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„Unsere Dunkelziffer ist immens hoch!“ Der Stellenmarkt 50 Plus in der Schweiz

Daniel G. Neugart In der Schweiz ist der typische Arbeitslose im Alter über 50 männlich, geschieden, aus der IT-Branche und hoch qualifiziert. Und das, obwohl auch in unserem Nachbarland Fachkräftemangel herrscht. Mit diesem Detail überraschte Daniel G. Neugart, Präsident des Arbeitslosenverbands SAVE 50Plus Schweiz, im Interview. Birgit Lutzer sprach mit ihm über den Ist-Zustand und über Perspektiven.   Wie hoch ist denn überhaupt die Quote der Arbeitsuchenden im Alter über 50 in der Schweiz? Offiziell steht die Zahl von

Wie Sie einfach überzeugend argumentieren

Sebastian S. arbeitet schon lange zu gleichen Konditionen für seine Firma. Seine Kollegin hat vor einigen Monaten eine Gehaltserhöhung bekommen. Und das, obwohl sie beide gleich gestellt waren. Nun möchte er nachziehen. „Fassen Sie sich kurz, Herr S. Ich habe gleich einen wichtigen Termin.“ eröffnet die Vorgesetzte das Gespräch. Der Mitarbeiter ist verunsichert. Er stammelt: „Ich wollte nach einer Gehaltserhöhung fragen. Schließlich hat die Frau B. auch eine bekommen. Und ich bin schon sehr lange für die Firma tätig.“ Die Chefin

40/50plus – Die Stärken älterer Bewerber

Sie haben in Ihrem Leben schon viel geleistet, berufliche Hochs und Tiefs kennen gelernt und verfügen über eine breite Erfahrung. Warum sollten sich dann Bewerber über 50 – teilweise wird ja bereits von älteren Bewerbern gesprochen, wenn man über 40 ist – als Kandidaten zweiter Wahl fühlen? Dazu besteht kein Grund. Die Karriereberaterin Doris Brenner gibt im Karriere-Journal von monster.de Tipps für die erfolgreiche Stellensuche. Entscheidend ist zunächst die eigene Einstellung. Sind Sie

„Tritt forsch auf, mach’s Maul auf, hör bald auf!“ Redetipps von Martin Luther

„Lassen Sie mich noch ein Stück ausholen, um Ihnen die gesamte Tragweite der Fragestellung zu vermitteln. Später komme ich dann zu …“ Die ersten Leute im Publikum sind schon eingeschlafen, doch der Redner schwallt ungerührt weiter. Dabei wusste schon Martin Luther, wie es besser geht. Als der Theologieprofessor und Reformator die Empfehlung „Tritt forsch auf, mach’s Maul auf, hör bald auf!“ aussprach, dachte er wohl an Predigten, unter denen er selbst als Zuhörer gelitten hatte. Sein Zitat lässt sich auf fast

Falsche Schlange oder ehrliche Haut? Glaubwürdigkeit im Beruf

„Das Wohl älterer Mitarbeiter liegt uns am Herzen.“ verkündet Abteilungsleiter Andreas F. auf der Betriebsversammlung. Einige Belegschaftsmitglieder runzeln die Stirn, während andere sich kopfschüttelnd mit verschränkten Armen zurücklehnen. Denn der Manager hat gerade einen langjährigen Mitarbeiter vor die Tür gesetzt. Im Beruf gibt es immer wieder Situationen, in denen es um persönliche Glaub- und Vertrauenswürdigkeit geht. Wer seinen Kollegen oder Mitarbeitern eine „bittere Pille“ verabreichen muss, sollte, sofern er Bedauern zeigt, überzeugend wirken. Auch dann, wenn es darum geht, den Vorgesetzten

Verplappert – was nun???

Ist Ihnen auch schon mal bei der Arbeit im Gespräch etwas „herausgerutscht“? Da Sie Ihre Worte nicht zurücknehmen können, müssen Sie sich etwas anderes einfallen lassen. Welche Reaktion die beste ist, hängt von Ihnen selbst und von Ihrem Gegenüber ab. Einige Varianten:   Sie beteuern, das Gesagte nicht so gemeint zu haben.  Wenn Sie dem anderen erläutern, was Sie nicht gemeint haben, wird Ihre Aussage trotzdem genau so ankommen. Beispiel: Ein Mann hat seine Kollegin mit einem spontanen Kommentar zu ihrem neuen

Vertraulichkeit am Arbeitsplatz

Die Kollegen Gaby P. und Klaus F. sitzen in der Firmenkantine. Sie arbeiten in einer Abteilung und gehen oft zusammen Essen. Plötzlich schlägt der Mann einen vertraulichen Ton an. „Mit meiner Frau läuft es nicht so gut.“ sagt er bedeutungsvoll und beugt sich näher zu seiner Begleiterin. Was nun? Erzählt Ihnen jemand, zu Sie eine geschäftliche Verbindung hat, plötzlich in langatmiger Weise private Probleme oder Details aus seiner Lebensgeschichte, ist eine diplomatische Vorgehensweise gefragt. Gerade bei prekären oder gefühlsmäßig aufwühlenden Gesprächsthemen

Ruhig schlafen mit der richtigen Absicherung gegen Berufsunfähigkeit

Der Nachricht, dass ein Bekannter wegen eines Unfalls nicht mehr arbeiten kann, widmen die meisten Menschen wenig Aufmerksamkeit. Wer sich ständig mit Ängsten quält, versauert sich das Leben. Doch laut Statistik trifft die Erwerbsunfähigkeit jeden Vierten vor Erreichen der Altersrente, und zwar auch durch Schlaganfall, Herzinfarkt & Co. Zunächst stellt sich die Frage, was genau denn unter „Berufsunfähigkeit“ zu verstehen ist. In den Vertragsbedingungen professioneller Versicherungsunternehmen wird der Begriff so definiert: “Wer mindestens 6 Monate ununterbrochen durch Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall