Finanzieller Erfolg ist Einstellungssache

//Finanzieller Erfolg ist Einstellungssache

Finanz-Erfolg

Bei der Gründung eines Unternehmens hängt der Erfolg auch davon ab, welcher Finanztyp der Gründer ist. Die Art und Weise, wie ein Unternehmer mit Geld umgeht, kann das Wachstum oder die Stagnation seines Business beeinflussen. Der Umgang mit Geld hat viel mit den Einstellungen und Haltungen zu tun, die wir im Laufe unseres Lebens erworben haben.

Welche Haltung zu Geld haben erfolgreiche Unternehmer? Eine besonders wichtige Einstellung zu Geld haben sie alle: Der Besitz von Geld ist ihnen angenehm. Eine ökonomische Theorie besagt: Geld ist ein Medium dafür, die eigenen Zielsetzungen mit möglichst geringen Kosten zu erreichen. Hat man diese Einstellung verinnerlicht, ist der Umgang mit Geld von der Vernunft geprägt. Jemand, für den Geld lediglich ein „Mittel zum Zweck“ ist, wird sich alle Kenntnisse aneignen, um es möglichst nutzbringend einzusetzen.

Ist Geld dagegen ein Symbol für Sicherheit, wird es nur ungern aus der Hand gegeben und lieber „gehortet“. Dieses Phänomen können wir bei den Generationen beobachten, die die letzten Kriege erlebt haben. Viele von Ihnen haben das sparsame Wirtschaften verinnerlicht. Schulden macht man nicht, so lautet der Glaubenssatz, der ihre Haltung charakterisiert. Als Unternehmer muss man jedoch investieren, oft auch mit Fremdkapital, um Umsatz zu generieren.

Wie verhindern wir unseren finanziellen Erfolg?

Ein anderer hinderlicher Glaubenssatz ist: “Ich will mich nicht verkaufen“. Ebenso: „Ich will niemanden übervorteilen.“ Diese Einstellungen untergraben die Potenziale, jemals ein angemessenes Preis/Leistungsverhältnis beim Kunden durchzusetzen. Man verkauft nie sich, sondern immer den Vorteil, den ein Kunde aus dem Angebot gewinnt. Handelt man keinen angemessenen Preis aus, verkauft man seine Leistungen unter Wert. Das bedeutet, man beutet sich zugunsten des Kunden selber aus. „Bescheidenheit ist eine Zier…“? Sie ist im Geschäftsleben eher ein Hemmschuh, der davon abhält, jemals erfolgreich zu werden und die der eigenen Leistung angemessenen Preise umzusetzen. Das gilt im Übrigen genauso für Berufstätige in Angestelltenverhältnissen. Wer gute Arbeit leistet, verfügt über das richtige Argument, den entsprechenden Lohn auszuhandeln.

Es gibt eine ganze Reihe von typischen Haltungen zu Geld: Geld ist schmutzig, Geld korrumpiert, Geld verdirbt den Charakter. Ab welchem Einkommen gelten diese Aussagen? Lehnen Vertreter dieser Meinung eine Gehaltserhöhung oder ein Auftragsvolumen ab, wenn diese Schallgrenze durchbrochen wird? Oder treffen die Aussagen immer nur für die Vermögensklassen zu, in denen ich mich nicht befinde?

Wem diese Einstellungen von klein auf vermittelt wurden, hat keine rationale, sondern eine emotionale Haltung zu Geld. Unbewusst führen diese Glaubenssätze zu Vermeidungsstrategien, um die negativen Folgen von „zu viel Geld“ zu vermeiden.

Andere meinen, Geld mache „sexy“. Zumindest kann es bei der Anbahnung von Kontakten nicht schaden…

Welche Geldtypen gibt es?

In seinem Buch „Die Psychologie des Geldes“ stellt Dr. Rüdiger Dahlke Modelle von „Finanztypen“ vor, die charakteristische Haltungen repräsentieren. Sie können dazu anregen, sich in den verschiedenen „Geldtypen“ wieder zu erkennen (es kann auch Mischformen aus mehreren Typen geben) und über die eigene Einstellung zu Geld nachzudenken.

Die Resignierten und Überforderten (19 Prozent der Bevölkerung)

  • empfinden sich als Opfer und grenzen sich von denen ab, die Geld besitzen.
  • Sie kümmern sich nicht um ihre Geldangelegenheiten.

Die Sorglosen und Leichtfertigen (16 Prozent)

  • sind ganz im hier und jetzt verankert und konsumieren spontan, was ihnen Freude macht.
  • Sie ignorieren ihre finanzielle Situation und sind misstrauisch gegenüber Experten.

Die Bescheidenen (10 Prozent)

  • gehen sehr vorsichtig mit ihren finanziellen Mitteln um und wählen klassische Sparformen.
  • Ihr Credo ist: “Über Geld spricht man nicht.“

Die Delegierer (10 Prozent)

  • verfügen über sichere Finanzeinkünfte, haben aber kein Interesse an Finanzthemen.
  • Sie geben die Verantwortung für das Finanzmanagement an Familienangehörige oder Finanzberater ab.

Die Pragmatiker (16 Prozent)

  • Nutzen Geld zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse und machen sich keine Gedanken über z.B. Altersvorsorge.
  • Langfristige Pläne sind für sie uninteressant.

Die Vorsichtigen (11 Prozent)

  • Verfügen über gehobene Einkünfte und möchten ihr Vermögen sichern.
  • Deshalb informieren sie sich über Finanzthemen und passen ihr Finanzverhalten den Entwicklungen an.

Die Ambitionierten (7 Prozent)

  • Setzen das Verdienen von viel Geld mit Erfolg gleich.
  • Sie befassen sich intensiv mit Finanzthemen und haben Freude daran.
  • Ihre Vermögensvermehrung hat für sie einen hohen Erlebnis- und Freizeitwert.

Die Souveränen (11 Prozent)

  • sind in Finanzfragen interessiert und stets auf dem Laufenden.
  • Kompetent verfolgen sie die Entwicklung der Finanzmärkte.

Unter den „Resignierten und Überforderten“ sind überdurchschnittlich viele Menschen ohne Arbeit oder Jobs mit Niedriglohnniveau. Die „Bescheidenen“ sind besonders häufig unter Menschen mit niedrigem Einkommen oder im Ruhestand mit kleiner Rente zu finden. Frauen in gut bezahlter Stellung neigen dazu, sich als „Delegiererinnen“ nicht um ihre Finanzen zu kümmern. Gut ausgebildete Männer in höheren Positionen sind dagegen stark vertreten unter den „Souveränen“ im Umgang mit ihrem Vermögen.

Hinter diesen Geldtypen verbergen sich auch soziale Milieus. Wissenschaftler sind sich nicht einig, ob die soziale Stellung die Haltung zum Geld prägt, oder ob die Haltung zum Geld bestimmt, wie erfolgreich man sein finanzielles Leben gestaltet. Jeder ist in der Pflicht, gegebenenfalls seine Haltung zu ändern. Dazu bedarf es persönlicher Aktivität, um die Haltung zu überprüfen und die eigenen Wissenslücken zu füllen.

Erfolg hängt von der richtigen Einstellung ab

Wenn sich jemand selbstständig macht, braucht er die richtige Einstellung, um Geld mit seinem Unternehmen zu verdienen. Mit der Finanzplanung des Gründungsvorhabens beginnen die Anforderungen an die eigene Finanzkompetenz. Wie viel Geld wurde für die Gründung zurückgelegt? Können Familie und Verwandte etwas leihen? Gibt es eine gute Verhandlungsbasis mit der Hausbank? Können Fördermittel beantragt werden? Wurde der finanzielle Eigenbedarf während der ersten Monate nach der Gründung berücksichtigt?

Geld ist das Mittel zum Zweck, um ein Unternehmen und seine erfolgreiche Entwicklung zu ermöglichen. Dazu muss es in die Hand genommen und sinnvoll eingesetzt werden. Trotzdem sollte der Gründer nachts noch ruhig schlafen können. Mehr Ruhe und Sicherheit vermittelt die persönliche Finanzkompetenz. Wenn man wirklich weiß, was man tut, gibt es keinen Grund zur Sorge.

Welcher Geldtyp sind Sie? Es liegt in Ihrer eigenen Hand, sich die passenden und sinnvollen Einstellungen für den finanziellen Erfolg anzutrainieren. Autor: Mike Warmeling . lllllllllllllll

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