Wartezimmer voll, Arzt kaum Zeit? Tun Sie was!

//Wartezimmer voll, Arzt kaum Zeit? Tun Sie was!
Wartezimmer

Wartezimmer von Ärzten sind auch in Steinhagen oft überfüllt. Sowohl die Praxisbesucher als auch die Ärzte sind unzufrieden mit der Situation. Als Patient/in können Sie einiges dazu beitragen, dass die Sprechstunde trotzdem gelingt.

Auf einen Blick:
  • Gehen Sie unvorbereitet zum Arzt, steigt die Gefahr der „Schnellabwicklung“.
  • Arztgespräche sind oft gleich aufgebaut – stellen Sie sich mit Ihren Informationen darauf ein
  • Erstellen Sie vorab einen Notizzettel mit Ihren wichtigsten Fragen und Anliegen
  • Wenn der Arzt „Fachchinesisch‘“ spricht, fragen Sie nach
  • Spricht jemand nur wenig Deutsch, sollte er bei ernsthaften Beschwerden oder Krankheiten unbedingt jemand mitnehmen, der übersetzen kann
  • Ermitteln Sie bei einem Behandlungsvorschlag, welche Möglichkeiten Sie noch haben und was passiert, wenn Sie nichts tun

Patienten klagen über langes Herumsitzen und kurze Aufenthalte im Behandlungsraum. Die Ärzte wiederum müssen ihre Praxen auf Massenabfertigung umrüsten, um dem Ansturm wenigstens halbwegs gerecht zu werden. Was können Sie selbst dazu beisteuern, dass Sie mit einem verwertbaren Ergebnis nach Hause gehen?

Gehen Sie gut vorbereitet zum Arzt, sonst sitzen Sie bald wieder im Wartezimmer

Der Mensch, der Ihnen helfen soll, steht unter Druck. Eigentlich muss er die Stoppuhr stellen. Es gibt klare Vorgaben, wieviel Zeit er sich für Sie nehmen darf. Da im Wartezimmer oft noch zahllose Patienten sitzen, möchte er so schnell wie möglich wissen, was Sie bedrückt und wie er Ihnen helfen kann.

Stammeln Sie jetzt fahrig herum nach dem Motto „Er muss doch wissen, was mit mir los ist“, erhalten Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schnellabfertigung. Und vielleicht eine Empfehlung, die an Ihrem Bedarf vorbeigeht. Sie sollten genau wissen, welche Vorerkrankungen Sie ggf. haben, was Ihre Beschwerden sind und seit wann sie anfingen. Am besten erstellen Sie vorher einen ausgedruckten Zettel mit diesen Informationen. Den können Sie dem Arzt bei Interesse für Ihre Akte geben.

Wenn es Sprachprobleme gibt, machen Sie sich bemerkbar

Selbst wenn ein Muttersprachler zum Arzt geht, kann es Verständigungsprobleme geben. Nämlich dann, wenn der Arzt das Leiden und die Behandlung in seiner Fachsprache erklärt. Fragen Sie unbedingt nach, sofern Sie den Ausführungen des Experten nicht folgen können. Noch mehr erschwert wird die Verständigung, wenn der Patient nur wenig Deutsch spricht. Das Risiko einer Fehlbehandlung steigt. Deshalb sollte unbedingt eine passende Begleitperson zum Übersetzen mitkommen.

Was wäre, wenn …?  Alternativen zu Ihrer Behandlung

Bei vielen Krankheiten gibt es mehr als nur ein Heilungs-Verfahren. Insbesondere bei schweren Operationen sollten Sie ermitteln, ob es leichtere Therapieformen gibt. Und manchmal, so empfiehlt es auch Dr. Eckhard Hirschhausen, ist es besser, nichts zu tun und einfach abzuwarten.