Recruiting

Schweizer Unternehmer lockt Frauen in Technikberufe

il_workerin

(Firmeninfo, CH-Edlibach) Bei seiner Geschäftstätigkeit als Ingenieur und Hochschuldozent stellt Lars Rominger immer wieder einen Männerüberschuss in seiner Branche fest. Um diesem Phänomen und auch dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, hat der Firmenchef Botschafterinnen engagiert, die den Minirock zu Werbezwecken gegen einen Blaumann tauschen.

Die Rominger Kunststofftechnik GmbH hat sich auf innovative Produktentwicklung in den Bereichen der Chemie-, Kunststoff-, Labor- und Medizintechnik spezialisiert und ist damit in technologieorientierten Wirtschaftszweigen unterwegs. Rominger: „Wenn ich Kunden besuche oder Lehrveranstaltungen durchführe, sind Frauen in der Unterzahl. Und das kann mittelfristig zum gesamtwirtschaftlichen Problem für unser Land werden.“ Er fügt hinzu, der in Europa vielfach beklagte Fachkräftemangel mache auch vor der Schweiz keinen Halt.

Die Neue Züricher Zeitung stellte bereits vor mehr als einem Jahr in einem Beitrag des Autors Matthias Müller fest: „Der Wind am Arbeitsmarkt dreht sich. Unternehmen fällt es in der Schweiz zunehmend schwer, bestimmte Posten mit qualifizierten Kandidaten zu besetzen.“ (Ausgabe vom 7.4.2014).

Nach Ansicht von Rominger täten Universitäten und Firmen gut daran, gezielt Frauen für ein Studium in technologieorientierten Fächern oder für eine Ausbildung bzw. Karriere in den Branchen IT, Maschinenbau, Pharmazie oder Chemie zu gewinnen. Dafür rührt der findige „Daniel Düsentrieb“, der die Welt schon um einige pfiffige Erfindungen bereichert hat, kräftig die Werbetrommel. Nachdem er in der Vergangenheit zwei Wahlen zur „Miss SWISS Polymer“ und „Miss SWISSplastics“ durchgeführt hat, geht er nun noch einen Schritt weiter. „Ich setze die Gewinnerinnen als Werbe-Botschaf-terinnen für mehr Frauen in typischen Männerberufen ein“, verrät er. Und dafür tauschen sie den Minirock gegen zünftige Arbeitskleidung. Momentan gibt es zwei Botschafterinnen:

02-Rominger-WelschEine davon ist Marina Welsch. Wenn sie nicht gerade schauspielert, arbeitet sie in Solingen als Malerin und künftig auch als Galeristin. Auch in diesem Markt muss sie sich mit echter Frauenpower durchsetzen. Die Idee, sich als Botschafterin der Rominger Kunststofftechnik GmbH für mehr Frauen in Technikberufen einzusetzen, gefällt ihr gut: „Ich bin sicher, dass gerade Frauen mit ihrer zum Teil anderen Sichtweise wertvolle Impulse in technologische und naturwissenschaftliche Berufe einbringen können.“ Aus diesem Grund war sie sofort bereit, Unternehmer Lars Rominger als „Gesicht“ für entsprechende Werbeaktionen zur Seite zu stehen.

03-Rominger-FurthmayerBotschafterin Sabina Furthmayer hat sogar schon einmal an der Seite von Tom Cruise geschauspielert. Aktuell ist das bekannte Fotomodell „City Girl des Monats“ für den Online-TV-Sender „LIVEdabei.tv“. Bei allem Interesse für das Ausfüllen verschiedener Rollen hält sie es gerade als Frau für wichtig, sich auch auf geistige Dinge und die Ausbildung von Fachkompetenz zu konzentrieren. Sie selbst setzt diese Erkenntnis beim Verfassen ihrer Doktorarbeit im Fach Germanistik/Publizistik um – frei nach dem Motto: „Schönheit vergeht, doch das, was jemand weiß und kann, bleibt auf Dauer erhalten.“

DanielaJakab-klein3Die dritte Botschafterin, Daniela Jakab,arbeitet seit fast 20 Jahren als Kreativdirektorin und Texterin in der Werbebranche. Für ihre Arbeiten hat sie zahlreiche Awards gewonnen und war als Expertin selbst Mitglied von Jurys wie den „Cannes Lions“ oder dem „Clio Awards New York-Gremium“. 2007 hat sie „proud Mary“ gegründet, die einzige Werbeagentur mit Fokus auf die Zielgruppe „Frauen“ (basierend auf Gender Marketing). Diese innovative Idee stieß auf große Resonanz in den Schweizer Medien. Jakab hat am Institut für Angewandte Psychologie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften eine zweijährige Leadership-Nachdiplomausbildung absolviert. Sie wird als Fachreferentin gebucht und leitet Workshops. Als Botschafterin unterstützt sie das Projekt „mehr Frauen in Technikberufe“, denn als Querdenkerin passt sie zum innovativem Geist der Rominger Kunststofftechnik GmbH. (Birgit Lutzer)

Wenn Azubis Azubis auswählen

(Halle/Westf.) Die Personalleitung der Flexicon AG hat sich etwas Besonderes einfallen lassen: Die Vorauswahl bei Ausbildungsplatz-Bewerbungen erfolgte in diesem Jahr durch vorhandene Azubis. Sie führten auch die ersten Vorstellungsgespräche. Das Projekt lief so gut, dass eine Fortsetzung geplant ist.

Bei Flexicon werden Mediengestalter mit zwei unterschiedlichen Schwerpunkten und Industriekaufleute ausgebildet. Ausbilderin Bianca Lammert verrät: „Berufe, die mit Medien zu tun haben, sind nach wie vor sehr gefragt.“ Momentan, so Lammert, gebe es noch keine Nachwuchs-Sorgen. Zunächst als eine Art Experiment geplant, stellten die Verantwortlichen in diesem Jahr das Bewerbungsverfahren um. „Beim letzten Bewerbungsgang haben unsere vorhandenen Azubis selbst die Vorauswahl aus den Unterlagen getroffen und die Erstgespräche geführt“, erläuterte Lammert, die selbst Medienfachwirtin ist.

Dieses Konzept zeigte positive Auswirkungen auf alle Beteiligten. Zunächst ist es für junge Bewerber einfacher, ein Gespräch mit fast Gleichalterigen zu führen. Lammert: „Ein Vorstellungsgespräch ist besonders für unerfahrene Stelleninteressenten mit Nervosität verbunden. Diese steigt natürlich, wenn das Gegenüber ein gestandener Business-Mensch in Nadelstreifen ist.“

Die bereits eingestellten Flexicon-Azubis aus dem Bewerbungs-Projektteam sind ebenfalls begeistert. Damit sie wussten, worauf sie bei der Sichtung der Unterlagen und beim Vorstellungsgespräch achten sollten, erhielten sie Unterstützung durch die Personalabteilung. Denn was der Unternehmensleitung laut Lammert am Herzen liegt, ist eine breit aufgestellte Berufs-Kompetenz der Auszubildenden: „Und die bekommen sie, wenn sie sich ungewohnten Anforderungen stellen müssen, die auch außerhalb der normalen Ausbildung liegen können.“ Und die Aufgabe, Bewerbungsunterlagen zu prüfen und Vorstellungsgespräch zu führen, stellt sich normalerweise später im Berufsleben.

Flexicon-02-mini

Laura Grube, Bianca Lammert und Heide Holtmann

Heide Holtmann, Industriekauffrau im ersten Lehrjahr: „Es war ein ganz neues Gefühl, auf der anderen Seite des Tisches beim Vorstellungsgespräch zu sitzen.“ Als externe Hilfe hinzu kam Laura Grube. Sie studiert Personalmanagement an der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld. „Jedes Vorstellungsgespräch wurde von zwei Azubis und von mir geführt. Ich habe das Protokoll geführt und am Schluss bei Bedarf weitere Fragen gestellt“, erläutert die angehende Personal-Fachfrau.

Nach einem Gespräch mit den Verantwortlichen aus der Personalabteilung wurden die A-Kandidaten bzw. Favoriten zu weiteren Gesprächen eingeladen, unter anderem mit Personalleiter Andreas Grube und Bianca Lammert. Das Ergebnis war überraschend, wie Lammert verrät: „Die Vorschläge unserer Auszubildenden deckten sich mit unserer Einschätzung.“ Außerdem seien die Personalverantwortlichen „erheblich entlastet worden.“ Also entsteht durch das Konzept „Azubis wählen Azubis aus“ eine Win-Win-Win-Situation. (Birgit Lutzer)

Die Vielfalt der schillernden Modebranche: „Karriere maßgeschneidert“ bei Gerry Weber

(Halle/Westf.) Der Karrieretag der Gerry Weber International AG am 18. April bot den 500 Besuchern Fachinformationen, Tipps rund um die Bewerbung und jede Menge Emotionen bei einer musikunterlegten Modenschau. „Wir wollen den jungen Leuten zeigen, welche vielseitigen Aspekte und Berufsbilder sich in der Modebranche verbergen“, erläuterte Human-Ressources-Vorstand Dr. David Frink.

Zunächst informierte er die Jugendlichen, die oft auch in Begleitung ihrer Eltern kamen, über den Aufbau und die strategische Ausrichtung des Modekonzerns.

"Karriere maßgeschneidert" bei der Gerry Weber International AG

Dr. David Frink

Im Showroom waren Teile der neuesten Kollektionen ausgestellt. Fachbereichsleiter und bereits eingestellte Azubis standen für persönliche Gespräche mit Stelleninteressenten bereit. „Gerade Ausbildungsinteressenten sind oft unsicher, wenn sie mit Führungskräften sprechen sollen. Der Altersabstand zu unseren vorhandenen Azubis ist geringer, was die Situation entspannt“, erläuterte Personalreferentin Jutta Imkemeier.

Eine, die es geschafft hat, einen Ausbildungsplatz zu ergattern, ist die Industriekauffrau Marina Forsch aus Gütersloh.

Karriere maßgeschneidert bei der Gerry Weber International AG

Marina Forsch

Sie berichtete: „Als Schülerin des Berufskollegs Halle kannte ich Gerry Weber natürlich. An der Ausbildung gefällt mir besonders gut, dass wir in viele Unternehmensbereiche hinein schnuppern dürfen.“ Auch die Teilnahme an der Jahreshauptversammlung beeindruckte die 21-Jährige. „Ich lerne hier das internationale Business kennen. Das ist sehr spannend!“ Viele Bewerber nutzen die Möglichkeit, sich von einer Profi-Fotografin ins rechte Licht setzen zu lassen.

Andere ließen sich von Personalfachleuten beraten, was Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräch anbetrifft.

Karriere maßgeschneidert bei der Gerry Weber International AG

Joalina Fenske, Frank Ungerechts und Mona Fenske

Dazu gehörte die 15-jährige Joalina Fenske, die bereits zwei Praktika bei Gerry Weber absolviert hat. Sie sprach mit Personalmanager Frank Ungerechts. „Er hat mir gesagt, welche Fragen im Vorstellungsgespräch gestellt werden und dass ich möglichst natürlich auftreten soll“, verriet die Dissener Realschülerin.

Über einen Mangel an Bewerbern kann sich die Gerry Weber International AG momentan nicht beklagen. Dirk Wefing, Director Human Ressources: „Wir ziehen viele Bewerber aus ganz Deutschland und oft auch darüber hinaus an.“ Dies gelte auch für den Mode-Einzelhandel, der in anderen Branchen oft unter geringer Nachfrage zu leiden habe. Veit Bier, Personalleiter Retail: „Zu 99,9 Prozent bewerben sich bei uns junge Frauen für eine Karriere im Einzelhandel.“ Das große Interesse führt er auf den Anspruch der Tätigkeit zurück. „Einen wichtigen Schwerpunkt im Berufsalltag bilde die individuelle Beratung der Kundinnen.“ Personalreferentin Jutta Imkemeier hob die gute Zusammenarbeit des Unternehmens mit Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen hervor. „Die Qualität der Bewerbungen ist insgesamt hoch.“ (Birgit Lutzer)

IHK: Ausbildungsangebot steigt, Interesse bei Jugendlichen sinkt

Die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) hat Anfang April insgesamt acht Prozent mehr Ausbildungsverträge eingetragen als zum Vorjahreszeitpunkt (absolut 2.961; 2014 = 2.741). Dabei fällt der Anstieg in den gewerblich-technischen Berufen mit 15,1 Prozent noch deutlich stärker aus als in den kaufmännischen (+ 3,7 Prozent).

„Wir verstehen das Ergebnis als Zwischenstand, da die Mehrzahl der Ausbildungsverträge erst in den nächsten Wochen und Monaten eingetragen wird. Es ist aber umso erfreulicher, da uns die Unternehmen vermehrt ein zu geringes Interesse an dualer Ausbildung melden. Alle Verantwortlichen sind hier aufgefordert, die Perspektiven beruflicher Bildung den Schülerinnen und Schülern noch stärker zu verdeutlichen, da Bewerberzahlen in den nächsten Jahren weiter sinken werden“, appelliert IHK-Geschäftsführer Berufliche Bildung Swen Binner.

Aus seiner Sicht korrespondieren die Zahlen mit den Statistiken der Agenturen für Arbeit. Für Ostwestfalen melden sie offiziell 5.241 unbesetzte Berufsausbildungsstellen für 6.134 unvermittelte Bewerber. Damit liegt die Zahl der Bewerber auf dem Vorjahresstand, während die Zahl der offenen Ausbildungsstellen um 8,5 Prozent ansteigt. „Auch die Zahlen der Agenturen für Arbeit sind ein Indiz dafür, dass offene Ausbildungsstellen nicht hinreichend besetzt werden können. Erfahrungsgemäß nimmt der Trend zur Akademisierung weiter zu“, so Binner.

Nach seinen Worten ist bemerkenswert, dass mittlerweile für Ostwestfalen eine Relation der gemeldeten offenen Ausbildungsstellen zu den unvermittelten Bewerbern von 0,85 erreicht worden ist. „Wenn wir bedenken, dass nur rund 60 Prozent der Unternehmen ihre offenen Ausbildungsstellen komplett den Agenturen für Arbeit melden, sieht die Relation de facto noch besser aus“, so der IHK-Geschäftsführer. Zum Vorjahreszeitpunkt lag diese Relation bei 0,79. Vergleiche man den 10-Jahres-Zeitraum, so lag sie im März 2005 lediglich bei 0,43.

Regional geht die Schere allerdings deutlich auseinander. Aktuell verzeichnet die IHK Ostwestfalen das höchste Plus im Kreis Herford (19,2 Prozent), gefolgt vom Kreis Paderborn (+ 14,7 Prozent), dem Kreis Minden-Lübbecke (+ 13,1 Prozent) und dem Kreis Höxter (+ 11,8 Prozent). Der Kreis Gütersloh liegt leicht über Vorjahresniveau, während die Situation in Bielefeld mit – 7,2 Prozent derzeit angespannt ist.
Für die IHK kündigt Binner an, die Akquisition offener Ausbildungsstellen zu intensivieren. In einer Sonderaktion werden die Führungskräfte der Abteilung bis Anfang Juni insgesamt 300 nicht ausbildende Betriebe persönlich kontaktieren, um sie für die Ausbildung zu gewinnen.

Auch die Ausbildungsstellenakquisiteure werden ihre Bemühungen verstärken. „Noch wichtiger ist es, mit den Schulen zusammenzuarbeiten und den Schülerinnen und Schülern die vielfältigen Möglichkeiten der beruflichen Bildung zu erklären. In dieser Hinsicht leistet auch das in allen Kreisen und in der Stadt Bielefeld erfolgreich begonnene Übergangsmanagement KAoA („Kein Abschluss ohne Anschluss“) wertvolle Unterstützung“, so Binner. (Kristina Fuchs, IHK Bielefeld)

Was XING, Linkedin & Co. für die Bewerbersuche bringen

Immer mehr Firmen versuchen, über soziale Netzwerke wie XING, Facebook und Linkedin Fachkräfte zu finden. Dabei werden einerseits Stelleninserate gepostet und andererseits interessante Bewerber gezielt kontaktiert, wenn deren Profile ansprechend sind. Doch wie erfolgreich ist diese Strategie?

Das Personaldienstleistungs-Unternehmen Robert Half hat gerade eine Studie über die Arbeitskräftesuche per Social-Media veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick: Ein Drittel der insgesamt 200 befragten HR-Manger gab an, noch keine Stelleninhaber über diese Kanäle besetzt zu haben. Personalverantwortliche, die soziale Netzwerke zur Fachkräftesuche nutzen, äußern sich der Erhebung zufolge unterschiedlich über die Erfolgsquote mit einzelnen Portalen:

Keine 33 %
Xing 44 %
Facebook 24 %
LinkedIn 20 %
Google 15 %
Twitter 10 %
Kununu 5 %
Sonstige 2 %

Das Fazit der Robert-Half-Verantwortlichen lautet: „Auch wenn Social Media das Recruiting stark verändert hat, lassen die Studienergebnisse darauf schließen, dass sie kein Ersatz für traditionelle Personalgewinnungsmethoden sind.“

Der Steinhagener Personalexperte Dirk Kremer, der der WorkScout-Redaktion als Berater zur Seite steht, bestätigt: „Bei sozialen Netzwerken gibt es zwei Arten der Nutzung. Um möglichst viele Empfänger zu erreichen, veröffentlichen Firmen ihre Stellenangebote bei XING, Linkedin und Facebook über die Accounts der Recruitingmitarbeiter/innen.“  Er fügt hinzu, diese Art „Social Media-Recruiting“ sei nur dann effektiv, wenn das Netzwerk der Firma oder der Person groß genug sei. „Wer nur drei Facebook-Freunde oder XING- bzw. Linkedin-Kontakte hat, sollte diesen Pool erst einmal erweitern, und zwar um Personen, die zur Zielgruppe der Stellenausschreibungen gehören.“

Eine andere Variante ist laut Kremer das „Active Sourcing“. Bei dieser Variante gehen die Personalverantwortlichen aktiv auf die Suche nach geeigneten potenziellen Mitarbeitern. Kremer: „Hierbei muss natürlich auf die Aussagekraft des jeweiligen Online-Ziel-Profils geachtet werden. Gerade bei Facebook oder Twitter herrscht zum Teil ein lockerer Umgangston. Das muss kein Indiz für mangelnde Professionalität sein.“ Das gleiche gelte für das Gegenteil: Insbesondere das Internet biete hervorragende Möglichkeiten, sich selbst besonders vorteilhaft zu präsentieren.

Nach Auskunft des Personalberaters ist bei der Kontaktaufnahme mit  Wunsch-Kandidaten Fingerspitzengefühl gefragt: „Wer ungeschickt mit der Tür ins Haus fällt, riskiert eine Abfuhr.“

Letzendlich entscheidend für den Erfolg einer Stellenbesetzung, so die Ergebnisse der Half-Studie, sei der „persönlche Handschlag“. Auch Dirk Kremer ist der Meinung, das Rekrutieren über soziale Netzwerke sei aufwendig. Er weiß wovon er redet, denn er setzt diese Tools selber ein, um für seine Kunden Vakanzen zu besetzten.  Seiner Erfahrung nach nutzen sonst überwiegend große Unternehmen mit entsprechenden Ressourcen diesen aufwändigen Weg. „Er lässt sich nicht nebenbei von einem Laien umsetzen.“ Aus diesem Grund kommt der Steinhagener zur selben Schlussfolgerung wie die Studie: „Social Media-Recruiting und Active Sourcing über diese Netzwerke sind zwei neuere Bausteine der allgemeinen Personalgewinnungsstrategie, für deren Erfolg weitere Bausteine notwendig sind. Nicht mehr und nicht weniger.“  (Birgit Lutzer)

Firmenkontakt zu spanischen Fachkräften: Recruiting-Tag in Gijón

ennepetal_spanier_abschied_cc1868145e(Anzeige) Spanische Absolventen und Professionals aus Technik und Maschinenbau haben Interesse an deutschen Arbeitgebern. Um sie zusammenzuführen, veranstalten JobCreative und Rodríguez International Consulting im April einen Recruiting-Tag an der Universität Gijón.

Da in Deutschland Fachkräfte in Technik und Maschinenbau gesucht werden, entstand die Idee für den Recruiting-Tag. „Ostwestfälischen Unternehmen erhalten bei uns die Möglichkeit, vor Ort Kontakt zu hochqualifizierten spanischen Stelleninteressierten aus der Region Asturien zu knüpfen.“ erläutert Martin Adirsch, JobCreative-Geschäftsführer. Das Angebot richtet sich an Arbeitgeber mit Bedarf an Ingenieuren, Fachkräften und Spezialisten sowie Mitarbeiter für internationale Einsätze in Spanien oder Südamerika.

Seine Kooperationspartnerin, Ruth Vijande Rodríguez von der nach ihr benannten internationalen Personalberatung (Link) ergänzt: „Pro Jahr schließen rund 500 angehende Techniker und Ingenieure ihr Studium an der Universität Gijón ab. Ebenso, wie viele bereits berufstätige Fachleute, strecken sie ihre Fühler nach Deutschland aus.“ Die meisten Hochschulabsolventen, so die Spanierin, verfügten über Grundkenntnisse der deutschen Sprache: „Manche haben mit Blick auf die Zukunft sogar schon einige Semester in Deutschland studiert.“ Neben den Universitätsabgängern und 5.000 Studierenden werden 2.000 Mitglieder eines spanischen Ingenieursvereins zu der Veranstaltung eingeladen. Adirsch: „Das ist viel Potenzial, um geeignete Bewerber beiderlei Geschlechts näher in Augenschein zu nehmen.“

Auf der insgesamt dreitägigen Reise bieten sich neben der Messeteilnahme weitere Kontaktmöglichkeiten zu spanischen Firmen und Organisationen. Rodríguez: „Am Abend nach der Anreise findet ein Business-Dinner zum gegenseitigen Kennenlernen statt.“ Der nächste Tag sei komplett für die Messe an der Universität reserviert. „Die Firmen können sich mit Bannern und Flyern an Ständen präsentieren.“ Und nach der anschließenden Übernachtung gehe es wieder nach Hause. Um Anreise und Hotelbuchung müssen sich die Interessenten selbst kümmern – dafür entsteht ein Aufwand von ca. 500 Euro.

Das Recruiting-Paket auf einen Blick:

Preis 2.995,- Euro oder 2.495,- bei Frühbuchern bis zum 15.01.2015 für

  • Firmendarstellung im Messekatalog
  • Präsentation von Stellenofferten an einem Jobboard
  • Messestand von 12 qm mit WiFi und Catering
  • Service und Unterstützung vorher und vor Ort
  • Empfehlung günstiger Unterbringungsmöglichkeiten

Weitere Informationen sind erhältlich bei

Logo-Jobcreative

JobCreative GmbH
Brentanostr. 3
33378 Rheda-Wiedenbrück

Telefon: +49 (0)5242-9 80 97 77
Telefax: +49 (0)5242-9 80 97 14
Mobil: + 49 (0) 01 60-96 60 36 56

www.jobcreative.de,
E-Mail: martin.adirsch@jobcreative.de

oder

image003

Rodríguez International Consulting
Personal- und Unternehmensberatung
In der Erdbrügge 33a
58313 Herdecke

Telefon:  +49 (0)2330-89 29 406
Mobil: +49 (0)152 516 92 503

www.rodriguez-iconsulting.com
E-Mail: rvr@rodriguez-iconsulting.com

Azubis als Storck-Botschafter beim Tag der offenen Ausbildung

Storck-01Halle-Westfalen. „Der Run auf Azubis hat schon begonnen.“ so Martina Gerdes von der Storck-Unternehmenskommunikation. Schon zum zweiten Mal wurde deshalb Ende Juni ein „Tag der offenen Ausbildung“ durchgeführt, der 120 interessierte Schüler mit Begleitpersonen anlockte.

Ausbildungsleiterin Birte Schmitz erklärte das Konzept der Veranstaltung. Die in Form von Ausbildungsberufe seien in verschiedene Kategorien eingeteilt – in technische, IT-spezifische und kaufmännische. „In diesen Sparten gibt es Schnupper-Workshops, die von unseren eigenen Azubis geleitet werden. Auch an Info-Ständen stehen sie den Stelleninteressenten als Ansprechpartner zur Verfügung.“ Dadurch, dass die Informationen von nahezu Gleichalterigen übermittelt würden, hätte die Botschaft eine höhere Glaubwürdigkeit und Authentizität. „Es ist ein Unterschied, ob ich in einer Broschüre etwas über die hervorragenden Sozialleistungen bei Storck lese oder ob mir ein Mensch in meinem Alter begeistert davon erzählt.“ so Schmitz.

An allen Informationsständen im Foyer des firmeneigenen „Treffpunkts“, einem Gebäude mit Gastronomie und Konferenzräumen, standen junge Menschen in fachgerechter Arbeitskleidung. Auf ihren Tischen befanden sich Arbeitsutensilien – bei den Süßwarentechnologen etwa Flaschen mit Aromaproben zum Riechen. Am Stand der Industriemechaniker wurden die Ausbildungsinteressenten von „Blaumännern“ wie Simon Schwendich in Empfang genommen. „Ich bin seit zwei Jahren bei Storck. Am liebsten tüftele ich an Maschinen herum, die nicht laufen und finde den Fehler.“ verriet er einem Realschüler. Auch das Arbeitsklima gefalle ihm gut: „Jedes Jahre machen alle Azubis zusammen Fahrten in andere Niederlassungen – zum Beispiel nach Berlin. Das ist eine tolle Sache, die den Zusammenhalt fördert.“ Sichtlich beeindruckt, nahm der Standbesucher einen Schwung von Informationsmaterial mit. Direkt ans Handgemachte ging es in den Workshops. Bei den Mechatronikern etwa stellten die Teilnehmer in mehreren Arbeitsschritten einen Blinker her.

Zusätzlich gab es die Möglichkeit, mitgebrachte Bewerbungsunterlagen von Storck-Personalfachleuten überprüfen zu lassen. Schmitz: „Wer uns mit seinen schriftlichen Unterlagen überzeugt, wird zunächst zu einem Auswahlkreis eingeladen. Dort legen die Kandidaten verschiedene Tests ab und bewähren sich in Gruppenübungen.“ Sie fügt hinzu, rund ein Drittel der Bewerber werde anschließend zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. „Erstaunlich ist, dass die Schulnoten nicht unbedingt etwas über die beruflichen Kompetenzen aussagen. Manche haben gute Noten und beherrschen noch nicht einmal die Grundrechenarten. Andere legen zwar nur durchschnittliche Zeugnisse auf den Tisch, haben aber neben der Schule viel gemacht wie z. B. Ferienpraktika.“

Auch bei Storck gibt es viele Möglichkeiten, vor dem Einstieg in das Unternehmen hinein zu schnuppern. „Wir bieten Schülerpraktika im kaufmännischen Bereich und in der IT-Abteilung an. Auch Studierende können Praktika bei uns absolvieren oder ihre Abschlussarbeiten in Zusammenarbeit mit uns erstellen.“ erläuterte die Ausbildungsleiterin. Bei Storck gibt es aktuell elf verschiedene Ausbildungsberufe. Die nächste Ausbildungsphase beginnt im August. Im Werk Halle stehen insgesamt 16 Plätze in den verschiedenen Sparten zur Verfügung. Mehr Info auf der

http://wordpress.p223208.webspaceconfig.de/wp-login.php?loggedout=trueksekur9/#