„Morgen mache ich es!“ – Aufschieberitis

//„Morgen mache ich es!“ – Aufschieberitis
Aufschieberitis

Aufschieberitis ist verbreitet. Unangenehme oder langweilige Aufgaben werden vertagt. Bis dann der Arbeitsdruck unnötigen Stress erzeugt. Das ist die Quittung für die Aufschieberitis. Was tun? ( Bild: ©  hbrh / Fotolia )

Auf einen Blick:
  • Gegen die Aufschieberitis: das Unangenehmste zuerst
  • Strukturieren Sie Ihren Arbeitstag mit realistischen Zielen.
  • Belohnen Sie sich für Teilerfolge.

Es liegt in der Natur des Menschen, unangenehme Tätigkeiten in den Hintergrund zu drängen. Meist kommt das nur leider wie ein Bumerang zurück. Stress und unnötiger Druck sind die Folgen. Wird die Aufschieberitis hingegen chronisch, sprechen Fachleute von Prokrastination. Die Folgen können ernstzunehmende Erkrankungen wie Burnout, Depression oder Essstörungen sein. Damit es gar nicht erst so weit kommt, kann der Hang zum Aufschieben durch ein paar Tricks durchbrochen werden.

Aufschieberitis adé: Das Schlimmste zuerst

Zugegeben, es erfordert Selbstdisziplin, gleich morgens mit einer Aufgabe zu starten, die einem nicht so liegt. Hinterfragen Sie, warum das so ist. Fühlen Sie sich damit überfordert? Stecken vielleicht Versagensängste dahinter? Sind Sie der Ursache auf der Spur, verliert die Arbeit ihren Schrecken. Ist die Sache erledigt, müssen Sie sich im weiteren Verlauf des Tages nicht mehr damit beschäftigen und können sich spannenderen Themen widmen.

Ein strukturierter Arbeitstag ist das A und O

Wenn Sie wissen, wohin Sie wollen, sind Sie schon auf dem richtigen Weg. Wichtig ist, dass Sie Ihr Arbeitspensum richtig einschätzen. Denn unrealistische Ziele führen zu Frustration. Hilfreich kann die Erstellung einer To-do-Liste sein. Damit haben Sie immer den Überblick. Außerdem kann es sehr befriedigend sein, erledigte Aufgaben buchstäblich abzuhaken. So sehen Sie am Ende des Tages schwarz auf weiß, was Sie alles geschafft haben.

Eine Belohnung schafft weitere Motivation

Seien Sie nicht zu streng mit sich. Es lohnt sich, auch bei Teilerfolgen innezuhalten und sich auf die Schulter zu klopfen. Mit kleinen Belohnungen bleiben Sie motiviert. Und wer motivierter ist, steckt sich höhere Ziele. Damit steigt insgesamt die Leistungsbereitschaft und der Spaß an der Arbeit. Und die Aufschieberitis hat keine Chance mehr. (Dr. Eike Birck)