Den Besten statt den Ersten gewinnen: Medien für das Bewerbermarketing

//Den Besten statt den Ersten gewinnen: Medien für das Bewerbermarketing

Fachkräfte auf Stellensuche haben in der Regel ziemlich genaue Vorstellung davon, für welche Art von Unternehmen sie zukünftig tätig sein möchten. Auf der Suche nach einem passenden Arbeitgeber prüfen sie verschiedene Websites und Werbemedien, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Um passende Bewerber zu gewinnen, lassen viele Firmen Werbemedien von Agenturen erstellen. Je besser es einer Firma gelingt, durch diese Informationsträger „ihre“ Leute anzusprechen, desto zufriedener sind alle Beteiligten am Ende. Stellensuchende und Arbeitgeber finden jeweils genau das, was sie erwarten.

Für ansprechende, überzeugende Informationsmedien kommt es nicht nur auf die Professionalität der „Kreativen“ an, sondern auch auf die Vorgaben zu ihrer Erstellung. Eine Redensart in der Marketingbranche lautet: „Ein Werbemedium ist immer so gut wie das Briefing.“ Dieses sollte alle Informationen enthalten, die Agentur/Grafiker/Texter für eine maßgeschneiderte Arbeit benötigen. Die beste Kombination besteht in einem mündlichen Gespräch und der Herausgabe schriftlicher Unterlagen.

Die Art des Projektes bestimmt Inhalt und Verlauf des Briefinggesprächs. Ein Messebauer wird dem Auftraggeber andere Fragen stellen, als ein Grafiker. Deshalb sollte von Seiten der Firma aus schon am Telefon oder per Mail ermittelt werden, welche Inhalte die Ausführendenden besprechen möchte. Damit sich ein neuer Dienstleister ein genaues Bild vom Unternehmen und der Atmosphäre vor Ort machen kann, sollte das allererste Briefinggespräch dort stattfinden. Dabei geht es um Fragen wie die folgenden:

Rahmenbedingungen

  • Wie soll das geplante Werbemedium eingesetzt werden?
  • Inwieweit gibt es verbindliche Vorgaben, was z. B. das Logo, Farben und Schriften anbetrifft?
  • Welche Art von Abbildungen und Fotos sollen eingesetzt werden?
  • Liegen geeignete Fotos vor oder muss auf eine Bilddatenbank zurückgegriffen werden?
  • Inwieweit ist der Einsatz anderer Dienstleister wie z. B. eines Fotografen geplant?

Zielgruppenansprache/Firmenpräsentation

  • Welche Bewerber-Zielgruppe/n soll/en damit gewonnen werden?
  • Was ist/sind die zentrale/n Botschaft/en?
  • Welche Vorteile bietet die Firma als Arbeitgeber (ggf. im Vergleich zum Wettbewerb)?
  • Mit welchen Argumenten sollen diese Versprechen bewiesen oder belegt werden?

Verhalten der gewünschten Bewerber-Zielgruppe

  • Welche Gewohnheiten haben die Zielpersonen?
  • Welche Medien nutzen sie?
  • Welche Zeitungen, Zeitschriften und Online-Publikationen lesen sie?
  • Welche Freizeitangebote nehmen sie in Anspruch?
  • Wie ist ihr Informations- und Weiterbildungsverhalten (z. B. Besuch von Messen und Kongressen)?

Besteht Unsicherheit über die Eigenheiten der Bewerber-Zielgruppe, können Gespräche mit vorhandenen Mitarbeitern aus dem gleichen oder einem ähnlichen Tätigkeitsbereich erhellend wirken. Auch auf Job- und Bewerbermessen bestehen viele Möglichkeiten, den direkten Kontakt zur Wunsch-Bewerberzielgruppe aufzubauen.

Birgit Lutzer