Verschwendung ade: Pizza backen mit REFA

VerschwendungVerschwendung lauert überall. Und dagegen gibt es ein Mittel: In REFA-Weiterbildungen erhalten die Teilnehmer Tipps, mit denen sie ihren Alltag verbessern können. In der Firma und auch privat. Denn die Vergeudung lauert immer in denselben Ecken. (Bild:  © Elnur / Fotolia)

Die sieben kritischen Bereiche sind Überproduktion, überflüssige Bewegungen, Wartezeiten, Transporte, Übererfüllung, Falsche Bestände und Fehler. Verschwendung lässt sich gut am Pizza-Backen erklären.

Wer soll das alles essen? Überproduktion

Backen Sie Pizza für Ihre Geburtstagsparty, sollte die Menge an die Gäste angepasst sein. Stellen Sie zu viel her, haben Sie ein Problem. Denn Pizza schmeckt nur frisch. Also wandert der Rest in die Tonne. Etwas Ähnliches passiert in Firmen. Wird zu viel produziert, versperrt die Ware den Weg. Sie muss eingelagert werden. Oder entsorgt, wenn es sich um verderbliche Produkte handelt.

Von hinten durch die Brust ins Auge: Überflüssige Bewegungen

Fertigen Sie zum allerersten Mal in Ihrem Leben eine Pizza in Eigenregie, läuft alles etwas holperig. Sie müssen den Teig mühsam ausrollen. Oh, da ist noch eine Beule! Sie müssen nachbessern. Ganz anders in der Pizzeria „Alfonso“. Da läuft alles am Schnürchen. Der Teig fliegt aus den Händen des Küchenchefs durch die Luft und landet als Fladen auf dem Backblech.

Däumchen drehen: Wartezeiten

Hefeteig muss gehen, bevor er weiterverarbeitet werden kann. Dieses Phänomen sollten Sie einplanen und ihn zwei Stunden vor dem Belegen erstellen. Sonst müssen Sie warten – und Ihre Gäste auch. Auch in Unternehmen entstehen durch schlechte Planung Wartezeiten, in denen die Leute zwangsweise Däumchen drehen müssen.

Zickzack-Kurs: Verschwendung durch Transporte

Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Zutaten für die Pizza an verschiedenen Stellen gelagert. Und Sie wüssten nicht auf Anhieb, wo die Knethaken für den Teig dieses Mal liegen. Sie wandern hin und her, bis Sie alles zusammen haben. Auch in Firmen entstehen durch ungeschickte Anordnung von Geräten und Produktionsmitteln überflüssige Wege.

Viel hilft nicht immer viel: Übererfüllung

Eigentlich reicht es, den Käse über die Pizza zu streuen. Dann können Sie alles in den Backofen schieben. Doch wenn Sie den Käse auch noch festdrücken, bringt das nichts. Denn er zerläuft sowieso. Sie machen einfach zu viel des Guten. In Betrieben werden bei der Produktion auch oft Handlungen vollzogen, die überflüssig sind. Denn sie tragen nicht zu einer Verbesserung des Ergebnisses bei. Was nicht steigert, stört.

Zu viel Hefe gekauft: Falsche Bestände

Durch das Pizza-Rezept ist festgelegt, welche Menge an Zutaten Sie benötigen. Wenn Sie viel zu viel Tomatensauce kaufen, bleibt eine Menge übrig. Und wenn Sie sich mit dem Mehl verschätzen, müssen Sie vielleicht zur Nachbarin gehen, um sich eine Tüte auszuleihen. Dagegen hilft nur der richtige Umgang mit dem Taschenrechner. In Firmen gibt es ebenfalls einen optimalen Bestand im Lager. Der sollte genau an den Produktionsprozess und an den Bedarf der Kunden angepasst sein.

Zucker im Teig und andere schlimme Fehler

Wenn Sie statt Salz Zucker in den Pizzateig kneten, müssen Sie  noch mal von vorne anfangen. Je später Sie es bemerken, desto schlimmer (und teurer) wird es. Denn dann haben Sie vielleicht schon Tomaten, Pilze und Käse aufgelegt. Die wandern dann mit in die Mülltonne. Und merken es erst Ihre Gäste beim ersten Biss, hilft nur noch der Pizza-Service „Alfonso“. Kostenpflichtig natürlich. Wird ein Produkt hergestellt, gilt das gleiche Prinzip. Je später der Patzer auffällt, desto höher sind die Beseitigungskosten.

In diesem Sinne: Guten Appetit bei Ihrer nächsten selbst gebackenen Pizza! (Birgit Lutzer)

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