Baxter: Bindung durch Transparenz und Teilhabe

//Baxter: Bindung durch Transparenz und Teilhabe

Halle-Künsebeck. Bei der Baxter Oncology GmbH ist Transparenz angesagt. Die gläsernen Wände in der neuen Produktionsstätte ermöglichen den freien Blick auf Kollegen, Gerätschaften und Abläufe. Beim Mitarbeitertag Mitte Mai durften die Belegschaftsmitglieder als erste das Technologiezentrum auf geführten Rundgängen besichtigen.

Personalleiter Jürgen Fleischer erläuterte: „Die Teilhabe an Informationen ist ein wichtiger Part unseres Mitarbeiterbindungs-Konzepts.“ Das Angebot, sich vor Ort ein Bild von der „Raumstation“ zu machen, wurde gut angenommen: Trauben an Menschen mit Schutzanzügen, Schuh-Überziehern und Haarhauben schoben sich durch die Sicherheitsbereiche. Fleischer verriet: „Offizieller Beginn der Produktion ist am Ende des Jahres. Dann kommt hier keiner mehr einfach so herein.“ Umrahmt wurde der Mitarbeiter-Tag von einem Begleitprogramm mit Kinder-Unterhaltung, Improvisationskünstlern sowie Speisen und Getränken in einem Festzelt.

Familie Hasler nutze die Gelegenheit, an einem geführten Rundgang durch die neue Baxter-Produktionsstätte teilzunehmen. Von links Nicole Hasler mit Jannik (1) und Kai Hasler mit Annika (4).
Familie Hasler nutze die Gelegenheit, an einem geführten Rundgang durch die neue Baxter-Produktionsstätte teilzunehmen. Von links Nicole Hasler mit Jannik (1) und Kai Hasler mit Annika (4).

Kai Hasler, Betriebsleiter bei dem auf Anti-Krebsmedikamente spezialisierten Pharmaunternehmen, brachte Frau und Kinder mit zur Veranstaltung. „Sie sollen mal sehen, wo der Papa arbeitet“, berichtete er. Schon das Hineinklettern in die Schutzanzüge mit tatkräftiger Eltern-Hilfe war ein Abenteuer für die Kleinen. Auch wenn sie von den Ausführungen der Rundgangs-Leiter nichts verstanden haben dürften, entsteht ein bleibender bildhafter Eindruck.

Durch die neue Produktionsstätte, in die Baxter 56 Millionen Euro gesteckt hat, entstehen in Halle 50 neue Arbeitsplätze für Ingenieure, Apotheker, Pharmakanten, Chemikanten und Chemielaboranten. Die Firmenleitung ist optimistisch, dass sich die Investition lohnt. Fleischer fasste die Gründe dafür zusammen: „Die Weltbevölkerung wächst und die Menschen werden im Schnitt viel älter als früher. Deshalb steigt die Zahl der Krebserkrankungen und wir bewegen uns in einem Wachstumsmarkt.“ Er fügte hinzu, das sei eigentlich makaber. „Wir wünschen niemandem, dass er unsere Produkte braucht.“

Der Technische Leiter des neuen Zentrums, Frank Generotzky, drückte denselben Sachverhalt positiv aus: „Wir freuen uns, dass wir in Halle bald die Möglichkeit haben, noch mehr Menschenleben durch unsere Medikamente zu retten.“ Und diese Aussage entspricht nach Auskunft von Fleischer auch der Einstellung der meisten Mitarbeiter ihrem Arbeitgeber gegenüber: „Sie sind stolz darauf, dass Sie an etwas Sinnvollem und für die Menschheit Nützlichem mitwirken dürfen.“ (Birgit Lutzer)