International die richtigen Worte finden

//International die richtigen Worte finden
International

International aktiv sind immer mehr Unternehmen. Doch im Umgang mit Geschäftspartnern aus anderen Ländern ist Fingerspitzengefühl gefragt. Um Sprachprobleme zu umschiffen, bieten Dienstleister Unterstützung an. Doch woran erkennt man einen guten Übersetzungsdienst ? ( Bild: © rodjulian / Fotolia )

Auf einen Blick:

  • Nehmen Sie einen schlechten Billig-Anbieter, kann es teuer für Sie werden
  • Die Übersetzer sollten Muttersprachler sein
  • Die kulturellen Gepflogenheiten des Ziellandes müssen den Dienstleistern bekannt sein
  • Wichtig sind passende Branchen- oder Projekterfahrungen. Lassen Sie sich Referenzen zeigen!
  • Prüfen Sie die Feedbacks auf der Website und auf Bewertungsplattformen
  • Geben Sie zunächst einen kleineren Probeauftrag

Übersetzungs-Schnäppchen sind selten

Häufig ist bei Übersetzungs-Angeboten der Preis das Haupt-Auswahlkriterium. Natürlich müssen Sie als Auftraggeber auf die Finanzen achten. Doch wenn Sie einen Billig-Anbieter einschalten, der eine schlechte Leistung bringt, zahlen Sie in mehrfacher Hinsicht drauf: Ist ein Text unsauber übersetzt, kommt bei seinen Empfängern eine verzerrte Nachricht an. Haben Sie den Text in gedruckten Werbemedien eingesetzt, müssen Sie die Auflage möglicherweise wieder Einstampfen.

International aktiv – warum Übersetzer Muttersprachler sein sollten

Ein wichtiges Auswahlkriterium für einen guten Dienstleister ist die Muttersprachlichkeit der Übersetzer. Denn neben der Wortlaut-Bedeutung können Formulierungen bestimmte Assoziationen wecken. Ein Beispiel aus dem Deutschen: „Er ist ein schlauer Geschäftsmann.“  Geht es hier um einen intelligenten Unternehmer?

Keineswegs. Diese Aussage bedeutet, dass jemand in Verhandlungen besonders gut die eigenen Interessen vertreten kann – bzw. die seiner Firma. Oder negativ ausgedrückt: Er nimmt für die eigenen Leistungen Höchstpreise und zahlt anderen Hungerlöhne. Was genau bei einer Botschaft mitschwingen kann, wissen Muttersprachler am besten. Hinzu kommen die kulturellen Gepflogenheiten der beteiligten Länder. Auch diese müssen den Übersetzern bekannt sein. Viele Deutsche kommen gern unverblümt zur Sache. Schweizer neigen eher dazu, ihre Anliegen diplomatisch zu umschreiben.

Passende Fach-, Branchen- und Projekterfahrungen sind ein Muss

Viele Branchen haben ihre eigene Fachsprache. Und auch die ist oft uneinheitlich. Selbst unter Kollegen mit derselben Muttersprache ist bei erklärungsbedürftigen Inhalten Übersetzungsarbeit nötig. Noch komplizierter wird es, wenn etwa ein technischer Fachtext in eine andere Sprache übersetzt werden soll.

Lassen Sie sich Referenzbeispiele zeigen, die zu Ihrem Auftrag passen. Hat der Dienstleister nichts vorzuweisen, suchen Sie sich unbedingt einen Branchenkenner. Das gleiche gilt für juristische Texte wie AGB oder Sicherheitsbestimmungen: Die für Sie tätigen Übersetzer benötigen unbedingt einen entsprechenden fachlichen Hintergrund.

Prüfen Sie Bewertungsportale und andere Kundenfeedbacks

Was Kunden über einen Übersetzungsdienst sagen, ist ein wichtiges Auswahlkriterium für Sie. Doch Achtung, manche Feedbacks sind „Fakes“. Bei einer echten Rückmeldung auf der Website steht der Kunde mit vollem Namen und ggf. Firma bei seiner Aussage. Finden Sie dort eine Sammlung begeisterter Statements von Klaus B. aus P. und Leni R. aus A., sind diese Rückmeldungen wahrscheinlich erdacht. Ebenfalls verdächtig ist es, wenn ein Anbieter bei Portalen immer nur die volle Punktzahl in Verbindung mit sehr kurzen Statements hat.

International aktiv – ein Probeauftrag gibt Ihnen mehr Sicherheit

Um den von Ihnen ausgewählten Anbieter zu testen, geben Sie ihm zunächst einen überschaubaren Probeauftrag. Im Anschluss daran können Sie besser beurteilen, wie er arbeitet (Qualität der Übersetzung, Reaktionszeit, Ansprechbarkeit …).