verbandspräsidenten Dominique de Buman im nationalen Parlament, der sich für ein Verbot der Gratisabgabe von Plastiksäcken einsetze. Wie dies an den Kassen der Verkaufsgeschäfte umgesetzt werden solle, sei jedoch noch unklar.

In beiden Ländern wird über eine Bezahlpflicht gesprochen, die zumindest in Deutschland schon oft umgesetzt wird. Eine andere Lösung besteht in der Verwendung von mehrfach verwendbaren Plastiktüten. Zwei umweltfreundliche Varianten hat der Schweizer Ingenieur und Erfinder Lars Rominger entwickelt – zu einen eine biologisch abbaubare Plastiktüte und eine, die besonders stabil und „unkaputtbar“ ist. Zur Letztgenannten sagt Rominger: „Die von uns eingesetzte RomoMax-Polymerfaser weist im Gegensatz konventionellen Polymerfasern, signifikant weniger Viskose und dafür mehr elastische Anteile auf. Dadurch ist sie statischer, tragfähiger und verhindert das Kriechen der Fasern bei langzeitiger extrem starker Beanspruchung.“ Dies entspricht dem Rat des deutschen Umweltbundesamtes: Deren Verantwortliche raten Verbrauchern, statt Einweg-Plastiktüten möglichst Mehrwegalternativen zu verwenden.

Kontakt:

Rominger Kunststofftechnik GmbH, Bleick 3b, CH-6313 Edlibach ZG

Tel.: +41-(0)41 / 756 03 15, Fax: +41-(0)41 / 756 03 16

Baxter: Bindung durch Transparenz und Teilhabe

Halle-Künsebeck. Bei der Baxter Oncology GmbH ist Transparenz angesagt. Die gläsernen Wände in der neuen Produktionsstätte ermöglichen den freien Blick auf Kollegen, Gerätschaften und Abläufe. Beim Mitarbeitertag Mitte Mai durften die Belegschaftsmitglieder als erste das Technologiezentrum auf geführten Rundgängen besichtigen.

Personalleiter Jürgen Fleischer erläuterte: „Die Teilhabe an Informationen ist ein wichtiger Part unseres Mitarbeiterbindungs-Konzepts.“ Das Angebot, sich vor Ort ein Bild von der „Raumstation“ zu machen, wurde gut angenommen: Trauben an Menschen mit Schutzanzügen, Schuh-Überziehern und Haarhauben schoben sich durch die Sicherheitsbereiche. Fleischer verriet: „Offizieller Beginn der Produktion ist am Ende des Jahres. Dann kommt hier keiner mehr einfach so herein.“ Umrahmt wurde der Mitarbeiter-Tag von einem Begleitprogramm mit Kinder-Unterhaltung, Improvisationskünstlern sowie Speisen und Getränken in einem Festzelt.

Familie Hasler nutze die Gelegenheit, an einem geführten Rundgang durch die neue Baxter-Produktionsstätte teilzunehmen. Von links Nicole Hasler mit Jannik (1) und Kai Hasler  mit Annika (4).

Familie Hasler nutze die Gelegenheit, an einem geführten Rundgang durch die neue Baxter-Produktionsstätte teilzunehmen. Von links Nicole Hasler mit Jannik (1) und Kai Hasler mit Annika (4).

Kai Hasler, Betriebsleiter bei dem auf Anti-Krebsmedikamente spezialisierten Pharmaunternehmen, brachte Frau und Kinder mit zur Veranstaltung. „Sie sollen mal sehen, wo der Papa arbeitet“, berichtete er. Schon das Hineinklettern in die Schutzanzüge mit tatkräftiger Eltern-Hilfe war ein Abenteuer für die Kleinen. Auch wenn sie von den Ausführungen der Rundgangs-Leiter nichts verstanden haben dürften, entsteht ein bleibender bildhafter Eindruck.

Durch die neue Produktionsstätte, in die Baxter 56 Millionen Euro gesteckt hat, entstehen in Halle 50 neue Arbeitsplätze für Ingenieure, Apotheker, Pharmakanten, Chemikanten und Chemielaboranten. Die Firmenleitung ist optimistisch, dass sich die Investition lohnt. Fleischer fasste die Gründe dafür zusammen: „Die Weltbevölkerung wächst und die Menschen werden im Schnitt viel älter als früher. Deshalb steigt die Zahl der Krebserkrankungen und wir bewegen uns in einem Wachstumsmarkt.“ Er fügte hinzu, das sei eigentlich makaber. „Wir wünschen niemandem, dass er unsere Produkte braucht.“

Der Technische Leiter des neuen Zentrums, Frank Generotzky, drückte denselben Sachverhalt positiv aus: „Wir freuen uns, dass wir in Halle bald die Möglichkeit haben, noch mehr Menschenleben durch unsere Medikamente zu retten.“ Und diese Aussage entspricht nach Auskunft von Fleischer auch der Einstellung der meisten Mitarbeiter ihrem Arbeitgeber gegenüber: „Sie sind stolz darauf, dass Sie an etwas Sinnvollem und für die Menschheit Nützlichem mitwirken dürfen.“ (Birgit Lutzer)

Neu: FHM bildet psychologische Experten für Wirtschaft, Gesundheit und Soziales aus

Bielefeld. Der Studiengang „Psychologie“ ist gefragt, doch Numerus Clausus und Wartesemester bilden eine große Hürde. Die Fachhochschule des Mittelstands bietet ab Oktober in Bielefeld und Schwerin einen neuen Bachelor-Studiengang des Fachs an. Dessen Hintergründe beleuchtet Fakultätsdekan Prof. Dr. Walter Niemeier.

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FHM-Fakultätsdekan Prof. Dr. Walter Niemeier

Niemeier unterstreicht, alle FHM-Studiengänge hätten eine mehr oder weniger betriebswirtschaftlich fokussierte Ausrichtung. „Das gilt natürlich auch für den neuen Studiengang. Unsere Absolventen sollen dadurch für ein breites Spektrum von Tätigkeiten in der Wirtschaft qualifiziert werden.“ Infrage kämen beratende und unterstützende Berufe im Bildungs- und Sozialwesen, in der Marketing- und Werbebranche, im Gesundheitswesen, bei kirchlichen Trägern und anderen Einrichtungen.

Doch auch an der FHM gibt es ein Zulassungsverfahren. Niemeier: „Wenn die Bewertung der Bewerbung positiv ausfällt, stellen sich die Studieninteressenten mehreren Tests.“ Dazu gehöre ein psychologischer Kompetenz-Test – anschließend werden Mathematik- und Englisch-Kenntnisse überprüft. Dann müssten die Bewerber eine fachspezifische Aufgabe löse, sich einer Teamarbeit und einem persönlichen Gespräch stellen.“

„Wir legen Wert darauf, dass sich unsere angehenden Psychologen gedanklich mit dem Fach und ihren Berufswünschen auseinandergesetzt haben. Ein allgemeines Interesse an Menschen zu bekunden, reicht nicht aus.“ Sehr gut ankommen würden bereits absolvierte Praktika in sozialen Eirichtungen oder bei Trägern aus dem Gesundheitswesen. „Auch eine Personalabteilung oder eine Unternehmensberatung kommen in Frage“, ergänzt der Dekan.

Wichtig war den FHM-Verantwortlichen, den Bachelor breit aufzustellen. „Im Studium erfolgt dann zwar eine Spezialisierung wahlweise auf Pädagogische Psychologie oder Medien- und Werbepsychologe, doch eine richtige Festlegung erfolgt erst bei einem Master-Studium.“ Er fügt hinzu, ein solches weiterführendes Angebot werde gerade entwickelt: „Wenn die ersten Bachlor-Absolventen ihr Studium abgeschlossen haben, sind wir damit auch so weit.“

Besonders am FHM-Psychologiestudium ist die Tatsache, dass sich die Studierenden insgesamt 30 Stunden lang als Probanden für psychologische wissenschaftliche Tests zur Verfügung stellen müssen. Welche das seien, entschieden sie selbst. Es könnten Erhebungen von Kommilitonen sein oder Tests anderer wissenschaftlicher Institutionen. „Dieser Perspektivwechsel ist eine hervorragende Basis für eine weitere Aufgabe, nämlich die Konzeption und Durchführung einer eigenen Erhebung“, sagt der Wissenschaftliche Leiter des Studiengangs.

Die FHM verfügt über ein großes Netzwerk an Unternehmen und Organisationen, bei denen kleine Forschungsprojekte durchgeführt oder auch Praktika absolviert werden können. Niemeier: „Bekannte Fußballvereine gehören ebenso dazu wie Unternehmen, Bildungsanbieter und Kliniken.“

Wer sich für ein Studium an der FHM interessiert, muss auch Geld investieren. Die monatlichen Gebühren schwanken je nach Fach und Studienort zwischen 400 und 650 Euro. Hinzu kommen Prüfungsgebühren – und 150 Euro, wenn jemand sich unabhängig von dessen Ausgang dem Bewerbungsverfahren stellt. Niemeier beruhigt: „Dass wir eine Person abweisen, geschieht nur in Ausnahmefällen. Außerdem erhalten die Studieninteressierten ein ausführliches Kompetenzprofil, das ihnen bei Berufsfindung und weiterer Entwicklung helfen wird.“ Bewerben kann man sich jederzeit bei der FHM. Niemeier: „Die offizielle Einschreibung erfolgt dann, wenn das Abiturzeugnis in der Tasche ist.“ (Birgit Lutzer)

Kontakt:

Fachhochschule des Mittelstands (FHM)
Ravensberger Straße 10 G
33602 Bielefeld

Fon +49 (0) 5 21. 9 66 55-10

Wenn Azubis Azubis auswählen

(Halle/Westf.) Die Personalleitung der Flexicon AG hat sich etwas Besonderes einfallen lassen: Die Vorauswahl bei Ausbildungsplatz-Bewerbungen erfolgte in diesem Jahr durch vorhandene Azubis. Sie führten auch die ersten Vorstellungsgespräche. Das Projekt lief so gut, dass eine Fortsetzung geplant ist.

Bei Flexicon werden Mediengestalter mit zwei unterschiedlichen Schwerpunkten und Industriekaufleute ausgebildet. Ausbilderin Bianca Lammert verrät: „Berufe, die mit Medien zu tun haben, sind nach wie vor sehr gefragt.“ Momentan, so Lammert, gebe es noch keine Nachwuchs-Sorgen. Zunächst als eine Art Experiment geplant, stellten die Verantwortlichen in diesem Jahr das Bewerbungsverfahren um. „Beim letzten Bewerbungsgang haben unsere vorhandenen Azubis selbst die Vorauswahl aus den Unterlagen getroffen und die Erstgespräche geführt“, erläuterte Lammert, die selbst Medienfachwirtin ist.

Dieses Konzept zeigte positive Auswirkungen auf alle Beteiligten. Zunächst ist es für junge Bewerber einfacher, ein Gespräch mit fast Gleichalterigen zu führen. Lammert: „Ein Vorstellungsgespräch ist besonders für unerfahrene Stelleninteressenten mit Nervosität verbunden. Diese steigt natürlich, wenn das Gegenüber ein gestandener Business-Mensch in Nadelstreifen ist.“

Die bereits eingestellten Flexicon-Azubis aus dem Bewerbungs-Projektteam sind ebenfalls begeistert. Damit sie wussten, worauf sie bei der Sichtung der Unterlagen und beim Vorstellungsgespräch achten sollten, erhielten sie Unterstützung durch die Personalabteilung. Denn was der Unternehmensleitung laut Lammert am Herzen liegt, ist eine breit aufgestellte Berufs-Kompetenz der Auszubildenden: „Und die bekommen sie, wenn sie sich ungewohnten Anforderungen stellen müssen, die auch außerhalb der normalen Ausbildung liegen können.“ Und die Aufgabe, Bewerbungsunterlagen zu prüfen und Vorstellungsgespräch zu führen, stellt sich normalerweise später im Berufsleben.

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Laura Grube, Bianca Lammert und Heide Holtmann

Heide Holtmann, Industriekauffrau im ersten Lehrjahr: „Es war ein ganz neues Gefühl, auf der anderen Seite des Tisches beim Vorstellungsgespräch zu sitzen.“ Als externe Hilfe hinzu kam Laura Grube. Sie studiert Personalmanagement an der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld. „Jedes Vorstellungsgespräch wurde von zwei Azubis und von mir geführt. Ich habe das Protokoll geführt und am Schluss bei Bedarf weitere Fragen gestellt“, erläutert die angehende Personal-Fachfrau.

Nach einem Gespräch mit den Verantwortlichen aus der Personalabteilung wurden die A-Kandidaten bzw. Favoriten zu weiteren Gesprächen eingeladen, unter anderem mit Personalleiter Andreas Grube und Bianca Lammert. Das Ergebnis war überraschend, wie Lammert verrät: „Die Vorschläge unserer Auszubildenden deckten sich mit unserer Einschätzung.“ Außerdem seien die Personalverantwortlichen „erheblich entlastet worden.“ Also entsteht durch das Konzept „Azubis wählen Azubis aus“ eine Win-Win-Win-Situation. (Birgit Lutzer)

Die Vielfalt der schillernden Modebranche: „Karriere maßgeschneidert“ bei Gerry Weber

(Halle/Westf.) Der Karrieretag der Gerry Weber International AG am 18. April bot den 500 Besuchern Fachinformationen, Tipps rund um die Bewerbung und jede Menge Emotionen bei einer musikunterlegten Modenschau. „Wir wollen den jungen Leuten zeigen, welche vielseitigen Aspekte und Berufsbilder sich in der Modebranche verbergen“, erläuterte Human-Ressources-Vorstand Dr. David Frink.

Zunächst informierte er die Jugendlichen, die oft auch in Begleitung ihrer Eltern kamen, über den Aufbau und die strategische Ausrichtung des Modekonzerns.

"Karriere maßgeschneidert" bei der Gerry Weber International AG

Dr. David Frink

Im Showroom waren Teile der neuesten Kollektionen ausgestellt. Fachbereichsleiter und bereits eingestellte Azubis standen für persönliche Gespräche mit Stelleninteressenten bereit. „Gerade Ausbildungsinteressenten sind oft unsicher, wenn sie mit Führungskräften sprechen sollen. Der Altersabstand zu unseren vorhandenen Azubis ist geringer, was die Situation entspannt“, erläuterte Personalreferentin Jutta Imkemeier.

Eine, die es geschafft hat, einen Ausbildungsplatz zu ergattern, ist die Industriekauffrau Marina Forsch aus Gütersloh.

Karriere maßgeschneidert bei der Gerry Weber International AG

Marina Forsch

Sie berichtete: „Als Schülerin des Berufskollegs Halle kannte ich Gerry Weber natürlich. An der Ausbildung gefällt mir besonders gut, dass wir in viele Unternehmensbereiche hinein schnuppern dürfen.“ Auch die Teilnahme an der Jahreshauptversammlung beeindruckte die 21-Jährige. „Ich lerne hier das internationale Business kennen. Das ist sehr spannend!“ Viele Bewerber nutzen die Möglichkeit, sich von einer Profi-Fotografin ins rechte Licht setzen zu lassen.

Andere ließen sich von Personalfachleuten beraten, was Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräch anbetrifft.

Karriere maßgeschneidert bei der Gerry Weber International AG

Joalina Fenske, Frank Ungerechts und Mona Fenske

Dazu gehörte die 15-jährige Joalina Fenske, die bereits zwei Praktika bei Gerry Weber absolviert hat. Sie sprach mit Personalmanager Frank Ungerechts. „Er hat mir gesagt, welche Fragen im Vorstellungsgespräch gestellt werden und dass ich möglichst natürlich auftreten soll“, verriet die Dissener Realschülerin.

Über einen Mangel an Bewerbern kann sich die Gerry Weber International AG momentan nicht beklagen. Dirk Wefing, Director Human Ressources: „Wir ziehen viele Bewerber aus ganz Deutschland und oft auch darüber hinaus an.“ Dies gelte auch für den Mode-Einzelhandel, der in anderen Branchen oft unter geringer Nachfrage zu leiden habe. Veit Bier, Personalleiter Retail: „Zu 99,9 Prozent bewerben sich bei uns junge Frauen für eine Karriere im Einzelhandel.“ Das große Interesse führt er auf den Anspruch der Tätigkeit zurück. „Einen wichtigen Schwerpunkt im Berufsalltag bilde die individuelle Beratung der Kundinnen.“ Personalreferentin Jutta Imkemeier hob die gute Zusammenarbeit des Unternehmens mit Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen hervor. „Die Qualität der Bewerbungen ist insgesamt hoch.“ (Birgit Lutzer)

Familienfreundliche Arbeitgeber – Finalisten erhalten Siegel

Kreis Gütersloh. Familienfreundlichkeit ist heute eines der Hauptkriterien, warum sich Fachkräfte für ein Unternehmen entscheiden. Das Qualitätssiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ dient hierbei seit 2011 deutschlandweit als ein wichtiges Erkennungsmerkmal.

Drei Unternehmen aus dem Kreis Gütersloh erhielten in diesem Jahr die begehrte Auszeichnung, das Verfahren hatten sie 2013 beim Wettbewerb „familie gewinnt“ der pro Wirtschaft GT als Preis erhalten. Der Wettbewerb wurde von 2007 bis 2013 in Kooperation mit dem Kreis Gütersloh und der Bertelsmann Stiftung durchgeführt und soll aufgrund der guten Resonanz im Jahr 2016 in leicht veränderter Form mit neuen Kooperationspartnern wiederholt werden.

Die Gewinner von 2013, Poggengerd (Marienfeld), Max Lüning (Rietberg) sowie Ranzenfee&Koffertroll (Rheda-Wiedenbrück), erhielten bei der diesjährigen Siegel-Verleihung den „Sonderpreis für langjähriges und nachhaltiges Engagement“ für eine bessere Vereinbarkeit von und Beruf und Familie für ihre Mitarbeiter. Das Siegel wurde durch Landrat Sven-Georg Adenauer überreicht. (Isabella Demuth,

Firmen gönnen Mitarbeitern mehr Zeit zum Leben

Burkhard Riedel. Foto: Birgit LutzerDie ZEIT nimmt in einem Beitrag Stellung zum Wertewandel auf dem Arbeitsmarkt: „Jahrzehntelang standen die Mitarbeiter ihren Firmen zu festen Zeiten zur Verfügung, ihr Privatleben ordneten sie komplett der Arbeit unter.“ Junge Bewerber störten dieses System.

Im Text der Autorin Jana Gioia Baurmann heißt es weiter, die Mitglieder der „Generation Y“ forderten statt starrer Strukturen flexiblen Regelungen wie Wahlarbeitszeit, Sabbatjahr, Gleitzeit, Elternzeit oder die Tätigkeit aus dem Home-Office heraus. Doch auch ältere Berufstätige entdecken zunehmend, dass Gesundheit und Lebensfreude nicht durch immer mehr Arbeit erreicht werden können. Dieser Meinung ist zumindest der Fachbuchautor und Journalist Burkhard Riedel. Unter dem Projekt-Titel „Puravida“ unterstützt er Menschen dabei, Auszeiten zu nehmen und trotzdem ihre Finanzen im Blick zu behalten. Seine provokante These lautet: „Man kann reicher und gesünder leben mit weniger Geld.“

Riedel, der selbst viel Zeit im Ausland verbracht hat, berichtet von eigenen Erfahrungen und „Interviews mit 500 Menschen, die individuelle Lebenskonzepte umsetzen.“ Er belegt an konkreten Zahlen, wie beispielsweise eine Auszeit finanziert werden kann. Um Miete oder Unterhaltskosten für eine Eigentumsimmobilie zu sparen, könne diese zur Zeit der Abwesenheit fremdvermietet werden. Riedel: „Etliche Firmen suchen nur für eine bestimmte Dauer Wohnungen für Mitarbeiter.“ Auch der Haus- oder Wohnungstausch bei Reisen sei wesentlich günstiger als Hotelaufenthalte. Er räumt ein: „Natürlich können Sie dabei auch Pech haben.“ Er selbst habe meist Glück mit den Zwischenmietern und Tauschpartnern gehabt.

Was ein Sabbat-Jahr anbetrifft, sieht der Lebenskünstler die Möglichkeit, durch reduzierten Verdienst Steuern zu sparen. Er betont, es sei ungünstig, die Auszeit von Januar bis Dezember zu nehmen: „Wenn Sie das Jahr von Juli bis Juni nehmen und das jeweils übrig bleibende halbe Jahr normal arbeiten, zahlen Sie weniger Steuern und Sozialabgaben. Außerdem profitieren Sie zweifach von einem Steuer-Grundfreibetrag.“ Dieser betrage bei Singles 8.354 Euro und bei einem Paar das Doppelte.

Nach Riedels Erfahrung haben auch viele Firmen inzwischen erkannt, dass sie ihren Mitarbeitern für mehr Gesundheit und eine höhere Arbeitsmotivation entgegen kommen müssen. Dies bestätigt auch Siegfried Bloch, Personalleiter bei der arvato Systems GmbH in Gütersloh: „Arbeitszeitmodelle spielen eine wichtige Rolle für uns. Als IT-Systemintegrator und Dienstleister sind wir in einem dynamischen Markt unterwegs. Unser Kapital sind die Menschen, die bei uns arbeiten.“ Die Personalverantwortlichen hätten festgestellt, dass eine größere Flexibilität bei den Arbeitszeiten die Arbeitsplätze attraktiver mache. Bloch: „Mitarbeiter sind zufriedener, wenn sich Arbeit und Privatleben besser miteinander verknüpfen lassen. Sie übernehmen selbst die Verantwortung für ihr Zeitmanagement und ihre Aufgaben.“ Weitere Modelle, die arvato Systems seinen Belegschaftsmitgliedern bietet, sind nach Auskunft von Pressesprecher Marcus Metzner „Vertrauensarbeitszeit, flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit einer maximal zweijährigen Auszeit und qualifizierte Teilzeitstellen.“ (Birgit Lutzer)

Firmenkontakt zu spanischen Fachkräften: Recruiting-Tag in Gijón

ennepetal_spanier_abschied_cc1868145e(Anzeige) Spanische Absolventen und Professionals aus Technik und Maschinenbau haben Interesse an deutschen Arbeitgebern. Um sie zusammenzuführen, veranstalten JobCreative und Rodríguez International Consulting im April einen Recruiting-Tag an der Universität Gijón.

Da in Deutschland Fachkräfte in Technik und Maschinenbau gesucht werden, entstand die Idee für den Recruiting-Tag. „Ostwestfälischen Unternehmen erhalten bei uns die Möglichkeit, vor Ort Kontakt zu hochqualifizierten spanischen Stelleninteressierten aus der Region Asturien zu knüpfen.“ erläutert Martin Adirsch, JobCreative-Geschäftsführer. Das Angebot richtet sich an Arbeitgeber mit Bedarf an Ingenieuren, Fachkräften und Spezialisten sowie Mitarbeiter für internationale Einsätze in Spanien oder Südamerika.

Seine Kooperationspartnerin, Ruth Vijande Rodríguez von der nach ihr benannten internationalen Personalberatung (Link) ergänzt: „Pro Jahr schließen rund 500 angehende Techniker und Ingenieure ihr Studium an der Universität Gijón ab. Ebenso, wie viele bereits berufstätige Fachleute, strecken sie ihre Fühler nach Deutschland aus.“ Die meisten Hochschulabsolventen, so die Spanierin, verfügten über Grundkenntnisse der deutschen Sprache: „Manche haben mit Blick auf die Zukunft sogar schon einige Semester in Deutschland studiert.“ Neben den Universitätsabgängern und 5.000 Studierenden werden 2.000 Mitglieder eines spanischen Ingenieursvereins zu der Veranstaltung eingeladen. Adirsch: „Das ist viel Potenzial, um geeignete Bewerber beiderlei Geschlechts näher in Augenschein zu nehmen.“

Auf der insgesamt dreitägigen Reise bieten sich neben der Messeteilnahme weitere Kontaktmöglichkeiten zu spanischen Firmen und Organisationen. Rodríguez: „Am Abend nach der Anreise findet ein Business-Dinner zum gegenseitigen Kennenlernen statt.“ Der nächste Tag sei komplett für die Messe an der Universität reserviert. „Die Firmen können sich mit Bannern und Flyern an Ständen präsentieren.“ Und nach der anschließenden Übernachtung gehe es wieder nach Hause. Um Anreise und Hotelbuchung müssen sich die Interessenten selbst kümmern – dafür entsteht ein Aufwand von ca. 500 Euro.

Das Recruiting-Paket auf einen Blick:

Preis 2.995,- Euro oder 2.495,- bei Frühbuchern bis zum 15.01.2015 für

  • Firmendarstellung im Messekatalog
  • Präsentation von Stellenofferten an einem Jobboard
  • Messestand von 12 qm mit WiFi und Catering
  • Service und Unterstützung vorher und vor Ort
  • Empfehlung günstiger Unterbringungsmöglichkeiten

Weitere Informationen sind erhältlich bei

Logo-Jobcreative

JobCreative GmbH
Brentanostr. 3
33378 Rheda-Wiedenbrück

Telefon: +49 (0)5242-9 80 97 77
Telefax: +49 (0)5242-9 80 97 14
Mobil: + 49 (0) 01 60-96 60 36 56

www.jobcreative.de,
E-Mail: martin.adirsch@jobcreative.de

oder

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Rodríguez International Consulting
Personal- und Unternehmensberatung
In der Erdbrügge 33a
58313 Herdecke

Telefon:  +49 (0)2330-89 29 406
Mobil: +49 (0)152 516 92 503

www.rodriguez-iconsulting.com
E-Mail: rvr@rodriguez-iconsulting.com

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